
Günter Grass und die Deutschen
Eine Entwirrung. Essay- Autor:innen:
- Verlag:
- 2017
Zusammenfassung
Kein Autor hat nach dem Zweiten Weltkrieg größeren Einfluss auf die Politik und das politische Selbstverständnis der Deutschen gehabt als Günter Grass. Harro Zimmermanns glänzend formulierter Essay beschreibt Grass’ wechselhaften Aufstieg zum Nationalautor.
Schon in der »Blechtrommel« (1959) modellierte Grass ein durch Nazi-Wahn, Krieg und Holocaust ruiniertes Deutschland zu jener Ausnüchterungs-Groteske, die dem Ungeist von Beschweigen und falscher Versöhnung das Höllengelächter eines kleinbürgerlichen Schuld-Syndroms entgegenhielt. Wie mit keinem anderen Autor übte die bundesdeutsche Republik mit Günter Grass das politische Buchstabieren. Zugleich stieg Grass im Kanon der Weltliteratur zur Berühmtheit auf. Nur eine Ikone wie er vermochte über Jahrzehnte die geschichtspolitischen ebenso wie die aktuellen Debatten so glaubhaft wie skandalumwittert zu schüren und den Deutschen ihren von Rückschlägen gebeutelten Fortschritt im Schneckengang begreiflich zu machen. Es gibt eine Glanz- und Glücksgeschichte des Intellektuellen und Nobelpreisträgers von 1999, aber es gibt auch eine konfuse Streit- und Diskriminierungshistorie dieses Künstlers, dessen Lebenswerk auf widersprüchlichste Weise mit der deutschen Geschichte verbunden ist.
Zum 90. Geburtstag von Günter Grass legt Harro Zimmermann ein Buch vor, das dem »Fall Grass« eine überraschend erhellende Bedeutung zuweist für das nationale Befindlichkeitsfieber im Selbstverständigungsprozess der Bundesdeutschen.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2017
- ISBN-Print
- 978-3-8353-3111-2
- ISBN-Online
- 978-3-8353-4155-5
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 364
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 10
- Künstler der Ungewissheit – Dichter Nimbus Kein Zugriff
- Das unheilbar auf Widerspruch gestimmte Kriegskind Kein Zugriff
- Ein schräger bunter Vogel Kein Zugriff
- ›Ich, zwar die Lüge, doch hoch auf der Säule‹ Kein Zugriff
- Windhühner und Blechmusik Kein Zugriff
- Sisyphos sucht seinen Widerstand Kein Zugriff
- Komik der Verzweiflung Kein Zugriff
- Panoptikum des Antitotalitarismus Kein Zugriff
- ›Die Blechtrommel‹ oder Das komisch grauenhafte Zeitalter Kein Zugriff
- Gaukler und Hexenmeister, Halbgott und Satan Kein Zugriff
- Geist und Gas Kein Zugriff
- Ästhetik der Scham Kein Zugriff
- Hai im Sardinentümpel Kein Zugriff
- ›Katz und Maus‹ Kein Zugriff
- ›Hundejahre‹ – Gerichtstag über uns Kein Zugriff
- Kaschubischer Wahnwitz? Kein Zugriff
- Antisemitismus Kein Zugriff
- Der Dichter probt die Demokratie Kein Zugriff
- Berufs-Provokationen, ideologische Gräben, Widerstand Kein Zugriff
- Georg Büchner und das Selbstverständliche Kein Zugriff
- ›Grässlichkeiten‹ in Princeton Kein Zugriff
- Der Literaturnobelpreis und die alten Reflexe Kein Zugriff
- Imperatives Ich – Scham des Citoyen Kein Zugriff
- SPD – eine schwach begründete Hoffnung Kein Zugriff
