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Monographie Kein Zugriff

Konstruktionen »verworfener« Subjekte

Eine ethnografisch-diskursanalytische Untersuchung am Beispiel von Drogenabhängigen ohne deutschen Pass
Autor:innen:
Verlag:
 2014

Zusammenfassung

Drogenabhängige ohne deutschen Pass sind auch dann, wenn sie in Deutschland aufgewachsen sind, von aufenthaltsrechtlichen Problemen betroffen und gehören deshalb zu den verletzlichsten Bevölkerungsgruppen. Gleichwohl bleiben sie aus dem psychosozialen Fachdiskurs weitgehend ausgeblendet.

Hier setzt die vorliegende Untersuchung an, die ethnografische und diskursanalytische Zugänge kombiniert. Grundlage der Studie ist die teilnehmende Beobachtung der psychosozialen Praxis einer Langzeittherapieeinrichtung für drogenabhängige »Migranten«. Die komplexen rechtlichen und gesellschaftlichen Ausschlüsse, die Räume der »Verworfenheit« bilden, werden ebenso analysiert wie die Selbstkonstruktionen der Betroffenen, die sich in diesen diskursiven Räumen bewegen (müssen).


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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2014
ISBN-Print
978-3-8379-2348-3
ISBN-Online
978-3-8379-6621-3
Verlag
Psychosozial-Verlag, Gießen
Reihe
Forschung Psychosozial
Sprache
Deutsch
Seiten
623
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 14
  2. Geleitwort Kein Zugriff Seiten 15 - 18
  3. Einleitung - »Die sind schon fast alle tot oder abgeschoben« Kein Zugriff Seiten 19 - 28
    1. 1.1 Die deutschsprachige Fachdiskussion: Von der Nichtthematisierung zur Interkulturalität Kein Zugriff
    2. 1.2 Empirische Untersuchungen – internationaler Forschungsstand Kein Zugriff
    3. 1.3 Essenzialisierung und Kulturalisierung: Kritik am Interkulturalitätsansatz Kein Zugriff
    4. 1.4 Diskurse und lokale Praktiken: Alternative Zugänge Kein Zugriff
      1. 2.1.1 Diskurs, Macht, Subjekt(ivierung) Kein Zugriff
      2. 2.1.2 Reflektierte Subjektivität: Forschen als »weiße Deutsche« Kein Zugriff
      3. 2.1.3 Foucaults Analytik der (Bio-)Macht und das Recht Kein Zugriff
        1. 2.2.1.1 Teilnehmende Beobachtung Kein Zugriff
        2. 2.2.1.2 Experteninterviews Kein Zugriff
        3. 2.2.1.3 Selbstkonstruktionen: Narrativ-biografische Interviews Kein Zugriff
        1. 2.2.2.1 Logik der Regulation: Gesetzestexte und ihre Kommentare gegen den Strich lesen Kein Zugriff
        2. 2.2.2.2 Genealogie: Bio-Macht als Raster historischer Entzifferung Kein Zugriff
      1. 2.2.3 Zur Verknüpfung von Ethnografie und Diskursanalyse: Analytische Ebenen zur Untersuchung »diskursiver Praktiken« Kein Zugriff
      1. 3.1 Zur Konstituierung des Forschungsfeldes Kein Zugriff
        1. 3.2.1 Anfänge: Ein Selbsthilfeprojekt für drogenabhängige Immigranten aus der Türkei Kein Zugriff
        2. 3.2.2 Professionalisierung: Von der Therapeutischen Gemeinschaft zur Sozialtherapieeinrichtung Kein Zugriff
        1. 3.3.1 Die Aufnahme Kein Zugriff
        2. 3.3.2 Die Probezeit Kein Zugriff
        3. 3.3.3 Der Tag und die Woche Kein Zugriff
        4. 3.3.4 Die Stufen Kein Zugriff
        5. 3.3.5 Die Regeln Kein Zugriff
        6. 3.3.6 Die Sitzungen Kein Zugriff
        7. 3.3.7 Die Entlassung Kein Zugriff
