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Deutungshoheit und Übersetzung

Zur Funktion juristischer Dogmatik bei der gerichtlichen Befassung mit Romanen
Autor:innen:
Verlag:
 2023

Zusammenfassung

Immer wieder kommt es vor, dass Personen gegen die Verbreitung und Veröffentlichung von literarischen Werken klagen. Sie erkennen sich etwa in einer Romanfigur wieder und fühlen sich durch die Darstellung in ihrem Persönlichkeitsrecht verletzt. Aber wie kann entschieden werden, ob der fiktionale Text tatsächlich auf reale Personen referenziert? In der Literaturwissenschaft wird darüber schon länger debattiert. Die Gerichte wiederum behelfen sich damit, literaturwissenschaftliche Termini in Rechtsbegriffe zu übersetzen. Wie genau sich dieser Übersetzungsvorgang vollzieht, ist bislang nicht Gegenstand genuin rechtstheoretischer Forschung gewesen. Daniel Arjomand-Zoike entwickelt einen rechtswissenschaftlichen Übersetzungsbegriff, der sich aus hermeneutischen Überlegungen sowie übersetzungswissenschaftlichen, soziologischen und philosophischen Ansätzen speist. Über den Nachweis semantischer Verschiebungen hinaus soll dabei mittels des Übersetzungsbegriffs geklärt werden, wie außerrechtliche Fragestellungen rechtlich bearbeitet werden können. Es geht darum, das Verhältnis des Rechts zu seiner Umwelt sowie zu sich selbst zu untersuchen.

