
Der hörende Mensch in der Moderne
Medialität des Musikhörens um 1900- Autor:innen:
- Verlag:
- 2021
Zusammenfassung
Um 1900 entsteht ein neues Hören: von der Medialisierung durch die phonographische Technik bis zu Arnold Schönbergs Emanzipation der Dissonanz.
Wie hören wir Musik? Am Beginn des 20. Jahrhunderts treffen mehrere Entwicklungen aufeinander, die dazu führen, dass diese Frage neu beantwortet wird: die Technisierung des Hörens durch den Phonographen und das Grammophon, die Verwissenschaftlichung durch Psychologie und Ethnologie und die Umbrüche in der Kompositionspraxis und -theorie. Es entsteht ein selbstreflexives Hören - der hörende Mensch in der Moderne hört in der Musik auch die Bedingungen seines eigenen Hörens. Zugleich öffnet sich das Hören bis hin zur musikalischen Wahrnehmung von Klängen, die zuvor als unmusikalisch galten, etwa von Dissonanzen oder ethnographischen Tonaufnahmen von Musik aus dem Hörer unbekannten Kulturen. Damit werden vermeintliche Gewissheiten über Musik in Frage gestellt und das europäische, bildungsbürgerliche Ohr wird herausgefordert. Diese epistemischen Verschiebungen verfolgt Frauke Fitzner quer durch den deutschsprachigen Musikdiskurs zwischen 1880 und 1930 und entwickelt aus ihnen eine Medientheorie des Musikhörens in der Moderne.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2021
- ISBN-Print
- 978-3-8353-5065-6
- ISBN-Online
- 978-3-8353-4777-9
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 572
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 9 - 36
- 1.1.1 Die Verschmelzungstheorie Kein Zugriff
- 1.1.2 Das Hören in der Untersuchungssituation Kein Zugriff
- 1.2.1 Zwischen Physischem und Psychischem Kein Zugriff
- 1.2.2 Zwischen Historischem, Vorhistorischem und Ahistorischem Kein Zugriff
- 1.2.3 Zwischen Ton und Musik Kein Zugriff
- 1.3.1 Das Psychische als Mittleres Kein Zugriff
- 1.3.2 Apparatives Hören Kein Zugriff
- 1.3.3 Medien als sprachliche Bilder bei Stumpf Kein Zugriff
- 1.3.4 Subjekt-Objekt-Spaltung als Medialisierung Kein Zugriff
- 1.3.5 Das Mediale der Wahrnehmung bei Fritz Heider und Carl Stumpf Kein Zugriff
- 2.1.1 Die musikalische Logik Kein Zugriff
- 2.1.2 Die Theorie der Untertöne Kein Zugriff
- 2.1.3 Die Tonvorstellung Kein Zugriff
- 2.2.1 Die Psychologie zwischen Physiologie und Ästhetik Kein Zugriff
- 2.2.2 Die Auseinandersetzung zwischen Stumpf und Riemann Kein Zugriff
- 2.2.3 Epistemische Verschiebungen in den Lexikoneinträgen in Riemanns Musiklexikon Kein Zugriff
- 2.2.4 Die ›Kluft‹ zwischen den Disziplinen Kein Zugriff
- 2.2.5 Riemann und die Phänomenologie Kein Zugriff
- 2.3.1 Medialität als Nichtpriorisierbarkeit von Phänomenbereichen Kein Zugriff
- 2.3.2 Figuren des Übermittelns, Vermittelns, Übersetzens und Kommunizierens im musikalischen Hören Kein Zugriff
- 2.3.3 Das Musikhören als Medienkette Kein Zugriff
- 2.3.4 Das Hören hören Kein Zugriff
- 3.1.1 Neue Hör-Einstellungen Kein Zugriff
- 3.1.2 Das methodische Hören im Phonogramm-Archiv Kein Zugriff
- 3.1.3 Transkription als Übersetzung Kein Zugriff
- 3.1.4 Eine besondere Herausforderung: Das harmonische Hören Kein Zugriff
- 3.1.5 Die vergleichende psychologische Perspektive auf Musik Kein Zugriff
- 3.2.1 Hornbostels »Die Einheit der Sinne« Kein Zugriff
- 3.2.2 Die Einheit der Sinne im Kontext der vergleichenden Musikforschung Kein Zugriff
