
Der Umgang mit Crack-Konsum in deutschen Städten
- Herausgeber:innen:
- |
- Verlag:
- 2025
Zusammenfassung
Seit Anfang 2000 hat Crack (rauchbares Kokain-Derivat) in Frankfurt a.M., Hannover und Hamburg das pulverförmige Kokain weitgehend verdrängt. Auch in Berlin, Köln und Düsseldorf breitet sich der Konsum im öffentlichen Raum problematisch aus. Gesicherte Statistiken fehlen, doch häufig wird eine rasche Verschlechterung des Gesundheitszustands sowie agitiert-aggressives Verhalten beschrieben, was Beratung erschwert. Zwar führt Crack nicht zwingend zu exzessiven Konsummustern, problematisch ist jedoch der verbreitete polyvalente Gebrauch mehrerer Substanzen. Forschung und Praxis untersuchen, warum Crack zugleich problematisch und für Konsumierende attraktiv ist, wie es die Szene und die Drogenhilfe verändert und welche medikamentösen oder psychosozialen Ansätze mögliche Lösungen bieten.
Mit Beiträgen von Lea Albrecht | Gabi Becker | Michael Harbaum | Susanne Kirbach | Maria Kuban | Astrid Leicht | Florian Meyer | Ingo Ilja Michels | Inge Mick | Manuela Mühlhausen | Thomas Peschel | Nina Pritszens | Martina Saddey | Lukas Sarvari | Dirk Schäffer | Raphael Schubert | Heino Stöver | Christine Tügel | Elke Voitl | Bernd Werse | Frank Woike
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2025
- ISBN-Print
- 978-3-7560-3063-7
- ISBN-Online
- 978-3-7489-5373-9
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Reihe
- Drogenkonsum in Geschichte und Gesellschaft | Drug Use in History and Society
- Band
- 14
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 171
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- 2. Internationale Fachtagung Crackkonsum in den Städten „Herausforderungen für Konsumierende, Kommunen, Drogenhilfe, Medizin/Psychiatrie“, Mittwoch, 20. November 9:00 bis 17:30 Uhr, Frankfurt University of Applied Sciences, Frankfurt am Main
- Heino Stöver, Ingo Ilja Michels Download Kapitel (PDF)
- Besondere Wirkung, besondere Belastungen, besondere Bedarfe
- Anforderungen an die Drogenhilfe
- Literatur
- Inge Mick Download Kapitel (PDF)
- 1. Kokain – Herkunft
- 2. Kokain – Geschichte
- 3. Kokain – Konsumformen
- 4. Kokain – Abhängigkeitspotenzial
- 5. Kokain – Risiken
- 6. Tanz der Botenstoffe
- 7.1 Intoxikation
- 7.2 Entzug
- 7.3 Abhängigkeit
- 7.4 Kokaininduzierte psychotische Störung
- 8.1 Klinischer Bedarf
- 8.2 Forschungsbedarf
- Literatur
- Nina Pritszens, Inge Mick Download Kapitel (PDF)
- Barriere Nummer Eins – fehlender Krankenversicherungsschutz
- Perspektive und Erfahrungen von Crackgebraucher*innen
- Perspektive und Erfahrungen von Psychiater*innen
- 2. Psychiatrische Pflichtversorgung Berlin und niedrigschwellige Zugänge zu Behandlungen
- 3. Aufbau eines niedrigschwelligen ambulanten/aufsuchenden psychiatrischen Behandlungsangebots in Kooperation mit anderen Hilfseinrichtungen
- 4. Something New – PIA Flex
- 5. Berliner Maßnahmen Sicherheitsgipfel – Neue Kooperationschancen für Suchthilfe und Psychiatrie
- 6. Something New: Aufsuchende Sozialarbeit an der Schnittstelle zur psychiatrischen Versorgung und zur Wohnungslosenhilfe
- 7. Neue Erkenntnisse – what we need to know
- 8. Rahmenbedingungen für die Entstehung und den Ausbau tragfähiger Kooperationen
- Bernd Werse, Lukas Sarvari Download Kapitel (PDF)
- Einleitung
- Methodik
- Allgemeine Situation und Konsummuster
- Definitionen und Qualitätswahrnehmungen
- Crack-Konsummuster
- Crack und andere Drogen
- Konsummotive
- Abhängigkeitspotenzial von Crack
- Alternativen zu Crack
- Crack, Frankfurt am Main und das Bahnhofsviertel
- Diskussion
- Literatur
- Florian Meyer Download Kapitel (PDF)
- Die Entwicklung des Crack-Konsums in der Schweiz über die letzten 12 Jahre
- Auswirkungen des zunehmenden Crack-Konsums in der Stadt Zürich
- Schlüssel zur Auflösung offener Szenen und wirksamer medizinischer und sozialarbeiterischer Hilfen – gemeinsame Haltung zwischen Polizei und Schadensminderung
- Drogenkonsumräume müssen die Bedürfnisse der Nutzenden maximal abdecken
- Crack-Konsum und die 4-Säulenstrategie
- Weshalb wird das Züricher Modell in anderen Städten nicht häufiger adaptiert?
