Volksgerichtsverfahren zur Aufklärung von NS Euthanasieprogrammen
Eine Untersuchung der verfahrensrechtlichen Grundlagen mit Fokus auf dem Tatkomplex Hartheim- Herausgeber:innen:
- Verlag:
- 2024
Zusammenfassung
Der Sammelbegriff "Euthanasieprozesse" umfasst in erster Linie die justizielle Auseinandersetzung mit NS Euthanasie-Programmen im Rahmen der österreichischen Volksgerichtsbarkeit zwischen 1945 und 1955. Aus historischer Sicht sind die damaligen Verfahren gut dokumentiert: Es sind zahlreiche Vernehmungsprotokolle und Schriftstücke zu unterschiedliche Verfahrensschritten und Entscheidungen erhalten. Diese belegen, dass die volksgerichtlichen Verfahren zunächst ambitioniert aufgenommen wurden. In Anbetracht dessen, dass es insbesondere in der Tötungsanstalt Hartheim bei Linz zur systematischen Ermordung von tausenden untergebrachten Menschen gekommen ist, haben die Prozesse schlussendlich aber zu wenigen Verurteilungen geführt. Dieser Umstand wurde von Historiker*innen bereits eingehend analysiert und interpretiert. Vor allem die kontinuierliche Arbeit der Zentralen Forschungsstelle Nachkriegsjustiz ist diesbezüglich zu erwähnen. Zu der bisherigen Beschäftigung mit der justiziellen Aufarbeitung der NS Euthanasie-Programme in Österreich, soll das vorliegende Buch eine eingehende juristische Untersuchung der prozessrechtlichen Grundlagen der Volksgerichtsverfahren hinzufügen. Es handelt sich dabei um die gesammelten Ergebnisse eines mehrjährigen Projekts, das im Rahmen des Forschungsschwerpunktes Procedural Justice an der Johannes Kepler Universität Linz durchgeführt wurde. Beginnend im Sommersemester 2021 untersuchten sechs Nachwuchswissenschaftler*innen die prozessuale Rechtsgrundlage mit Bezug zu konkreten Ermittlungs- und Hauptverfahren, die sich in den dokumentierten Gerichtsakten darstellten. Der Fokus lag auf jenen Volksgerichtsverfahren, die den Tatkomplex rund um die Heil- und Pflegeanstalt Hartheim und die Klinik Niedernhart zum Gegenstand hatten.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2024
- ISBN-Print
- 978-3-7097-0359-5
- ISBN-Online
- 978-3-7097-9737-2
- Verlag
- Jan Sramek Verlag, Wien
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 346
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten I - 2
- NS Euthanasieprogramme als Endpunkt eines präventiven Konsequenzialismus Kein Zugriff Seiten 3 - 16 Siegmar Lengauer
- Die Rolle des Zeugen im volksgerichtlichen Verfahren am Beispiel der Hartheim-Prozesse Kein Zugriff Seiten 17 - 64 Sandra Ploberger
- Die Abschlussentscheidung der Staatsanwaltschaft im volksgerichtlichen Vorverfahren – Mit Blick auf die Hartheim-Prozesse Kein Zugriff Seiten 65 - 116 Irene Roiß
- Der Aufgabenbereich des Untersuchungsrichters in der österreichischen Volksgerichtsbarkeit Kein Zugriff Seiten 117 - 162 Simone Coser
- Der Befehlsnotstand – Eine Untersuchung anhand von Volksgerichts-Prozessen Kein Zugriff Seiten 163 - 240 Johannes Dietrich
- Volksgerichtsbarkeit als Sonderform der Laiengerichtsbarkeit Kein Zugriff Seiten 241 - 282 Melanie Prammer
- Das Gnadenverfahren – Ein »Rechtsmittel« als Auswe gder Todesstrafe bei Verfahren vor dem Volksgericht in den Jahren 1945 bis 1955 Kein Zugriff Seiten 283 - 332 Fabian Eigner
- Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 333 - 340
- Aktenverzeichnis Kein Zugriff Seiten 341 - 342
- Stichwortverzeichnis Kein Zugriff Seiten 343 - 346





