
Freiheit und Selbstbestimmung
Zu Nietzsches Philosophie der Subjektivität- Autor:innen:
- Reihe:
- Praktische Philosophie, Band 50
- Verlag:
- 1996
Zusammenfassung
Selbstbestimmung als Problem, das sich mit menschlicher Existenz immer schon stellt, bewegt Nietzsche vom Beginn seines Philosophierens bis in die spätesten Entwürfe hinein. Unverzichtbar gehört Nietzsche in die Debatte um Reichweite und Grenzen menschlicher Autonomie, die Sokrates eröffnet. Das Beispiel Sokrates indes lehrt in den Augen des jungen Nietzsche, dass alle Versuche, Leben auf vernünftige Selbstprüfung zu gründen, scheitern müssen. Dagegen setzt der frühe Nietzsche auf Kunst und Mythos als einzig tragfähige Lebensfundamente, die er gegen Vernunft und Rationalität ausspielt. Selbstkritik jedoch lässt Nietzsche spätestens seit „Menschliches, Allzumenschliches“ in sokratischen Spuren gehen. Er entwirft eine Philosophie der Autonomie des Menschen als Philosophie seiner Individualität und radikalisiert dabei die Position Kants: die Kantische Verbindung von Autonomie und Moralität gibt er preis. Nietzsche verknüpft Autonomie mit Glück und Macht. Dennoch lässt sich auch für Nietzsche Moral als Problem nicht umgehen. Er vermag es aber nicht zu lösen und führt den späten Heidegger (wie seine postmodernen Nachfahren) dazu, Subjektivität und Autonomie des Menschen zu verabschieden. Doch der Aufgabe der Selbstbestimmung können wir gar nicht ausweichen.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 1996
- ISBN-Print
- 978-3-495-47825-7
- ISBN-Online
- 978-3-495-99672-0
- Verlag
- Karl Alber, Baden-Baden
- Reihe
- Praktische Philosophie
- Band
- 50
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 415
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/InhaltsverzeichnisSeiten 1 - 16 Download Kapitel (PDF)
- Einleitung Seiten 17 - 22 Download Kapitel (PDF)
- Sokrates als Begründer der praktischen Philosophie
- Der Lebensbegriff des jungen Nietzsche
- „Theoretischer Mensch“ und „Lebensphilosoph“: die philosophische Position des Sokrates
- Sokrates als „Wendepunkt“: Subjektivität als Thema der Philosophie
- Instinkt oder Vernunft und Wissenschaft? Über das Fundament gelungenen Lebens
- Erkenntnis und Unschuld: Hegel und Nietzsche über Sokrates und die Folgen
- Der Mensch als animal symbola formans
- Zwei Weisen der Selbst- und Welterschließung: ästhetisch gebundener Mythos und sokratische Rationalität
- Kunst und Erkenntnis und das „richtige Leben“
- Zwischenbetrachtung: Nietzsches Wende Seiten 97 - 116 Download Kapitel (PDF)
- Wozu haben wir Vernunft?
- Freiheit als conditio humana: Selbstgesetzgebung als Aufgabe
- Individualität und Sitte
- Schopenhauer und Nietzsche über Freiheit und Autonomie
- Nietzsches Glücksbegriff
- Nietzsches Philosophie der Macht im Grundriß
- Glück und Macht und ihr Zusammenhang im Denken Nietzsches
- Nietzsches Begriff vom Selbst
- Zum Verhältnis von Vernunft und Natur bei Kant
- Zum Verhältnis von Vernunft und Natur bei Nietzsche
- Bewußtsein als ambivalentes Phänomen
- Selbstbestimmung und das Problem des Unbewußten
- Wie erfahren wir uns selbst? Nietzsche und Freud über Vernunft und Natur
- Kants Versuch der Deduktion des Moralgesetzes
- Der Sophist Kallikles und Nietzsche über Macht und Moral
- Sokrates über Freiheit und Maß
- Freiheit nach dem Verlust von Maß und Bindung
- Nach der Erkenntnis des Nihilismus: zwei Antworten Nietzsches
- „Jenseits von Gut und Böse“ und die „ewige Wiederkehr des Gleichen“
- „Umwerthung aller Werthe“
- Die Idee der Gleichheit und der Gedanke vom Menschen als Zweck an sich selbst
- Der seinsgeschichtliche und der fundamentalontologische Blick auf den Menschen als animal practicum
- Heideggers Nietzschelektüre: Subjektivität als „Wille zur Macht“
- Der „andere Anfang“: der Mensch in der „Hut“ des Seins
- Literaturverzeichnis Seiten 399 - 408 Download Kapitel (PDF)
- Personenregister Seiten 409 - 412 Download Kapitel (PDF)
- Sachregister Seiten 413 - 415 Download Kapitel (PDF)




