
Plurale Rechtsverständnisse?
Begriff und Grundlagen des Rechts in den juristischen Teildisziplinen im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert- Herausgeber:innen:
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- Reihe:
- Studien zur europäischen Rechtsgeschichte, Band 332
- Verlag:
- 2025
Zusammenfassung
Ab Ende des 19. Jahrhunderts lässt sich eine verstärkte Ausdifferenzierung der deutschen Rechtswissenschaft beobachten, erkennbar u. a. an Institutsgründungen und neuen Lehrstuhlbezeichnungen, Lehrbüchern und Zeitschriften. Etliche juristische Teildisziplinen entwickelten und emanzipierten sich; auch die etablierten Disziplinen stellten ihr Selbstverständnis auf den Prüfstand. Zur gleichen Zeit sind lebhafte Aktivitäten in den Grundlagenfächern auszumachen. Nicht nur, dass sich Rechtsphilosophie, Rechtstheorie und später auch Rechtssoziologie auseinanderbewegten – überhaupt ist hier eine beeindruckende Meinungspluralität zu erkennen. Dies führt zu der Frage, ob und in welcher Weise sich auch disziplin-intern spezifische Rechtsverständnisse herausbildeten, z. B. in Bezug auf Rechtsnormeigenschaft, Geltungsreichweiten, Normsetzer und Normstruktur. Die Autorinnen und Autoren des Bandes beleuchten Grundlagendebatten der jeweiligen Subdisziplinen und machen damit die Entstehungsbedingungen einer ausdifferenzierten Rechtswissenschaft sichtbar.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2025
- ISBN-Online
- 978-3-465-14548-6
- Verlag
- Klostermann, Frankfurt am Main
- Reihe
- Studien zur europäischen Rechtsgeschichte
- Band
- 332
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 456
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Inhalt Kein Zugriff
- Einleitung: Disziplinentektonik und Grundlagenreflektionen ›um 1900‹ Kein Zugriff Seiten 1 - 60 Peter Collin, Leonard Wolckanhaar
- Rechtsverständnisse in der Rechtstheorie um 1900 Kein Zugriff Seiten 61 - 84 Andreas Funke
- Rechtssoziologie und Normbegriff im privatrechtlichen Methodenstreit Anfang des 20. Jahrhunderts Kein Zugriff Seiten 85 - 106 Doris Schweitzer
- Staatsrechtsverständnisse in der Staatsrechtslehre des 19. Jahrhunderts Kein Zugriff Seiten 107 - 134 Carsten Kremer
- Plurale Rechtsverständnisse? Privatrechtswissenschaft im späten 19. Jahrhundert Kein Zugriff Seiten 135 - 180 Christoph-Eric Mecke
- Ein gefährdeter ›Pionier‹. Disziplin- und Rechtsverständnis der Handelsrechtswissenschaft im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert Kein Zugriff Seiten 181 - 206 Johannes W. Flume
- »wo von Recht ernsthaft die Rede sein soll«. Zum Rechtsbegriff in der Verwaltungsrechtswissenschaft »um 1900« Kein Zugriff Seiten 207 - 336 Leonard Wolckenhaar
- Rechtsverständnis(se) in der Strafrechtswissenschaft um 1900. Am Beispiel von Karl Binding und Max Ernst Mayer Kein Zugriff Seiten 337 - 356 MIlan Kuhli
- Den Hohlraum füllen. Die evangelische Kirchenrechtswissenschaft zwischen Historie und Theologie Kein Zugriff Seiten 357 - 390 Martin Otto
- »Finanz- und Steuerrecht als juristische Disziplin« – Deutungen und Eigenheiten ihres Gegenstandes Kein Zugriff Seiten 391 - 408 Michael Droege
- Rechtsverständnisse des Wirtschaftsrechts Kein Zugriff Seiten 409 - 428 Peter Collin
- »Gewerblicher Rechtsschutz« zwischen praktischer Notwendigkeit und rechtsdogmatischen Zweifeln Kein Zugriff Seiten 429 - 454 Margrit Seckelmann
- Autorinnen und Autoren Kein Zugriff Seiten 455 - 456




