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Zwischen Vulnerabilität und Handlungsfähigkeit
Zur Selbstsorge pädagogischer Fachkräfte im Kontext sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche- Authors:
- Series:
- Angewandte Sexualwissenschaft
- Publisher:
- 2024
Keywords
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Bibliographic data
- Edition
- 1/2024
- Copyright Year
- 2024
- ISBN-Print
- 978-3-8379-3349-9
- ISBN-Online
- 978-3-8379-6239-0
- Publisher
- Psychosozial-Verlag, Gießen
- Series
- Angewandte Sexualwissenschaft
- Language
- German
- Pages
- 522
- Product Type
- Monograph
Table of contents
ChapterPages
- Titelei/InhaltsverzeichnisPages 1 - 12 Download chapter (PDF)
- 1.1 Gegenstand, Fragestellung, Herangehensweise
- 1.2 Positionierung als Forschende
- 2.1 Pädagogische Fachkräfte als Täter*innen und Mitwissende
- 2.2 Pädagogische Fachkräfte als Professionelle im Umgang mit Sexualität und Nähe
- 2.3 Pädagogische Fachkräfte als Ansprechpersonen für gewaltbetroffene Kinder und Jugendliche
- 2.4 Pädagogische Fachkräfte als Adressat*innen von Aus-, Fort- und Weiterbildung
- 2.5 Pädagogische Fachkräfte als vulnerable Subjekte und (sekundär) Betroffene von sexualisierter Gewalt
- 2.6 Zwischenfazit, Forschungslücken und Fragestellung
- 3.1.1 Sorge und Geschlecht
- 3.1.2 Pädagogischer Beruf und Geschlecht
- 3.1.3 Sexualisierte Gewalt und Geschlecht
- 3.1.4 Zwischenfazit
- 3.2.1 Sorge als soziale Handlungspraxis
- 3.2.2 Sorge als normativer Bezugspunkt pädagogischer Generationenbeziehungen
- 3.2.3 Zwischenfazit
- 3.3.1 Selbstfürsorge
- 3.3.2 Selbstsorge als Selbstführung
- 3.3.3 Das Subjekt der Selbstsorge
- 3.3.4 Zwischenfazit
- 3.4 Forschungsheuristik: Selbstsorge als Erfahrungs-, Beziehungs- und gesellschaftliche Kategorie sowie als theoretischer Zugang zur Subjektivität pädagogischer Fachkräfte
- 4.1 Was habe ich erlebt? – Erfahrungen erzählen
- 4.2 Wer bin ich geworden? – Das Selbst im Erzählen
- 4.3 Wer kann, wer will ich sein? – Erzählen als Positionierung im Diskurs
- 4.4 Zusammenfassung: Selbstsorge als narrative Erfahrungsbewältigung und als relationale, subjektive Positionierung im Diskurs
- 5.1.1 Die theoretische Konstruktion des Samples
- 5.1.2 Der Feldzugang
- 5.1.3 Das Vorgespräch
- 5.1.4 Das biografisch-narrative Interview
- 5.1.5 Biografisch-narrative Interviewführung zum Thema sexualisierte Gewalt
- 5.2.1 Die Transkription
- 5.2.2 Die Anonymisierung
- 5.3.1 Auswahl der vier Kernfälle
- 5.3.2.1 Positionierungsanalyse
- 5.3.2.2 Weitere Auswertungsverfahren
- 5.4 Zwischenfazit
- 6.1.1 Berufsbiografisches Kurzportrait
- 6.1.2.1 »aber es gibt einfach auch Dinge da merkt man diese (…) da ist was komisch« – Sorge als habitualisierte Aufmerksamkeit
- 6.1.2.2 »das ist unsere Pflicht die Kinder da zu schützen« – Sorge als professionelle Norm
