
Ungleiche Verhältnisse
Bildungsgeschichten als literarische Soziologie- Autor:innen:
- Verlag:
- 2025
Zusammenfassung
Eine Studie zur literarischen Geschichte eines hochaktuellen Themas: wie Bildung sozialen Aufstieg (un)möglich macht Derzeit haben Erzählungen Konjunktur, die Berichte von sozialem Aufstieg durch Bildung mit soziologischen Perspektiven auf das eigene Herkunftsmilieu verbinden. Öffentliche Aufmerksamkeit erregen jedoch auch solche Texte, die der Angst vor mangelnder sozialer Integration trotz erfolgreicher Bildung eine literarische Form geben. Diese Veröffentlichungen sind häufig von so genannten Klassenübergängern verfasst. Sie changieren zwischen Autobiographie, literarischem Text und Gesellschaftsanalyse oder verbinden diese verschiedenen Genres zu einem eigenen Textformat, das von Sozial- und Literaturwissenschaften unter dem Begriff der Autosoziobiographie diskutiert wird: Individuelle Bildungsgeschichten treten dabei als soziologische Gegenwartsdiagnosen in Erscheinung. Eva Blome erkundet Präfigurationen solcher Schreibweisen in literarischen Texten des 18. und 19. Jahrhunderts, wie zum Beispiel bei Karl Philipp Moritz und Adalbert Stifter, und setzt sie zu aktuellen Formen literarischer Soziologie in Beziehung. Jenseits des Bildungsromans wird so eine »andere« Literaturgeschichte konturiert: eine Literaturgeschichtsschreibung der sozialen (Nicht-)Mobilität.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2025
- ISBN-Print
- 978-3-8353-5700-6
- ISBN-Online
- 978-3-8353-8706-5
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 410
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten i - x
- Der ›ganze Mensch‹ und die ›geteilte Gesellschaft‹: Soziale Dynamiken von Bildung um 1800 Kein Zugriff
- Literarische Soziologie Kein Zugriff
- Zum Aufbau der Studie Kein Zugriff
- »Man hat bey meiner Wiege weder von Ahnen noch von Reichthümern gesungen«: Anna Louisa Karschs literarische Selbstzeugnisse Kein Zugriff
- »Also schik ich mich in keine claße recht«: Soziale Ortlosigkeit in der Autobiographie und der Autobiograph als Proletarier (Jung-Stilling, Bräker, Seume) Kein Zugriff
- Der Zufall der Geburt Kein Zugriff
- Anton Reisers ›Laufbahn‹ und die ›zerstückte‹ Ordnung des Romans Kein Zugriff
- Theater der Eigenschaftslosigkeit Kein Zugriff
- (Nicht-)Bildungen: biologisch, biographisch, ästhetisch Kein Zugriff
- Soziale Ungleichheit Kein Zugriff
- Klassifizierung um 1800: Von der Naturkunde zur Gesellschaftsbeschreibung Kein Zugriff
- Sich an der Ordnung der Natur bilden Kein Zugriff
- Naturalien, Bücher und Bildungswege bei Goethe: Wilhelm Meister und die »Bekenntnisse einer schönen Seele« Kein Zugriff
- ›Das Neue A. B. C. Buch‹ (Moritz) Kein Zugriff
- Differenz und Zugehörigkeit (Keller) Kein Zugriff
- Zum poetischen Überschuss der Klassifikation (Stifter) Kein Zugriff
- Der Hauslehrer als literarische Sozialfigur: J. M. R. Lenz’ ›Der Hofmeister‹ Kein Zugriff
- Der Hofmeister tritt (nicht) auf Kein Zugriff
- Disput der Ungleichheit: Der Hofmeister als freier Sklave Kein Zugriff
- Fatale Liebschaft Kein Zugriff
- ›Der Hofmeister‹ – ein Bildungsdrama Kein Zugriff
- Selbstkastration – Bildungsverweigerung: vom Hofmeister zum Bauern Kein Zugriff
- Zur Unmöglichkeit von ›transclasse‹-Bildungsprojektenin Lenz’ Komödienfragment ›Die Kleinen‹ Kein Zugriff
- Der Hauslehrer im soziologischen Roman: Stendhals ›Le Rouge et le Noir‹ Kein Zugriff
- Der Hauslehrer als ›heimliche‹ Zentralfigur des Bildungsromans: Stifters ›Der Nachsommer‹ Kein Zugriff
- ›Der alte Hofmeister‹ –eine Novelle als ›andere‹ Vorgeschichte zum ›Nachsommer‹ Kein Zugriff
- Autonomie vs. Sozialpolitik (Stifter) Kein Zugriff
- ›Der Waldbrunnen‹: Bildung und Selbstbildung im Zeichen der Poesie Kein Zugriff
- Zwischen Alp und Alphabetisierung: Johanna Spyris Heidi als soziale Grenzgängerin Kein Zugriff
- Zwischen Bildungsexpansion und Neuer Subjektivität Kein Zugriff
- Liebesgeschichte und Klassenerzählung Kein Zugriff
- Jenseits der Retrospektion: Die Gegenwart der Desintegration Kein Zugriff
- Metamorphose und Komplexion: Poetik des Klassenübergangs Kein Zugriff
- Sozialverhältnisse als Generationenverhältnisse erzählen (Eribon, Ernaux, Stanišić) Kein Zugriff
- Zur Problematik autosoziobiographischer Repräsentation Kein Zugriff
- Auf dem Weg zu einer ›transclasse‹-communio: Intertextualität und Kollektivierungsprozesse Kein Zugriff
- Zuhören und Zugehörigkeit: Bildungs- und Herkunftsgeschichten im (postmigrantischen) Gegenwartsroman Kein Zugriff
- Strategien der Artikulation von Nicht-Zugehörigkeit: Deniz Ohdes ›Streulicht‹ Kein Zugriff
- Perspektivierung und Adressierung: Dilek Güngörs ›Vater und ich‹ Kein Zugriff
- Bildungsgeschichten um 1800 im Licht der Gegenwartsliteratur – und ›vice versa‹ Kein Zugriff
- Gattungspoetologie – Politiken der Form Kein Zugriff
- Bildungspoesie Kein Zugriff
- Literatur Kein Zugriff Seiten 369 - 406
- Personenregister Kein Zugriff Seiten 407 - 410




