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Monograph No access
Sexueller Übergriff ohne Zwang?
Sexuell (nicht) selbstbestimmte Handlungen des Opfers nach § 177 StGB- Authors:
- Series:
- Sexualität in Recht und Gesellschaft, Volume 7
- Publisher:
- 2026
Summary
Human beings act for reasons in sexual interactions. However, not every action is voluntary, e.g. when a person engages in sex under the influence of a threat. In this case, he or she is coerced. But how should we assess situations in which the perpetrator acts more subtly, e.g. by requesting sex in a hierarchical context or by making an offer that exploits another person's hardship and demanding sex in return? This dissertation explores the meaning of involuntary actions in law and examines when, under the 'no means no' solution, sexual boundary violations can be assumed to have occurred if the victim participates actively in sexual interactions.
Keywords
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Bibliographic data
- Edition
- 1/2026
- Copyright Year
- 2026
- ISBN-Print
- 978-3-7560-3898-5
- ISBN-Online
- 978-3-7489-6922-8
- Publisher
- Nomos, Baden-Baden
- Series
- Sexualität in Recht und Gesellschaft
- Volume
- 7
- Language
- German
- Pages
- 609
- Product Type
- Monograph
Table of contents
ChapterPages
- Vorwort No access
- Abkürzungsverzeichnis No access
- A. Grundanliegen und Ziel der Arbeit No access
- I. „Sexuelle Nötigung ohne Nötigung?“ – die Entscheidung des LG Bamberg und die Reaktion des BGH No access
- II. Gang der Untersuchung No access
- 1. Unterschiede zwischen Var. 1 und Var. 2–4 No access
- 2. Zum Fortgang der Untersuchung: Die Handlungsgründe des Opfers und die Einflussnahme des Täters No access
- a) Handlung als absichtliche Körperbewegung No access
- b) Wirksamkeit der Absicht bei der Handlung No access
- c) Die Erklärung einer Handlung durch Gründe No access
- d) Handlungsgründe und ihre Nachvollziehbarkeit: Rationalisierung und Kritik No access
- e) Unterscheidung der Erklärung und Bewertung der Gründe einer Handlung No access
- 2. Welche Handlungsgründe schließen Freiwilligkeit aus? No access
- a) Fehlende Handlungsfreiheit? No access
- aa) Handlung „unter den Umständen“ No access
- bb) Wünsche, Präferenzen und Ziele No access
- cc) Ergänzung des Ansatzes: Gründe für die Übernahme der fremden Handlungsgründe No access
- a) Erste Annäherung an den Begriff No access
- b) Umfang der Bedeutung des Autonomiebegriffes No access
- aa) Autonomie als relatives Konzept v. als Schwellenkonzept No access
- bb) Autonomie als idealistisches oder minimalistisches Konzept? No access
- cc) Externalistische v. internalistische Konzeptionen No access
- (1) Autonomie und sexuelle Selbstbestimmung in § 177 Abs. 1 StGB No access
- (2) Verteidigung der Idee des subjektiven Rechts in Bezug auf sexuelle Selbstbestimmung gegen Kritik No access
- (a) Der Ausgangspunkt: Kritik an der Unsichtbarkeit struktureller Frauenbenachteiligung No access
- (b) Radikal-feministische Kritik an Autonomie und Zustimmung No access
- (c) Liberaler Feminismus No access
- (d) „Care ethics“ und die Verbindung zur Autonomie No access
- (e) Folgen der feministischen Kritik für das sexuelle Selbstbestimmungsrecht No access
- d) Zur Bedeutung des Autonomiebegriffs für die Fragestellung No access
- 1. Verantwortung, Verantwortlichkeit und sexuelle Handlungen No access
- 2. § 177 Abs. 1 Var. 2 StGB ist kein Unterlassungsdelikt No access
- 1. Die Vorgabe eines Grundes für die sexuelle Handlung No access
- 2. Die Definition des Bestimmens i. S. d. § 26 StGB und die Aufforderung zu einer sexuellen Handlung No access
- 1. Die Bedeutung von Vorhabens- und Wahlkomponente No access
- 2. Keine Beschränkung auf Zwang No access
- aa) Einflussnahme und die Veränderung der Situation No access
- (1) Subjektive Ansicht I: Negative Veränderung aus Sicht des Opfers No access
- (2) Subjektive Grundlinienbestimmung II: Nozicks und Zimmermans Theorie der „Metaentscheidung“ No access