- Dichter, Staatsbürger, Politiker Kein Zugriff
- ›Ich rat Euch, Es-Pe-De zu wählen‹ Kein Zugriff
- Brandts Leibpoet – Wahlgrotesken Kein Zugriff
- Die SPD-Wählerinitiative oder Brückenschlag zu den fortschrittlichen Kräften Kein Zugriff
- Der Intellektuelle und der Kleinkram Kein Zugriff
- Autor von Regierungs Gnaden? Kein Zugriff
- Schlafmütziger Kanzler Kein Zugriff
- Reformpolitik – Das Dilemma der Intellektuellen Kein Zugriff
- Dichter-Noblesse in der rot-grünen Republik Kein Zugriff
- Deutsche Schamkultur und serbische Aggression Kein Zugriff
- Irak-Krieg und Terror – Stolz auf Deutschland Kein Zugriff
- Sisyphos, 1968 und Rot-Grün Kein Zugriff
- Aufklärung und Vaterland Kein Zugriff
- Eine gescheiterte Revolution – die ›Plebejer‹ Kein Zugriff
- Brecht-Affront oder Intellektuellen-Diskurs Kein Zugriff
- Demokratischer Patriotismus versus konventionelle Nation Kein Zugriff
- Grenzgänge in der Nationalkultur Kein Zugriff
- ›Grassnost‹ Kein Zugriff
- Zwiespältige Friedensbewegung Kein Zugriff
- Bürger-Bewegung und Wiedervereinigungsgerede Kein Zugriff
- Nationalgefühl – Auschwitz Kein Zugriff
- ›Die zuletzt verbliebene Möglichkeit, mich auf Deutschland zu berufen‹ Kein Zugriff
- Hässliche Einheit Kein Zugriff
- Die Versprechen sind verhallt Kein Zugriff
- Festung ›Novemberland‹ – Jagdszenen im Sekundärbetrieb Kein Zugriff
- Patriotisches Erzählspiel – ›Ein weites Feld‹ Kein Zugriff
- ›Reichs Kristallnacht‹? Kein Zugriff
- Literaturhauptstadt Berlin Kein Zugriff
- Frühe Protestkultur Kein Zugriff
- Wider die Sinnlichkeit prinzipieller Opposition Kein Zugriff
- Sozialistischer Mystizismus Kein Zugriff
- Aufklärung oder Straßenpolitik Kein Zugriff
- Pulvermühle oder Kein Recht auf Unrecht Kein Zugriff
- 1968 – Pogromstimmung und aufgeklärter Zweifel Kein Zugriff
- Das Dutschke-Attentat und die Krise der Demokratie Kein Zugriff
- Kritik des Aktionismus Kein Zugriff
- Terrorismus – Überlebenskampf der Linken Kein Zugriff
- Fortschritt – konkret und schneckenhaft Kein Zugriff
- Der Staatsschriftsteller oder Das weltumfassende Erschrecken Kein Zugriff
- ›Der Butt‹ und das Elend der Aufklärung Kein Zugriff
- Pascha als Weiberfreund Kein Zugriff
- ›Kopfgeburten‹ oder Politik und Sinn Kein Zugriff
- Rüstungswahn, Überwachungsstaat und Widerstand Kein Zugriff
- Aufklärung oder Die Selbstzerstörung des Menschengeschlechts Kein Zugriff
- Naturversöhnung und Dystopie – ›Die Rättin‹ Kein Zugriff
- Ein katastrophales Buch? Kein Zugriff
- ›Zunge zeigen‹ – jenseits der alten Wut? Kein Zugriff
- Unter Schnellrichtern – ›Beim Häuten der Zwiebel‹ Kein Zugriff
- Angriffe mit Vernichtungswillen und viel Lob Kein Zugriff
- Ein nie gehörter Endschrei – ›Im Krebsgang‹ Kein Zugriff
- ›Was gesagt werden muss‹ Kein Zugriff
- Meister und Ikone der Memoria Kein Zugriff
- Die Kunst, der Tod und kein Ende Kein Zugriff
- Anmerkungen Kein Zugriff Seiten 331 - 338
- Bibliographie Kein Zugriff Seiten 339 - 356
- Personenregister Kein Zugriff Seiten 357 - 363
- Danksagung Kein Zugriff Seiten 364 - 364