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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2023
ISBN-Print
978-3-95832-355-1
ISBN-Online
978-3-7489-4387-7
Verlag
Velbrück Wissenschaft, Weilerswist
Sprache
Deutsch
Seiten
456
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 10
  2. Vorwort Kein Zugriff Seiten 11 - 12
    1. I. Hermeneutiken – Deuten des Rechts Kein Zugriff
    2. II. Forschungsperspektive – interne und externe Beobachtung Kein Zugriff
      1. 1. Das Forschungsfeld ›Recht und Literatur‹ Kein Zugriff
      2. 2. Die Positionierung der Untersuchung Kein Zugriff
    3. IV. Die Forschungsfrage Kein Zugriff
        1. a) Hermeneutiken und ihre Quellen Kein Zugriff
        2. b) Die richtige Methode rechtfertigt die Autorität der Interpretation Kein Zugriff
        3. c) Die Autorität eigenen Deutens Kein Zugriff
            1. (1) Professionalisierung der Rechtsdeutung und Schaffung des Rechtsstaats Kein Zugriff
            2. (2) Savigny: die Anfänge heutiger Rechtshermeneutik im 19. Jahrhundert Kein Zugriff
            3. (3) Rechtspositivismus und Auslegungsschwierigkeiten Kein Zugriff
            4. (4) Die Freirechtsschule am Anfang des 20. Jahrhunderts Kein Zugriff
              1. (a) Larenz’ juristische Methodik Kein Zugriff
              2. (b) Esser und die Thematisierung des rechtshermeneutischen Subjekts Kein Zugriff
                1. (aa) Rhetorische Begründungsmuster der Topik Kein Zugriff
                2. (bb) Juristischer Diskurs als Rechtsherstellungsmechanismus Kein Zugriff
                3. (cc) Fehlende Anschlussfähigkeit nichthermeneutischer Ansätze? Kein Zugriff
          1. bb) Legal (In-)Determinacy und sprachliche Verfasstheit des Rechts Kein Zugriff
            1. (1) Die lexikalisch-grammatische Besonderheit der Rechtssprache Kein Zugriff
            2. (2) Die Leistungsfähigkeit der Rechtssprache Kein Zugriff
          1. bb) Die Rechtssprache, ihr Gegenstand und ihre Sprecher*innen Kein Zugriff
          2. cc) Die zwei Bedeutungen der Dogmatik Kein Zugriff
        1. c) Deutungsgegenstand Gesetz – Bedeutungsproduktion des Rechts durch Hermeneutik Kein Zugriff
      1. 3. Zwischenfazit: Hermeneutiken als Schlüssel zum Tor der Textwelt Kein Zugriff
        1. a) ›Herrschaft‹: eine Bestimmung Kein Zugriff
        2. b) Macht und physische Machtausübung Kein Zugriff
          1. aa) Die Sprache als Verstehensgrundlage für das alter ego Kein Zugriff
          2. bb) Die normativen Praktiken sozialer Konstruktion und deren Beobachtung Kein Zugriff
          3. cc) Die Funktion der Macht bei sozialen Konstitutionsprozessen Kein Zugriff
          4. dd) Implikationen der Sprachmacht für das Recht Kein Zugriff
          5. ee) Herrschaft und Institutionalisierung Kein Zugriff
          6. ff) Die Perspektivenabhängigkeit des beobachtbaren Phänomens ›Macht‹ Kein Zugriff
        3. d) Fazit: Macht und Sprache Kein Zugriff
        1. a) Übersetzen – Translationsprozesse als Eingrenzungsprobleme? Kein Zugriff
        2. b) Das Übersetzen als kreative Tätigkeit Kein Zugriff
        3. c) Zwischenfazit Kein Zugriff
        4. d) Implikationen für das Richten Kein Zugriff
          1. aa) Übersetzung als Integrationsprozess Kein Zugriff
          2. bb) Speziell: das Fachbegriffsproblem Kein Zugriff
        1. a) Das Ob der Rechtsprechung – die funktionelle Rechtfertigung der Rechtsprechung Kein Zugriff
        2. b) Die Mindestanforderung – eine rechtswirksame Entscheidung eines Falls Kein Zugriff
        3. c) Rechtfertigung der Neutralitätspflicht der Gerichte Kein Zugriff
        4. d) Übersetzende und Übersetzungshilfen Kein Zugriff
        1. a) Sachverständige – Übersetzungshilfen für Richter*innen? Kein Zugriff
        2. b) Die Voraussetzungen der Übersetzungshilfe – Sachverständige als Beweismittel Kein Zugriff
        3. c) Mehr als nur Gehilf*innen – die Funktion Sachverständiger im Prozess Kein Zugriff
      1. 3. Richter*innen und ihre Übersetzungshilfen Kein Zugriff
          1. aa) Die Frage nach dem Ob von Fiktionalität Kein Zugriff
          2. bb) Die Wirklichkeitsreferenz in fiktionalen Texten Kein Zugriff
            1. (1) Die Produktionsorientierung – Autor*innenintention als Anknüpfungspunkt Kein Zugriff
            2. (2) Die Textrezeptionsorientierung – Fiktionalität als soziale Praxis Kein Zugriff
            3. (3) Die Textstrukturorientierung und textuelle Fiktionssignale Kein Zugriff
            4. (4) Text-und-Welt-Orientierung – Schiffen in den (Un-)Tiefen mehrerer Welten Kein Zugriff
            5. (5) Fiktionssignale – Hinweisschilder für einen fiktionalen Text Kein Zugriff
          3. dd) Uneinigkeit bei den Fiktionalitätsdefinitionen Kein Zugriff
        1. b) Schlüsselroman und Autofiktion – Genres der Fremd- und Selbstinszenierung Kein Zugriff
        2. c) Autofiktion als Genre von Gegenwartsromanen Kein Zugriff
        1. a) Eine Buchverbreitung als Verletzungserfahrung Kein Zugriff
          1. aa) Der problematische Charakter des grundgesetzlichen Kunstbegriffs Kein Zugriff
          2. bb) Freiheit zur Rücksichtslosigkeit – Selbst- oder Fremdherrlichkeit der Kunst Kein Zugriff
          1. aa) Persönlichkeitsverwirklichung als Teilgehalt der Menschenwürde Kein Zugriff
          2. bb) Schranken des allgemeinen Persönlichkeitsrechts Kein Zugriff
      1. 3. Die abstrakte Gewichtung von Grundrechten Kein Zugriff
      1. 1. Die Abbild-Urbild-Formel in »Mephisto« oder: ein Schlüsselroman wider Willen? Kein Zugriff
      2. 2. Entwicklungen bei Delius gegen Siemens und »Wilsberg und der tote Professor« Kein Zugriff
      3. 3. Fiktionalitätsvermutung und Je-Desto-Formel in »Esra« Kein Zugriff
      4. 4. Fortschreibungen der dogmatischen Figuren Kein Zugriff
      5. 5. Dogmatische Figuren als Baustellen der Dogmatik Kein Zugriff
      1. 1. Die einzelnen Gerichtsverfahren – Quellenkorpus Kein Zugriff
      2. 2. Übersetzung literaturwissenschaftlicher Begriffe ins Recht Kein Zugriff
    1. IV. Einordnung und Zusammenfassung der Analyseergebnisse Kein Zugriff
      1. 1. Das Verhältnis von Übersetzungen und Deutungshoheit Kein Zugriff
      2. 2. Die Lernfähigkeit des Rechtssystems und der Rechtswissenschaften Kein Zugriff
      3. 3. Übersetzungshilfe durch die Literaturwissenschaften Kein Zugriff
      4. 4. Interdisziplinarität? Ja, aber… – Das Problem epistemic trespassing Kein Zugriff
    1. I. Zusammenfassung der Forschungsergebnisse Kein Zugriff
    2. II. Ausblick und Forschungsdesiderate Kein Zugriff
  3. Abkürzungsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 386 - 388
  4. Literatur Kein Zugriff Seiten 389 - 456

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