
Intentionalität und Bewusstsein in der frühen Neuzeit
Die Philosophie des Geistes von René Descartes und Gottfried Wilhelm Leibniz- Autor:innen:
- Reihe:
- Philosophische Abhandlungen, Band 111
- Verlag:
- 2017
Zusammenfassung
Wie ist es zu erklären, dass wir uns vermittels geistiger Akte auf Gegenstände beziehen können? Und wodurch sind uns geistige Akte bewusst? René Descartes und Gottfried Wilhelm Leibniz geben faszinierende Antworten auf diese beiden zentralen Fragen der Philosophie des Geistes. In dieser Studie werden die Konzeptionen beider Autoren im Detail analysiert, miteinander verglichen und mit heutigen Positionen in Beziehung gesetzt. Die Analysen zeigen, dass Descartes eine deflationäre Konzeption des Bewusstseins (conscientia) vertritt. Bewusstsein ist „nur“ ein Aspekt der Intentionalität, die das wesentliche Merkmal des cartesischen Geists ausmacht. Die Analysen zu Leibniz weisen nach, dass er im Vergleich zu Descartes eine weitaus komplexere und anspruchsvollere Konzeption des Geistes vertritt, die aus heutiger Sicht anschlussfähiger erscheint. Die herausragenden Merkmale seiner Position sind die strukturelle Auffassung der Intentionalität und die Unterscheidung zwischen zwei Formen von Bewusstsein (apperception und conscientia), die dem phänomenalen Bewusstsein und dem reflexiven Selbstbewusstsein entsprechen. Im Unterschied zu Descartes weist Leibniz auch nicht-rationalen Tieren Bewusstsein in Form der Apperzeption zu. Conscientia bleibt dagegen den rationalen Substanzen vorbehalten.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2017
- ISBN-Print
- 978-3-465-03950-1
- ISBN-Online
- 978-3-465-13950-8
- Verlag
- Klostermann, Frankfurt am Main
- Reihe
- Philosophische Abhandlungen
- Band
- 111
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 470
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 14
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 15 - 50
- 1. Vorbemerkungen und Überblick Kein Zugriff Seiten 53 - 56
- 2. Descartes' Ontologie der Substanzen Kein Zugriff Seiten 57 - 82
- 3. Das essentielle Merkmal von Denkakten Kein Zugriff Seiten 83 - 104
- 4. Descartes' Theorie der Intentionalität Kein Zugriff Seiten 105 - 144
- 5. "Conscientia" bei Descartes: Vorbemerkungen Kein Zugriff Seiten 145 - 158
- 6. "Conscientia" bei Descartes: Die deflationäre Interpretation Kein Zugriff Seiten 159 - 188
- 7. Konklusion Kein Zugriff Seiten 189 - 196
- 1. Vorbemerkungen und Überblick Kein Zugriff Seiten 199 - 202
- 2. Leibniz' Ontologie der Monaden Kein Zugriff Seiten 203 - 216
- 3. Leibniz' Begriff der Repräsentation Kein Zugriff Seiten 217 - 236
- 4. Monadische Repräsentation: Intentionalität Kein Zugriff Seiten 237 - 250
- 5. Leibniz' Theorie der Intentionalität I: Die Repräsentationsleistung von Perzeptionen Kein Zugriff Seiten 251 - 268
- 6. Leibniz' Theorie der Intentionalität II: Die Repräsentationsleistung von Wahrnehmungen und Gedanken Kein Zugriff Seiten 269 - 310
- 7. Leibniz' Theorie der Intentionalität III: Gedanken und ihr Verhältnis zu Reflexionen und sinnlichen Akten Kein Zugriff Seiten 311 - 334
- 8. Leibniz' Theorie der Apperzeption I: Kritik an der Reflexionsinterpretation Kein Zugriff Seiten 335 - 362
- 9. Leibniz' Theorie der Apperzeption II: Die Aufmerksamkeitsinterpretation Kein Zugriff Seiten 363 - 406
- 10. "Conscientia" bei Leibniz Kein Zugriff Seiten 407 - 422
- Schluss: Descartes' und Leibniz' Philosophie des Geistes und darüber hinaus Kein Zugriff Seiten 423 - 442
- Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 443 - 456
- Sachregister Kein Zugriff Seiten 457 - 466
- Personenregister Kein Zugriff Seiten 467 - 470