        1. 3.4.1 Die Adressaten: Statistische Daten – und ihre Hintergründe Kein Zugriff
        2. 3.4.2 Die Institution: Nur geduldet? Kein Zugriff
        3. 3.5 »Interkulturalität« – aber bitte ohne Geduldete? Kein Zugriff
      1. 4.1 Strukturelemente der psychosozialen Arbeit mit drogenabhängigen »Migranten« Kein Zugriff
        1. 4.2.1 Die Ausweisung als Hürde für einen erfolgreichen Therapieverlauf Kein Zugriff
        2. 4.2.2 »Nicht-Wahrhaben-Wollen« der Ausweisung Kein Zugriff
        3. 4.2.3 »Völliges Beherrschtsein« von der Ausweisung Kein Zugriff
        4. 4.2.4 Die drohende Abschiebung als zusätzlich motivierendes Druckmittel? Kein Zugriff
        1. 4.3.1 »Ich kann nicht immer Mutter Teresa sein«: Artikulationen »objektiver Überforderung« Kein Zugriff
        2. 4.3.2 »Ich wünsche mir eine Suchthilfe, die zwischen Deutschen und Migranten gar nicht unterscheidet«: Veränderung der Rahmenbedingungen statt hilfloser Einzelfallarbeit Kein Zugriff
        3. 4.3.3 »Die Abschiebung [ist] ja nicht einfach so aus dem Boden gekommen«: Verarbeitungsstrategien Kein Zugriff
        1. 4.4.1 Produktive Irritationen: Strukturreduktionismus und das Drama der Emigration Kein Zugriff
        2. 4.4.2 Zur diskursiven Positioniertheit als weiße ,deutsche Psychologin und Forscherin Kein Zugriff
      2. 4.5 Zusammenfassung Kein Zugriff
          1. 5.1.1.1 Eröffnungssequenz: Der abgeschobene und verstorbene Vater Kein Zugriff
          2. 5.1.1.2 Kindheit, Schule, familiäre Situation: Es gab immer ordentlich Schwierigkeiten Kein Zugriff
          3. 5.1.1.3 Erster Cannabiskonsum, Probieren von Heroin und der erste Gefängnisaufenthalt Kein Zugriff
          4. 5.1.1.4 Crack-Abhängigkeit: Eine Tasche, die zur »Verdammnis« wird Kein Zugriff
          1. 5.1.2.1 Eingangssequenz: Positioniertheit als weiße Deutsche Kein Zugriff
          2. 5.1.2.2 »Türkische Herkunft«: Fragen – und Antworten Kein Zugriff
          1. 5.1.3.1 Verlauf des Erzählflusses Kein Zugriff
          2. 5.1.3.2 Inhaltlicher und formaler Aufbau der Narration Kein Zugriff
          3. 5.1.3.3 »Und auf einmal war da’n deutscher Mann«: Das Hamlet-Motiv Kein Zugriff
          1. 5.1.4.1 Substanzabhängigkeit: Nicht Heroinjunkie, sondern »Kokser« sein Kein Zugriff
          2. 5.1.4.2 Männlichkeitskonstruktionen: Sprechen über Familie, Väter, Geld und Gewalt Kein Zugriff
          3. 5.1.4.3 Türkische Herkunft: Nicht so sein wie die anderen Klienten der Einrichtung Kein Zugriff
          1. 5.2.1.1 Eröffnungssequenz: »Vom Gefühl her so fremd« Kein Zugriff
          2. 5.2.1.2 Kindheit, Schule, Freundschaft und die erste Liebesbeziehung Kein Zugriff
          3. 5.2.1.3 Der erste, unwissentliche Heroinkonsum aus Liebeskummer Kein Zugriff
          4. 5.2.1.4 Schwierige Frauenbeziehungen, die enttäuschte Suche nach Brüderlichkeit und die Unklarheit der eigenen Zugehörigkeit Kein Zugriff
          1. 5.2.2.1 Anfangspassage:»Ich weiß nicht, was man daraus Folge ziehen kann« Kein Zugriff
          2. 5.2.2.2 Stockendes Erzählen und Versuche, die Erzählung in Gang zu bringen Kein Zugriff
          3. 5.2.2.3 Diskurspositionsabhängige Selbstbezeichnung als »türkisch« bzw. »kurdisch« und die Schwierigkeit, Rassismuserfahrungen zu artikulieren Kein Zugriff