- Literatur
- Frank Woike Download Kapitel (PDF)
- 1. Wahl des zu erprobenden Medikaments
- Evaluation
- Offene Punkte und Ausblick
- Literatur
- Fragestellungen des Workshops zum rechtlich-politisch-administrativen Umgang mit Crackkonsum und Vermittlungshemmnisse fehlender Krankenversicherungsschutz – Was brauchen Crackkonsumierende? Wie erreicht man diese Zielgruppe? Seiten 77 - 82 Martina Saddey, Manuela Mühlhausen Download Kapitel (PDF)
- Raphael Schubert Download Kapitel (PDF)
- Zahlen aus den Konsumräumen
- Maßnahmen in Berlin
- AG 1 Rechtlich-administrativer Umgang mit Crackkonsum und Vermittlungshemmnis fehlender Krankenversicherungsschutz – Was brauchen Crackkonsumierende? Wie erreicht man diese Zielgruppe?
- AG2 Prävention – Maßnahmen zur Infektionsprophylaxe und Harm Reduction
- AG 3 Interdisziplinäre Kooperation und Stadtplanung
- AG 4 Psychosoziale Betreuung und medizinische Behandlung
- Conclusio
- Dirk Schäffer, Maria Kuban Download Kapitel (PDF)
- Einleitung
- Verbreitung und regionale Unterschiede
- Folgen des Konsums
- 1. Infektionsprophylaxe
- 2. Ernährung
- 3. Erholungsmöglichkeiten
- 4. Zielgruppenorientierung
- 5. Drogenkonsumräume und Expressrauchräume
- 6. Substitution und Entgiftung
- Astrid Leicht, Heino Stöver, Lea Albrecht, et al. Download Kapitel (PDF)
- Vorbemerkung
- Einleitung
- Selektive und indizierte präventive Maßnahmen
- Orte des Konsums / Drogenkonsumräume (DKR)
- Kommunikation/Kontakt
- Opioid-Substitutionsbehandlung
- Gewaltprävention und Deeskalation
- Tagesstrukturierung
- Crack-Zubereitung
- Harm Reduction, Infektionsprophylaxe und Safer Use
- 2. Psychosoziale Betreuung und medizinische Behandlung
- Erweiterung und Vereinheitlichung rechtlicher Rahmenbedingungen für den Betrieb von Drogenkonsumräumen
- Substanzmonitoring in Drogenkonsumräumen
- Drug Checking im DKR gemäß §10b BtMG
- Gruppenkonsum im DKR
- Der §29 BtMG sollte für diese Aspekte überarbeitet und angepasst werden.
- Entwicklung der Sozialraumarbeit und der innerstädtischen sowie einrichtungs- und städteübergreifenden Vernetzung
- Etablierung einer niedrigschwelligen medizinischen Grundversorgung
- Rechtliche Veränderungen zur Verschreibung bzw. Zugänglichmachung von Kokain
- Typologie der Konsument*innen sowie Bedingungen und Verläufe des Crack-Konsums
- Epidemiologie des Crack-Konsums, Substanzmonitoring und Monitoring lokaler Drogenszenen
- Erprobung von neuen medikamentösen Behandlungsansätzen
- Identifikation von wirksamen psychosozialen Behandlungsansätzen und deren Erprobung
- Harm Reduction
- Prävention des Crack-Konsums
- Verbesserung kommunaler Vernetzungen in der Eingliederungshilfe und bei Rehabilitationsmaßnahmen
- Implementierung sozialpsychiatrischer Hilfen und medizinischer Akutversorgung
- Gemeinwesenarbeit und Entstigmatisierungskampagnen
- Medienwirksame Öffentlichkeitsarbeit
- Entstigmatisierung in und durch Sprache
- Literatur
- Christine Tügel, Susanne Kirbach Download Kapitel (PDF)
- Die Ausgangslage in den 1990er/Anfang der 2000er Jahre in der Hamburger Hauptbahnhofregion
- Einführung spezieller Angebote aufgrund der Zunahme des Crack-Konsums in der Hauptbahnhofregion
- Die aktuellen Konsummuster in der offenen Drogenszene
- Verschlechterung der psychosozialen und gesundheitlichen Lebenslagen
- Einleitung von ordnungs- und sozialpolitischen Maßnahmen aufgrund erhöhter Sichtbarkeit im öffentlichen Raum
- Ausblick
- Literatur
- Thomas Peschel Download Kapitel (PDF)
- Welche psychosozialen/psychotherapeutischen Interventionen gibt es?
- Welche Pharmakologische Ansätze gibt es?
- Was ist mit Mavoglurant?
- Zusammenfassung
- Was bräuchte es in einer idealen Welt, um die multiplen Probleme anzugehen?
- Literatur