- 6.1.2.3 »es gibt Kinder mit Verdacht auf Missbrauch« – Handlungssouveränität auf Beziehungsebene
- 6.1.2.4 »das ist ein Satz den man nie hören wird« – Handlungsfähig bleiben I: Wissen über Beziehungsdynamiken im Verdachtsfall auf sexualisierte Gewalt
- 6.1.2.5 »sammeln Sie erstmal und überlegen Sie sich eben ob das reicht um uns einzuschalten« – Handlungsfähig bleiben II: Wissen über institutionelle Dynamiken
- 6.1.2.6 »das Kind guckte auch mich nicht mehr an« – Erfahrung von Handlungsohnmacht
- 6.1.2.7 »das war eine gute Fortbildung« – Wissenserwerb als Selbstpraktik
- 6.1.2.8 »ich habe dann Mitleid mit den Kindern aber ich leide nicht mit (.)« – Abgrenzungshandeln als Selbstpraktik
- 6.1.2.9 »ich fahre meine Energien nicht unnötig gegen die Wand« – Ressourcenorientiertes Handeln als Selbstpraktik
- 6.1.2.10 »im Prinzip äh ist man an dieser Schule (.) Mutter von fünfundzwanzig Kindern« – Vergeschlechtlichte Selbstsorge
- 6.1.3 Fallstruktur: Die »normative Selbstsorge« der Grundschullehrerin Caren Conrad
- 6.2.1 Berufsbiografisches Kurzportrait
- 6.2.2.1 »so konkret hatte ich das jetzt noch nie erzählt bekommen« – Positionierung als vertrauenswürdige Lehrkraft im Kontext von sexualisierter Gewalt
- 6.2.2.2 »ich hab da jetzt nicht großartig was zu sagen können« – Eingeschränkte Handlungsfähigkeit und emotionale Reflexivität
- 6.2.2.3 »ich versuche den Umgang normal zu gestalten aber trotzdem weiß ich aha hier nicht zu nahe kommen« – Handeln zwischen Normalisierung und Besonderung
- 6.2.2.4 »war wahrscheinlich auch gegen andere Männer« – Zur Notwendigkeit der Abgrenzung von der männlichen Täterposition
- 6.2.2.5 »man ist halt immer dieser Sache ausgesetzt dass jemand was wenn er mich nicht mag oder sowas jetzt erzählen könnte« – Potenzielle Falschbeschuldigung als Handlungsbedingung männlicher Lehrkrä...
- 6.2.2.6 »dass man gar nicht in die Situation kommt mit einer Schülerin da in einem Raum zu sein« – Selbstpraktiken: Nähe vermeiden und Transparenz herstellen
- 6.2.2.7 »man so handelt ja nicht nur aus Eigenschutz sondern […] man möchte ja auch selber nicht in die Situation kommen dass es irgendwas auslöst bei so einem Kind« – Wechselseitige Vulnerabilität al...
- 6.2.3 Fallstruktur: Die »ambivalente Selbstsorge« des Lehrers Gerrit Goergen
- 6.3.1 Berufsbiografisches Kurzportrait
- 6.3.2.1 »ich hab halt gesagt ähm ((lacht auf)) wir müssen das Mädchen stark machen« – Ambivalenzen in der Bearbeitung von sexualisierten Grenzverletzungen unter Kindern
- 6.3.2.2 »ich wusste nicht ob ich spinne« – Vulnerabilität durch sexuelle Belästigung
- 6.3.2.3 »ich hab denen ganz schön aus der Verlegenheit (.) geholfen weil sie=s sonst hätte im Kollegium ansprechen müssen und dann wär Stille gewesen« – Expertin werden als Selbstpraktik (oder: die Be...
