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kontrovers

Reihe für interdisziplinäre Gesellschaftstheorie zu Politik, Ökonomie und Recht

Herausgegeben von: Prof. Dr. Jochen BungProf. Dr. Franziska MartinsenProf. Dr. Hanna MeißnerProf. Dr. Greta OlsonPD Dr. Christian SchmidtProf. Dr. Benno Zabel

Recht, Politik und Ökonomie – auf diesen Feldern entstehen die Möglichkeiten und Formen individueller und sozialer Selbstbestimmung in modernen Gesellschaften. Doch diese Wirklichkeit der Freiheit ist prekär. Nicht nur begrenzt das Recht die politische und ökonomische Selbstbestimmung. Nicht nur stellt die Politik die Legitimität des Rechts immer wieder infrage und begrenzt die Spielräume der Ökonomie. Auch die sozialen Formen, insbesondere die im weitesten Sinne ökonomischen Beziehungen der Menschen zueinander, produzieren Machtverhältnisse, die die Idee der rechtlichen und politischen Selbstbestimmung unterminieren. Ein zentrales Anliegen der Reihe ist die Dezentrierung der jeweiligen Standpunkte und Deutungsansprüche. Ökonomie, Recht und Politik der Moderne sind Teil liberaler Gesellschaften und deshalb auch nur von diesen Gesellschaften her zu verstehen. Alle ökonomischen, rechtlichen und politischen Handlungen sind zugleich gesellschaftliche und kulturelle Handlungen. Daher bleiben politische, rechtliche und ökonomische Systeme in den Grenzen, die ihnen durch Gesellschaft und Kultur gezogen werden. Gesellschaft und Kultur sind aber eingebettet in eine Ökonomie, die sie trägt und erhält. Sie werden durch rechtliche Rahmenvorgaben strukturiert und bedürfen der Infrastruktur einer politischen Ordnung aus demokratischer Verfassung und einem Netz globaler Institutionen. Die Einsicht der reflexiven Moderne besteht darin, dass Freiheit in diesem Gefüge keine Voraussetzung ist, sondern erst hervorgebracht wird und deshalb nicht gegen die Kontingenzerfahrung der Gesellschaften abgeschirmt oder ausgespielt werden kann. In der modernen Freiheitskultur wirken Machtverhältnisse und Konflikte, die gehegt und regiert werden müssen. Diese Regierung der Freiheit zeigt vor allem, dass Gesellschaften und ihre Formen der Selbstverwirklichung nur als Kraftfelder sozialer, kultureller, rechtlicher, ökonomischer und politischer Gestaltung verstanden werden können. Die Reihe für interdisziplinäre Gesellschaftswissenschaften will der Dynamik einer zerklüfteten Moderne dadurch gerecht werden, dass sie die Erwartungen, Konflikte und Krisen moderner Gesellschaften durch die Beteiligung der einschlägigen Wissenschaften sichtbar und sagbar macht. Die Publikationen der Reihe stellen sich den Kritiken, dass die sozial- und kulturwissenschaftlichen, politiktheoretischen und (rechts-)philosophischen Theorietraditionen in vielerlei Hinsicht methodologisch-nationalistisch, eurozentrisch, heteronormativ, kolonialistisch und von den ökonomischen Praktiken des Kapitalismus geprägt sind. Die Reihe versteht sich als Publikations- und Diskussionsplattform für neue Deutungen und kritische Zugänge, die kontroverse Debatten anstößt.

Cover des Buchs: Law & Critique | Recht & Kritik
Sammelband
Vollzugriff Open Access
Verlag
Verlag Karl Alber, Baden-Baden 2025
Herausgeber:innen:
Cover des Buchs: Das Böse im Recht
Monographie
Vollzugriff Open Access
Verlag
Verlag Karl Alber, Baden-Baden 2025
Autor:innen:
Cover des Buchs: Ökonomie als Gesellschaftstheorie
Sammelband
Vollzugriff Open Access
Verlag
Verlag Karl Alber, Baden-Baden 2024
Herausgeber:innen: