Der Kampf ist nicht zu Ende
Geschichte und Aktualität linker Gewalt- Autor:innen:
- |
- Verlag:
- 2019
Zusammenfassung
Die deutsche Demokratie wurde und wird immer noch von beiden Seiten der politischen Ränder bedroht. Extremisten links wie rechts zielen auf den Umsturz der bestehenden Verhältnisse und bedrohen dazu Leib, Leben und Besitz einer friedlichen Mehrheit. Die gewalttätigen Ausschreitungen anlässlich des G20-Gipfels in Hamburg im Sommer 2017 haben der Öffentlichkeit einmal mehr deutlich gemacht, dass Gewalt für Linksextremisten ein zentrales Mittel der politischen Auseinandersetzung ist. Klaus Schroeder und Monika Deutz-Schroeder haben nun ihre langjährigen Forschungen zum Thema Linksextremismus in der ersten Gesamtdarstellung linker Gewalt in der Bundesrepublik zusammengefasst. Tatsächlich spielt die extreme Linke eine herausragende Rolle in der politischen Geschichte Europas und Deutschlands. Beginnend mit der französischen Revolution und Robespierre, gefolgt von den Bolschewiken um Lenin, denen sich Stalins Terrorherrschaft anschließt. Ab 1918 wird in Deutschland linke Gewalt in Gestalt von Karl Liebknecht, Rosa Luxemburg und der KPD manifest. Diese kommt als SED in der sowjetischen Besatzungszone/DDR an die Macht. In den Westzonen gewinnt die extreme Linke erst wieder in den 60er-Jahren des 20. Jahrhunderts an Bedeutung. Zu nennen sind hier insbesondere • Rudi Dutschke • der Sozialistische Deutsche Studentenbund • die Osterunruhen • Hausbesetzungen • die RAF mit den dominanten Akteuren Andreas Baader und Ulrike Meinhoff • der Deutsche Herbst 1977 • die Ermordung des Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer • der Kampf gegen die Frankfurter Startbahn West und gegen Atomkraft • die 1. Mai-Demonstrationen in West-Berlin und Hamburg. Nach der Wiedervereinigung konzentriert sich der linke Protest gegen die deutsche Einheit, gegen rechte Kräfte, gegen Gentrifizierung und zunehmend gegen Globalisierung bzw. gegen die G8/G7-Gipfel. An vielen dieser genannten Bewegungen wird deutlich, wie sie sich in Richtung terroristischer Gewalt entwickeln. In dieser Gesamtdarstellung geht es um die Geschichte und Aktualität linker Gewalt, nicht um einen Vergleich von linker und rechter Gewalt. Während es sehr viele Schriften und Studien zum Rechtsextremismus und zu rechter Gewalt gibt, finden sich entsprechende Forschungen über linke Gewalt hingegen nur sehr begrenzt. Beides – linke und rechte Gewalt – dürfen nicht gegeneinander aufgerechnet werden. Linke Gewalt richtet sich viel stärker gegen das System und seine Träger und wird meist explizit politisch begründet. Das Buch soll einen Anstoß geben, sich grundsätzlich mit allen Formen politisch motivierter Gewalt und nicht nur mit rechter Gewalt zu beschäftigen. Beide Autoren sind Experten in der Forschung auf diesem Gebiet und bemühen sich um einen differenzierten Blick auf die linke Szene. Sie vermeiden pauschalisierende Aussagen und sehen Unterschiede zwischen der gemäßigten, der radikalen und der extremen Linken, auch wenn die Trennlinien häufig verschwimmen. Die Begründungen für linke Gewalt stellen sie authentisch dar, indem Akteure zu Wort kommen.