- (3) Subjektive Ansicht III: Subjektive Erwartungen des Opfers/Phänomenologische Grundlinie No access
- (a) Vorstellung des Ansatzes No access
- (b) Kritikpunkt 1: Widerspruch zu Wertungen der Rechtsordnung No access
- (c) Kritikpunkt 2: Unklare Kriterien bei Unterlassungsdelikten No access
- b) Das Zurückbleiben hinter normativen Erwartungen: Die normative Grundlinienbestimmung No access
- c) Subjektiv-objektive Grundlinienbestimmung II: Nozicks Wahlentscheidungstheorie No access
- 2. Vorzugswürdigkeit der normativen Grundlinienbestimmung No access
- a) Zur Bedeutung dieser Anforderung No access
- aa) Begriff der Vernunft und das Verhältnis zu Rationalität No access
- bb) Rationaler/vernünftiger Durchschnittsmensch No access
- cc) Kritik an einem rein objektiven Ansatz No access
- dd) Komplexe normative Wertungen und Unterscheidung von Zwei- und Drei-Personen-Konstellationen No access
- a) Keine Identifikation mit den gewählten Handlungsgründen No access
- aa) Die Vermeidung von Übeln und unfreiwilliges Handeln No access
- bb) Die Überlagerung der Abwendung eines Übels und des Strebens nach Vorteilen No access
- aa) Vorstellung des Ansatzes No access
- (1) Allgemeine Anmerkungen No access
- (2) Einwände gegen die Theorie des differentialen Zwangsdrucks No access
- d) Bedauern oder Verärgerung wegen schwerer Entscheidungsumstände No access
- B. Zusammenfassung der bisherigen Arbeitsergebnisse No access
- A. Die Notwendigkeit der Erklärung von Begriff und Unrecht des Zwangs unabhängig vom positiven Recht No access
- 1. Einführung: Der „deskriptive Kern“ des Zwangs No access
- a) Einführung: Übersicht zu den Einwirkungsmodi No access
- b) Die Kategorisierung von Zwang – Besonderheiten in der Begriffsbildung und Unterschiede zur Abgrenzung von vis absoluta und vis compulsiva No access
- c) Abgrenzung von Zwang und Rechtsverletzungen (rechtsverletzende Handlungen gegenüber einer Person ohne deren Zustimmung) No access
- d) Zusammenfassende Würdigung der systematischen Erläuterung Feinbergs und Folgerungen für den Zwangsbegriff No access
- a) Die Definition des Zwangs nach Nozick No access
- (1) Das Inaussichtstellen eines Nachteils No access
- (2) Aufforderung zu einer Handlung – konditionale Verknüpfung No access
- (3) Konkludente Drohung No access
- bb) Intentionalität in Bezug auf die geforderte Handlung No access
- cc) Motivationszusammenhang und Erfolg des Bestimmens: Spezifika für Zwang im engeren Sinne No access
- dd) Zusammenfassende Würdigung No access
- 4. Zur Notwendigkeit einer normativen Bestimmung des Zwangsbegriffs: Kritik an den deskriptiven Zwangsbegriffen und Fazit No access
- a) Definition und Drei-Komponenten-Theorie des Zwangs No access
- b) Die Einschränkung von Optionen als „prima facie wrong“? No access
- c) Diktat einer Entscheidung durch Grundbedürfnisse als Begründung der Autonomieverletzung? No access
- 2. Frankfurts „compulsion conception“ von Zwang und der Ausschluss der Verantwortung als Kriterium des Zwangs No access
- a) Anwendung der Vorhabens- und Wahlkomponente auf Zwang No access
- b) Wertheimer: Zwang als abgeleitetes oder eigenständiges Unrecht? No access
- c) Zwang: Spezifische Instrumentalisierung und Freiheitsbeschränkung No access
- 4. Fazit: Vorzugswürdigkeit eines normativ-deskriptiven Zwangsmodells No access
- 1. Die Drohung als konditionales Inaussichtstellen eines Nachteils für die Nichtbefolgung der Handlungsanweisung des Täters No access
- a) Die Abgrenzung einer Drohung von einer echten Warnung No access
- b) Der „Chatroom-Fall“ – Grenzbereich von Drohung, Warnung und List No access
- a) Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Drohungen und Angeboten als bikonditionalen Ansinnen No access
- aa) Zur Rolle von verlangter Handlung und angekündigter Konsequenz für die Abgrenzung No access
- bb) Überlagerung von Angebot und Drohung – Angebot oder Drohung? No access
- cc) Kritik an der Auslegung der Drohung durch den BGH in § 240 StGB No access
- (a) Die Gegenauffassung: Zwang und Ausbeutung strukturell ähnlich – Ausnutzung von Notlagen als Zwang? No access
- (b) Die Unterscheidung von Zwang und Ausbeutung No access
- (2) Vereinbarung rechtswidriger Bedingungen begründet keinen Drohungscharakter No access
- II. Wahlkomponente des Zwangs: Das Fehlen einer vernünftigen Wahlalternative aufgrund der Handlung des Täters No access
- 1. Sexuelle Handlungen als Objektivierung der Person? No access
- 2. Sexuelle Angebote und der Einsatz sexueller Handlungen als Ware (Kommodifizierung) – die Objektivierung einer anderen Person? No access
- a) Angebote und sexuelle Belästigung No access
- b) Scheinangebote und die Missachtung der sexuellen Selbstbestimmung – eine kontextbasierte Bewertung No access
- II. Ergebnis zu Angeboten und sexuellen Handlungen No access
- 1. Ausbeutung einer Person als interpersonale Relation No access
- 2. Die Irrelevanz struktureller oder wirtschaftlicher Ausbeutungsbegriffe für diese Untersuchung No access
- 3. Eingrenzung auf die Ausnutzung einer Notlage im Austausch No access
- 4. Eine Begriffsbestimmung der Ausbeutung No access
- 1. Das Unrecht der Ausbeutung – Unterscheidung von Zwang No access
- 2. Ausbeutung als Freiheitseinschränkung? No access
- 3. Unterlassen von Hilfe in Notsituationen No access
- 4. Pflicht zum Schutz verletzlicher Personen No access
- 5. Überlegene Macht in einer Verhandlungsposition No access
- a) Ausbeutung und wechselseitig vorteilhafter Austausch No access
- aa) Rationales Handeln begründet noch kein freiwilliges Handeln No access
- bb) Kein Recht auf die Vornahme der sexuellen Handlung No access
- (1) Das Unrecht ausbeuterischer Angebote im Allgemeinen No access
- (2) Unfairness eines Angebots durch die Forderung sexueller Handlungen von einer Person in einer Notlage No access
- dd) Entkräftung des Paternalismuseinwands gegen das Ausbeutungsverbot No access
- a) Das Angebot No access
- b) Notlage oder „Zwangslage“ No access
- c) Wahres Bedürfnis und kein bloßer Wunsch No access
- d) Zwischenergebnis der Überlegungen zu Wünschen und Bedürfnissen No access
- e) Abhängigkeit der Person und Forderung einer unfairen Gegenleistung unter Ausnutzung einer Notlage durch die überlegene Partei No access
- f) Vornahme der sexuellen Handlungen nur zur Abwendung der Notlage No access
- 2. Wahlkomponente No access
- I. Vorhabenskomponente: Definition No access
- 1. Erzeugung einer Drucksituation/Überforderung No access
- 2. Art und Weise der Kommunikation zwischen den Beteiligten als Abgrenzungskriterium für zulässige und unzulässige Aufforderungen? No access
- a) Der Ansatz Arndt Sinns: Macht und das Strafrecht No access
- aa) Interindividuelle Machtmodelle No access
- bb) Institutionelle Machtmodelle No access
- cc) Konsensorientierte Machtmodelle No access
- aa) Abhängigkeitsverhältnis allein nicht genügend für Macht No access
- bb) „Power“ und hierarchische Autorität No access
- b) Ein Vorschlag für eine Begriffsbestimmung No access
- 1. Differenzierung zwischen freiwilligen und unfreiwilligen sexuellen Handlungen bei Machtmissbrauch No access
- 2. Missbrauch der Machtposition zur Erlangung sexueller Handlungen als Verletzung des sexuellen Selbstbestimmungsrechts No access
- a) Aufforderung von A an B zur Ausführung sexueller Handlungen als einseitige Aufforderung No access
- b) Machtmissbrauch als rechtswidriger „Befehl“ zu sexuellen Handlungen No access
- 2. Wahlkomponente: Keine vernünftige Wahlalternative No access
- A. Scheitern der „Nein heißt Nein“-Lösung bei § 177 Abs. 1 Var. 2 StGB No access
- B. Das Unrecht des Bestimmens und nicht selbstbestimmtes Handeln No access
- 1. Zwang durch Drohungen No access
- 2. Zwang durch List in Form einer scheinbaren Warnung No access
- II. Ausbeutung durch die Ausnutzung einer Notlage No access
- III. Machtmissbrauch in gefestigten Hierarchien (Arbeitsverhältnis) No access
- D. Gesamtergebnis zur Forschungsfrage und zu den Folgen für die Auslegung No access
- Literaturverzeichnis No access Pages 561 - 608