          1. 5.2.3.1 Erzählfluss: Serielle Aufzählung lebensgeschichtlicher Ereignisse und Elaboration bedeutsamer Themen Kein Zugriff
          2. 5.2.3.2 Die Kernnarration und ihr inhaltlicher und formaler Aufbau Kein Zugriff
          3. 5.2.3.3 Das Arabesk-Motiv: Fremdheit, Liebesschmerz, der Glaube an die »heile Welt« und das Gefallen-Haben am Leiden Kein Zugriff
          1. 5.2.4.1 Substanzabhängigkeit: »Ich kannte nur Spritze, is tödlich« Kein Zugriff
          2. 5.2.4.2 Männlichkeitskonstruktionen: Frauen- und Vatergeschichten und die Suche nach Brüderlichkeit Kein Zugriff
          3. 5.2.4.3 »Kurdisch-alevitischer Ursprung«: Nicht-ethnisierende Konstruktionen Kein Zugriff
      1. 5.3 Zusammenfassung Kein Zugriff
      1. 6.1 Der Alltag: Disziplinar- und Selbsttechnologien Kein Zugriff
      2. 6.2 Die Sitzungen: Konfrontation mit sich selbst Kein Zugriff
      3. 6.3 Psy-Diskurse oder: Wie die Klienten zur Selbsterkenntnis geführt werden Kein Zugriff
      4. 6.4 Biografische Narrationen, Selbsterkenntnis und die Bezogenheit auf den »Anderen« Kein Zugriff
      5. 6.5 Therapie statt Strafe: »Härter als Knast« Kein Zugriff
      6. 6.6 Disziplinar- und Pastoralmacht: Technologien zur Hervorbringung »drogen-« und »straffreier« Subjekte Kein Zugriff
      7. 6.7 Ausblick: Im »Außen« des Kerkernetzes Kein Zugriff
        1. 7.1.1 Diskursverschiebungen: Von der Strafe zur Therapie Kein Zugriff
        2. 7.1.2 Zur Konstruktion des primär betäubungsmittelabhängigen BtM-Straftäters auf der Folie des »gewissenlosengewinnsüchtigen Dealers« Kein Zugriff
        1. 7.2.1 Der Diskurs der Inklusion Kein Zugriff
        2. 7.2.2 Der Diskurs des Ausschlusses Kein Zugriff
        1. 7.3.1 Der sozialrechtliche Diskurs der Inklusion Kein Zugriff
        2. 7.3.2 Ausschlüsse von Betäubungsmittelabhängigen ohne deutschen Pass Kein Zugriff
      1. 7.4 Das Nichtgesagte des Inklusionsdiskurses Kein Zugriff
          1. 8.1.1.1 Gesetz über den Verkehr mit Betäubungsmitteln (BtMG) Kein Zugriff
          2. 8.1.1.2 Gesetz über den Aufenthalt, die Erwerbstätigkeit und die Integration von Ausländern im Bundesgebiet (Aufenthaltsgesetz) Kein Zugriff
        1. 8.1.2 Freiheitsstrafe zum Schutze der »Volksgesundheit« (BtMG) Kein Zugriff
        2. 8.1.3 Ausweisung wegen Beeinträchtigung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung (AufenthG) Kein Zugriff
      1. 8.2 Überschneidungen: Ausweisungwegen unerlaubten BtM-Umgangs Kein Zugriff
      2. 8.3 Gegen den Strich gelesen: Ausländer als Gefährdung der deutschen Volksgesundheit Kein Zugriff
        1. 9.1.1 »Schutz der unzivilisierten Rassen«: Anfänge der internationalen Kontrolle des Betäubungsmittelverkehrs Kein Zugriff
        2. 9.1.2 Bekämpfung der »Suchten als solche«: Von den Kaiserlichen Verordnungen zum OpiumG 1929 Kein Zugriff
        1. 9.2.1 Alkohol, Degeneration und Keimschädigung im Kaiserreich Kein Zugriff
        2. 9.2.2 »Trunksucht«: Vom Laster zur (Erb‑)Krankheit und von der Behandlung zur Prävention Kein Zugriff
        3. 9.2.3 Vom »kultivierten« Morphiumsüchtigen zum »degenerierten« Rauschgiftsüchtigen Kein Zugriff
        4. 9.2.4 »Echte Süchtige« und »Rauschgiftsucht« als ein »für die Gesellschaft gefährlicher Zustand« Kein Zugriff
      1. 9.3 Zusammenfassung: Abwehr der »Degenerationsgefahren« Kein Zugriff
        1. 10.1.1 Die Ausweisung – von einer Strafmaßnahme zu einem bevölkerungspolitischen Instrument Kein Zugriff
        2. 10.1.2 Abwehr von jüdischen Pogromflüchtlingen und »Polonisierungsgefahren« Kein Zugriff
        3. 10.1.3 Das preußische System der »reglementierten Arbeitskraftzufuhr« Kein Zugriff
        1. 10.2.1 Abwehr der »slavisch-semitischen Bevölkerung«: Die Debatte um die Reform des Reichs- und Staatsangehörigkeitsgesetzes von 1870 Kein Zugriff
        2. 10.2.2 Das RuStAG 1913: Verfestigung des exklusiven ius sanguinis Kein Zugriff
        1. 10.3.1 Förderung der Volkskraft: (Zwangs-)Arbeit, (Rassen-)Hygiene und koloniale Diskurse Kein Zugriff
        2. 10.3.2 Einwanderung und Einbürgerung: Die »Volksnation« und das Primat der »Deutschstämmigkeit« Kein Zugriff
        3. 10.3.3 Gesundheit und Bevölkerung: Die preußische Ausländerpolizeiverordnung von 1932 Kein Zugriff
      1. 10.4 Zusammenfassung: Abwehr »unerwünschter« Bevölkerungselemente Kein Zugriff
        1. 11.1.1 Disziplinierung und Regulierung der Bevölkerung Kein Zugriff
        2. 11.1.2 Abwehr innerer und äußerer »Gefahren« für die Bevölkerung Kein Zugriff
        3. 11.1.3 Degeneration, Hygiene, Vererbung, Rasse: Die »Thematik des Bluts« Kein Zugriff
        1. 11.2.1 Die »Thematik des Bluts« in den Gesetzen nach 1945 Kein Zugriff
        2. 11.2.2 Zäsursetzungen und die »Thematik des Bluts«: Der Diskurs um den Diskurs der »Rasse« Kein Zugriff
        1. 11.3.1 »Ausländer« als Verführer und »Dealer«: Die Boulevardpresse 1957 bis 1987 Kein Zugriff
        2. 11.3.2 Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (1978) – ein Bestseller Kein Zugriff
        3. 11.3.3 Kollektivsymbolik: Die ikonische Ebene der diskursiven Gefährlichkeitskonstruktionen Kein Zugriff
      1. 12.1 Verschärfungen: »Nach der Therapie wird er aber sofort abgeschoben« Kein Zugriff
        1. 12.2.1 Logik der Regulation: Präventive Gefahrenabwehr Kein Zugriff
        2. 12.2.2 Genealogie: Zur »Kolonisierung« des Rechts durch die (Bio‑)Macht Kein Zugriff
        1. 12.3.1 Zäsursetzungen und die liberale Gouvernementalität Kein Zugriff
        2. 12.3.2 Taktische Einsätze: Der Diskurs des »Rechtsstaats« Kein Zugriff
        1. 13.1.1 »Das Schlimmste, das ich je gesehen habe«: Angst vor Abschiebung und Tod Kein Zugriff
        2. 13.1.2 Lebende Leichname: Heimsuchungen durch das Verworfene Kein Zugriff
        1. 13.2.1 Horror, Hass und Ekel: Gefürchtete Identifizierungen Kein Zugriff
        2. 13.2.2 Ikonografien der Verworfenheit: Wir Kinder vom Bahnhof Zoo Kein Zugriff
        3. 13.2.3 »Ungehöriges Eindringen« und die »Thematik des Bluts« Kein Zugriff
        4. 13.2.4 Fazit: Ein nicht-essenzialisierender Zugang zur Verworfenheit Kein Zugriff
      1. 13.3 Von der »Verwerfung« zum »gefährdeten Leben« Kein Zugriff
    1. 14. Zusammenfassung und Ausblick Kein Zugriff Seiten 581 - 594
  4. Literatur Kein Zugriff Seiten 595 - 623

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