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Bibliographische Angaben
- Auflage
- 1/2019
- Copyrightjahr
- 2019
- ISBN-Print
- 978-3-451-38298-7
- ISBN-Online
- 978-3-451-81634-5
- Verlag
- Herder, Freiburg
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 304
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Inhalt Kein Zugriff
- Vorwort Kein Zugriff
- Linke Gewalt seit der Französischen Revolution Kein Zugriff
- Linke Gewalt in Deutschland Kein Zugriff
- Der asymmetrische Blick auf »Extremismus« Kein Zugriff
- Aufbau des Buches Kein Zugriff
- Gesellschaft und Gewalt Kein Zugriff
- Extremismus Kein Zugriff
- Linksradikalismus und Linksextremismus Kein Zugriff
- Politische Gewalt Kein Zugriff
- Bereitschaft zu politisch motiviertem Gewalthandeln Kein Zugriff
- Gewalt als gesellschaftliches Grundprinzip Kein Zugriff
- Das staatliche Gewaltmonopol Kein Zugriff
- Gewalt und »Militanz« Kein Zugriff
- Die Französische Revolution Kein Zugriff
- Karl Marx und die kommunistische Bewegung Kein Zugriff
- Pariser Kommune Kein Zugriff
- Anarchistische Gewalt Kein Zugriff
- Das bolschewistische Gewaltregime Kein Zugriff
- Gewalt und Terror Kein Zugriff
- Der bewaffnete Kampf der Kommunisten gegen die Weimarer Republik Kein Zugriff
- Kommunistische Nachkriegsplanungen Kein Zugriff
- Sowjetische Besatzungsherrschaft Kein Zugriff
- Die Gründung des SED-Staates Kein Zugriff
- Der Sicherheits- und Unterdrückungsapparat Kein Zugriff
- Volkserhebung gegen die sozialistische Diktatur am 17. Juni 1953 Kein Zugriff
- Das Grenzregime Kein Zugriff
- Isolierungs- und Internierungslager Kein Zugriff
- Der Todeskampf der DDR Kein Zugriff
- Das Ende der DDR Kein Zugriff
- Gewalt in sozialistischen Staaten Kein Zugriff
- Die Entstehung und Radikalisierung der Neuen Linken Kein Zugriff
- Revolutionäre Gewalt als Strategie Kein Zugriff
- Repressive versus befreiende Toleranz Kein Zugriff
- Von der »begrenzten Regelverletzung« zum Revolutionskonzept Kein Zugriff
- Eskalation der Provokationsstrategie Kein Zugriff
- Revolutionäre Gewalt Kein Zugriff
- Strukturelle Gewalt Kein Zugriff
- Grenzüberschreitungen Kein Zugriff
- Der Weg in den Untergrund Kein Zugriff
- Linker Antisemitismus? Kein Zugriff
- Die Bewegung 2. Juni Kein Zugriff
- Die RAF und das Konzept Stadtguerilla Kein Zugriff
- Anschläge der RAF Kein Zugriff
- Versuchte Gefangenenfreipressungen Kein Zugriff
- Der Deutsche Herbst Kein Zugriff
- Internationalisierung des Terrorismus Kein Zugriff
- Der Umgang mit den eigenen Genossen Kein Zugriff
- Die Revolutionären Zellen Kein Zugriff
- Die Militante Gruppe Kein Zugriff
- Die Revolutionären Aktionszellen Kein Zugriff
- Gewalttätige Proteste gegen den Krieg in Indochina und die Folgen Kein Zugriff
- Der Frankfurter Häuserkampf Kein Zugriff
- Der Revolutionäre Kampf Kein Zugriff
- Vermummung als Teil militanter politischer Identität Kein Zugriff
- Hausbesetzungen in Berlin Kein Zugriff
- Kampf gegen die Atomkraft Kein Zugriff
- Kampf um die Hafenstraße und die Rote Flora Kein Zugriff
- Der Kampf gegen die Bundeswehr Kein Zugriff
- Die Proteste gegen die Startbahn West Kein Zugriff
- Chaostage in Hannover Kein Zugriff
- Die Proteste gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm Kein Zugriff
- Der revolutionäre 1. Mai Kein Zugriff
- Proteste gegen Repräsentanten der USA Kein Zugriff
- Gewalt gegen die Polizei Kein Zugriff
- Gewalt gegen »rechts« Kein Zugriff
- Gewalt gegen Politiker und Parteien jenseits der AfD Kein Zugriff
- Gewalt gegen Burschenschaftler Kein Zugriff
- Militante Aktionen gegen die Bundeswehr und Sicherheitsfirmen Kein Zugriff
- Anschläge gegen Infrastruktur und Logistik Kein Zugriff
- Anschläge gegen Immobilienfirmen und Gebäude Kein Zugriff
- Aktionen gegen Jobcenter und Arbeitsämter Kein Zugriff
- Aktionen gegen Globalisierung Kein Zugriff
- Brandstiftungen aus verschiedenen Anlässen Kein Zugriff
- Das Verhältnis linker Gruppen zur Gewalt Kein Zugriff
- Die militanten Straßenkämpfer Kein Zugriff
- Fehlende linke Distanz zur Gewalt Kein Zugriff
- Entwicklung des Linksextremismus Kein Zugriff
- Empirie politisch links motivierter Gewalt Kein Zugriff
- Extremistische Konfrontationsgewalt Kein Zugriff
- Fazit und Ausblick Kein Zugriff Seiten 255 - 268
- Anmerkungen Kein Zugriff
- Literatur Kein Zugriff
- Abkürzungsverzeichnis Kein Zugriff