- 3.2.3 Das phonographische Hören in »Die Einheit der Sinne« Kein Zugriff
- 3.2.4 Vom phonographischen Hören zum Hören von Gestalten Kein Zugriff
- 3.2.5 Mediale Strukturen des Hörens bei Erich M. von Hornbostel Kein Zugriff
- 4.1.1 »Ur-Geräusch«: Erster Teil Kein Zugriff
- 4.1.2 »Ur-Geräusch«: Zweiter Teil Kein Zugriff
- 4.1.3 Der Phonograph und der Sinnenkreis Kein Zugriff
- 4.1.4 Rilkes Sinnestheorie und Hornbostels Einheit der Sinne Kein Zugriff
- 4.1.5 Der Körper als Ton-Träger und erkenntnistheoretische Grenze des Hörens Kein Zugriff
- 4.2.1 Die Typenlehre Kein Zugriff
- 4.2.2 (Pseudo-)Wissenschaftlichkeit der Rutzschen Lehre Kein Zugriff
- 4.2.3 Rutz im Diskursfeld von Ausdruckswissenschaft und empirischer Ästhetik Kein Zugriff
- 4.2.4 Der Körper als Apparatur Kein Zugriff
- 4.2.5 Mittelbarkeit und Unmittelbarkeit in der Rutzschen Typenlehre Kein Zugriff
- 5.1.1 Musik auf der Schallplatte Kein Zugriff
- 5.1.2 Hans Heinz Stuckenschmidts Forderung einer Mechanisierung der Musik Kein Zugriff
- 5.1.3 Weitere Stimmen in der Diskussion um die Mechanisierung der Musik Kein Zugriff
- 5.2.1 Körper und Technik bei Fritz Kahn Kein Zugriff
- 5.2.2 Das Ohr als Musikinstrument Kein Zugriff
- 5.2.3 Ohr und Musikinstrument als Zusammenhang Kein Zugriff
- 5.2.4 Innen und außen Kein Zugriff
- 5.2.5 Medialisierung der erkenntnistheoretischen Grenzen Kein Zugriff
- 6.1.1 Adolf Loos: Die kranken Ohren Beethovens Kein Zugriff
- 6.1.2 Hörgeschichte als Thema weiterer Schriften von Adolf Loos Kein Zugriff
- 6.1.3 Die Geschichte der Musik als Evolution des Ohres bei Fritz Kahn Kein Zugriff
- 6.2.1 Besselers »Grundfragen des musikalischen Hörens« Kein Zugriff
- 6.2.2 Die Wiederaufnahme der Hörtypologie 1959 Kein Zugriff
- 6.2.3 Exkurs: Besselers musikwissenschaftliches Wirken zwischen Ideologie und Opportunismus Kein Zugriff
- 6.2.4 Besselers Hörtypologie im Spannungsfeld von Musikästhetik und Tonpsychologie Kein Zugriff
- 6.3.1 Technisch reproduzierte Musik und das Verhältnis von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft Kein Zugriff
- 6.3.2 Komponieren für mechanische Instrumente Kein Zugriff
- 6.3.3 Busonis Urmusik und Rilkes Ur-Geräusch: Phonographisches Hören als Ursprung neuer Klänge Kein Zugriff
- 6.3.4 Vom Hören der Schallplatte zu einem neuen Hören Kein Zugriff
- 7.1 Umbrüche hören: »Grenzwerte« in der Musik Kein Zugriff
- 7.2 Die Emanzipation der Dissonanz hören – Arnold Schönbergs Harmonielehre Kein Zugriff
- 7.3 Schönbergs Bezugnahme auf die Tonpsychologie Kein Zugriff
- 7.4.1 Georg Capellen: »Ein neuer Exotischer Musikstil« Kein Zugriff
- 7.4.2 Außereuropäische Musik in Europa Kein Zugriff
- 7.5.1 Riemanns Konfrontation mit neuen Klängen Kein Zugriff
- 7.5.2 Notation als Medialisierung des Musikhörens bei Riemann und Schönberg Kein Zugriff
- 7.5.3 Tendenzen einer Historizität des Hörens bei Riemann Kein Zugriff
- 7.6 Das Hören neuer Musik als ein neues Hören Kein Zugriff
- 7.7 Das neue Hören als ein medialisiertes Hören Kein Zugriff
- 7.8 Das neue Hören in der Moderne Kein Zugriff
- 7.9 Neues Hören und neues Sehen Kein Zugriff
- Die Medialisierung des Musikhörens Kein Zugriff
- Die Aporien des Musikhörens Kein Zugriff
- Die Vielfalt der (Hör-)Welt: Das neue Hören Kein Zugriff
- Abbildungen Kein Zugriff
- Dank Kein Zugriff