- 6.3.3 Fallstruktur: Die »verletzte Selbstsorge« der Sozialarbeiterin Luise Lorenz
- 6.4.1 Berufsbiografisches Kurzportrait
- 6.4.2.1 »und die Kollegen damals hatten gehofft dass […] ich diesen Vater bewegen könnte da also pf: abzusehen von weiteren Übergriffen« – Einstieg in die Täterarbeit
- 6.4.2.2 »diese Ohnmacht ist mir sehr früh begegnet im Beruf« – Handlungsohnmacht als individuelle und als kollektive Erfahrung
- 6.4.2.3 »mit nem normalen Beratungssetting erreich ich den nicht« – Konzeptionelle Grenzen in der Beratungsarbeit mit Tätern sexualisierter Gewalt
- 6.4.2.4 »da wurde mir klar (.) also dass im System was nicht stimmt in uns=rem System was nicht stimmt« – Die ethische Verpflichtung gegenüber Betroffenen sexualisierter Gewalt
- 6.4.2.5 »mit uns=rem […] fachlichen […] Wissensstand vor zwanzich Jahren is […] mit dieser Thematik überhaupt nicht zu arbeiten« – Professionalisierung I: Wissenserwerb als (kollektive) Selbstpraktik
- 6.4.2.6 »dass wir mit=nander professionell über dieses Thema reden« – Professionalisierung II: Austausch und Vernetzung als (kollektive) Selbstpraktik
- 6.4.2.7 »unser Konzept war immer (.) ne gute Täterarbeit ist die be- ist die beste Prävention« – Konsolidierung in der Täterarbeit zwischen Ablehnung und Anerkennung
- 6.4.2.8 »dass man sich die Frage gestellt hat warum (.) Kollegen männliche Kollegen sich mit dieser Personengruppe beschäftigen« – Vergeschlechtlichte Konstruktionen von sexualisierter Gewalt und Sorg...
- 6.4.2.9 »irgendwo muss=es ja Spuren hinterlassen« – Berufsbiografische Vulnerabilität I: Veränderungen auf der Ebene der Sexualität
- 6.4.2.10 »das tut mir auch manchmal leid dass ich da so ((atmet ein)) keine Kapazitäten mehr hab wenn ich nach Hause komme« – Berufsbiografische Vulnerabilität II: Eingeschränkte soziale Ressourcen
- 6.4.3 Fallstruktur: Die »erfahrungsoffene Selbstsorge« des Sozialarbeiters Norbert Nitsche
- 7.1.1.1 Ethische Verpflichtung zur professionellen Handlungsfähigkeit
- 7.1.1.2 Fachwissen als Grundlage professioneller Handlungsfähigkeit
- 7.1.1.3 Verhältnis von professioneller Handlungsfähigkeit und Handlungsohnmacht
- 7.1.1.4 Selbstpraktiken zur Absicherung der professionellen Handlungsfähigkeit I
- 7.1.1.5 Selbstpraktiken zur Absicherung der professionellen Handlungsfähigkeit II
- 7.1.2.1 Zur Erfahrung von professioneller Vulnerabilität
- 7.1.2.2 Zur Erfahrung von berufsbiografischer Vulnerabilität
- 7.1.2.3 Zur Erfahrung von kollegialer Vulnerabilität
- 7.1.2.4 Zur Erfahrung von Vulnerabilität als männliche Lehrkraft
- 7.1.3 Zwischenfazit: Verhältnisse von (professioneller) Handlungsfähigkeit und Vulnerabilität
- 7.2.1 Beziehungserfahrungen zu Kindern und Jugendlichen
- 7.2.2 Zwischenfazit: Zur Relationalität der Selbstsorge
- 7.3.1 Bezüge zur vergeschlechtlichten Ordnung von sexualisierter Gewalt
- 7.3.2 Bezüge zur vergeschlechtlichten Ordnung von Sorge
- 7.3.3 Zwischenfazit: Wer kann sorgen? Zur Bedeutung des Geschlechts in der Selbstsorge pädagogischer Fachkräfte
- 8.1 Anschlüsse für die Theorie
- 8.2 Anschlüsse für das pädagogische Feld
- DanksagungPages 483 - 484 Download chapter (PDF)
- LiteraturPages 485 - 518 Download chapter (PDF)
- AnhangPages 519 - 522 Download chapter (PDF)




