"Ein Kind des Verkehrs"?
Über die allmähliche Verfertigung des Rechts am Beispiel der Sicherungsübereignung um 1900- Authors:
- Publisher:
- 2024
Summary
"Transfer of ownership by way of security is not in the law, but is permissible" - this is a common statement in teaching. Nonetheless, in all political upheavals, methodological theories have referred to the transfer of ownership by way of security as an example of an extra-legal creation of rights. While in the Weimar era it was economic hardship that caused contemporaries to quarrel, with the National Socialists it was "secrecy" - closely linked to criticism of the BGB drafters, who had developed a legislative technique that was simply incompatible with the idea of a "Führer will". Even after the Second World War, various authors such as Franz Wieacker, Karl Larenz, Claus-Wilhelm Canaris and Bernd Rüthers discussed the relationship between legal development and statutory law using the example of chattel mortgages. When the German Civil Code came into force in 1900, doubts about the legitimacy of chattel mortgages led to a discussion of methods that has remained fundamental to the self-understanding of civil law scholarship to this day.
Keywords
Search publication
Bibliographic data
- Copyright year
- 2024
- ISBN-Print
- 978-3-7560-1446-0
- ISBN-Online
- 978-3-7489-1983-4
- Publisher
- Nomos, Baden-Baden
- Language
- German
- Pages
- 338
- Product type
- Book Titles
Table of contents
- Titelei/Inhaltsverzeichnis No access Pages 1 - 12
- 1. Die „Nichtregelung“ der Sicherungsübereignung vor dem Hintergrund des Gesetzgebungsstils des BGB No access
- 2. Der Diskurs um die Sicherungsübereignung: Wandel in Gesetzgebungsverständnis und Gesetzgebungsstil? No access
- 1. Gesetzespositivismus versus Rechtspositivismus No access
- 2. Gesetzgebung zwischen den Polen von Gewohnheitsrecht und Detailvorschriften No access
- 1. Wie hätten die BGB-Verfasser um 1900 ihr Selbstverständnis umschrieben? No access
- 2. Erwartungen, die andere Akteure an die Gesetzgebung herantragen No access
- IV. Begriffe: Sicherungsübereignung, Faustpfand, Mobiliarhypothek No access
- V. Gang der Untersuchung No access
- I. Die Sicherungsübereignung als Produkt judikativer Rechtserzeugung vor 1900 No access
- II. Der Streit über die Zulassung des „constitutum possessorium“ No access
- III. Schlagabtausch über einen „gesunden“ (deutschen) und einen „ungesunden“ (römischen) „Credit“ No access
- IV. Soziales römisches versus unsoziales deutsches Recht? No access
- V. Praxisferne der BGB-Verfasser? Ihre Argumente zugunsten der Sicherungsübereignung sprechen für das Gegenteil No access
- VI. Eine methodologische Frage: Kann es sein, dass Dogmatik Geschichte hat? No access
- VII. Zwischenfazit No access
- 1. Ausblendung der BGB-Materialien No access
- 2. Historische versus „gegenwartsbezogene“ Auslegung des Gesetzes No access
- IX. Die Sicherungsübereignung als Produkt judikativer Rechtserzeugung nach 1900: Claus-Wilhelm Canaris No access
- X. Differenz zwischen Pfandrecht und Sicherungsübereignung aus Sicht der BGB-Verfasser No access
- XI. Das Argument des § 216 Abs. 2 BGB und die Erwartung, der Gesetzgeber müsse jedes erdenkliche Problem regeln No access
- XII. Der Anfang vom Ende der Legende von der richterlichen Rechtsfortbildung nach 1900 No access
- XIII. Der Standpunkt heute No access
- 1. Der ambivalente Gesetzgeber und die Verfestigung der Sicherungsübereignung – ein Schlüssel zum Verständnis? No access
- 2. Fazit: Das Publizitätsprinzip und die Selbstbeschränkung des Gesetzgebers als Regelungsprinzip No access
- 1. Die Sondersituation im Vierpersonenverhältnis als Spezialproblem der Sicherungsübereignung? No access
- 2. Fazit: Besonderheiten des Verkehrsschutzes – kein erhöhtes Risiko durch Sicherungszweck No access
- 3. Sonderformen des Eigentumsvorbehalts – eine Folge der Sicherungsübereignung? No access
- 4. Fazit: Gesetzliche Regelung und Klauselpraxis – Rechtfertigungssystematik des Eigentumsvorbehalts No access
- I. Die Sicherungsübereignung in der Insolvenz No access
- II. Die Zeitgenossen und das Rätsel der unterschiedlichen Behandlung in Konkurs und Zwangsvollstreckung No access
- III. Zusammenfassung: Die Sicherungsübereignung und der Konfliktfall der Zahlungsunfähigkeit des Schuldners – Eigentum oder Pfandrecht? No access
- IV. Die Blaupause der Sicherungsübereignung – Vorzeichnung in der Dogmengeschichte der Mobiliarsicherheiten No access
- I. Die Rolle von Gesetzgebung und Gesetz: Erwartungen der Zeitgenossen No access
- II. Die Denkschrift der Akademie für Deutsches Recht und ihre Erwartung an Gesetzgebung No access
- III. Zusammenfassung und Ausblick: Wechselnde Gesetzgebungsverständnisse No access
- 1. Die Abkehr vom Besitzpfandrecht als Rechtstatsache und die Implementierung alternativer Modelle No access
- 2. Die vom Gesetzgeber in den Materialien nahegelegte Lösung und ihre Grundlegung in der Rechtsprechung No access
- 3. Besitzkonstitut: Gesetzgeberische Kriterien für die Ungleichbehandlung von Eigentum und Pfandrecht No access
- 1. Verzahnung von Gesetzgebung und Rechtsprechung No access
- 2. Parteimaxime versus Stichentscheid No access
- 3. Gestaltungspielraum als Ausprägung des Gesetzgebungsstils, Ausfüllung und Kontrolle No access
- a) Herausforderungen der Regelungstechnik No access
- b) Der Ruf nach dem Gesetzgeber und seine inhaltlichen Grenzen No access
- c) Die Rezeption des Vorgehens der BGB-Verfasser in der Literatur No access
- d) Wie liberale Gesetzgebung der unbegrenzten Auslegung entgegensteht No access
- e) Zur Durchbruchs- oder Initialentscheidung No access
- III. Fazit: Die Sicherungsübereignung – Recht, ermöglicht durch gesetzgeberische Ermächtigung No access
- 7. Kapitel Schluss No access
- Quellen- und Literaturverzeichnis No access Pages 319 - 338





