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Monographie Kein Zugriff

Psychosen

Ringen um Selbstverständlichkeit
Autor:innen:
Verlag:
 2016

Zusammenfassung

Auch der zweite Band der neuen Reihe »Anthropologische Psychiatrie« zeigt vorbildlich, wie abhängig gute psychiatrische Forschung und Praxis von der gründlichen Reflexion über unser Menschenbild und von der Weiterentwicklung unserer Kenntnisse über Existenz und Funktionsweise des Menschen ist. Mit Andreas Heinz und Thomas Bock treffen einer der versiertesten deutschen Ordinarien und der »Vater« des Trialogs (ausgehend von den Psychoseseminaren, der ersten trialogischen Veranstaltung) zusammen. Das Ergebnis ist ein vielseitiger Blick auf Psychosen, der neue Handlungsoptionen öffnet.

In und durch Psychosen begegnen alle Beteiligten zutiefst menschlichen und uns alle im Kern berührenden Themen. Psychosen konfrontieren uns mit Fremdheit und Fremdwerden, mit dem Verlust von Selbst-Verständlichkeit und mit Irrungen und Wirrungen bei der Sinnsuche. Zugleich gestatten und fordern sie aber auch tiefe Einblicke in unser eigenes Menschsein. Zwei Psychose-Experten ermöglichen mit ihrer philosophisch-anthropologischen Annäherung neue, produktive Zugänge zum Verständnis und zur Therapie von Psychosen.

Im Zentrum des Buches steht die Entwicklung eines Krankheits- bzw. eines Gesundheitskonzeptes für psychose-erfahrene Menschen. Ausgehend von einem philosophisch informierten Krankheitsbegriff (»Wie gesund ist krank?«) werden Psychosen als die Krisen besonders sensibler Menschen veranschaulicht.

Individuelle, familiäre, gesellschaftliche und kulturelle Aspekte der Erkrankung werden ebenso diskutiert wie der anthropologische Hintergrund von Vulnerabilität und Resilienz. Die Autoren analysieren daraus ableitbare angemessene Versorgungsstrukturen an Beispielen und entwerfen konkrete Behandlungskonzepte und Visionen für Strukturveränderungen in der Psychiatrie.

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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2016
ISBN-Print
978-3-88414-602-6
ISBN-Online
978-3-88414-873-0
Verlag
PsyVer, Köln
Reihe
Anthropologische Psychiatrie
Band
2
Sprache
Deutsch
Seiten
337
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 11
    1. Kontext des Ringens um Selbstverständlichkeit Kein Zugriff
    2. An welche Traditionen der Anthropologie knüpfen wir an? Kein Zugriff
    3. Wozu nützt der anthropologische Blick auf Psychosen? Kein Zugriff
      1. Die Eigendynamik von Diagnoseschlüsseln Kein Zugriff
      1. Reduktionismus und soziale Ausgrenzung Kein Zugriff
      2. Stigmatisierung und Selbstbehauptung Kein Zugriff
      1. Konsequenzen: ein veränderter Krankheitsbegriff Kein Zugriff
      1. Seelisches Leid und soziale Beeinträchtigung Kein Zugriff
      2. Symptome als Ausdruck einer Störung wesentlicher Funktionsfähigkeiten Kein Zugriff
      3. Menschen stehen immer auch außer sich Kein Zugriff
    1. Die Rolle der Sprache Kein Zugriff
    2. Menschen- und Krankheitsbilder – Fazit Kein Zugriff
      1. Zwischen Gemeinschaft und Privatheit – das Ringen um Selbstverständlichkeit Kein Zugriff
      2. Entwicklung und Entwicklungsbrüche der Identität Kein Zugriff
      3. Doppelcharakter der sozialen Anpassung Kein Zugriff
    1. Die Bedeutung von Traumata Kein Zugriff
      1. Selbstrepräsentanzen als Erlebniseinheiten Kein Zugriff
      2. In der Welt sein Kein Zugriff
      3. Psychotische Veränderungen des personalen Erlebens Kein Zugriff
      1. Kohärenz als Voraussetzung für Resilienz Kein Zugriff
      2. Kohärenz und Psychose Kein Zugriff
    2. Resilienz und Vulnerabilität: Was macht uns (un-)verletzlich? Kein Zugriff
      1. Zu viel oder zu wenig Ambivalenz? Kein Zugriff
      2. Psychose und »Inneres Team« Kein Zugriff
      1. Soziale Kognition und Mentalisierungsfähigkeit Kein Zugriff
      2. Ursache oder Wirkung: zu viel oder zu wenig? Kein Zugriff
      3. Kognition und Metakognition Kein Zugriff
      4. Bedeutung von Symbolisierungsprozessen Kein Zugriff
      1. Zusammenhang mit Scham und Wut Kein Zugriff
      1. Die schambesetzte Grenze zwischen Innen und Außen Kein Zugriff
      1. Ebenen der Sinnsuche Kein Zugriff
      2. Die Erkundung des Unbewussten Kein Zugriff
      3. Wie archaisch ist das psychotische Erleben? Kein Zugriff
    3. Symbolisierung versus Konkretismus Kein Zugriff
    4. Sinnsuche und Genesung Kein Zugriff
      1. Empowerment und Gesundheitsförderung Kein Zugriff
    5. Balance gewinnen – Fazit Kein Zugriff
      1. Die Realität ist nicht logisch Kein Zugriff
      2. Metaphorisches Sprechen Kein Zugriff
      3. Verzweifelte Hoffnung – im Chaos des Lebens Kein Zugriff
      4. Psychosen – eine konkretistische Schwejkiade? Kein Zugriff
      5. Reizüberflutung und Verunsicherung Kein Zugriff
      6. Mitwelt und Eigenwelt Kein Zugriff
      7. Transkulturelle Lehren: Respekt gegenüber »fremdem« Erleben Kein Zugriff
      8. Entwicklungspsychologischer Bezug Kein Zugriff
      9. Innen- und Außenwelt Kein Zugriff
      10. Verändertes Weltgefühl Kein Zugriff
      1. Verlust bisheriger Selbstverständlichkeiten Kein Zugriff
        1. Dünnhäutigkeit als Hintergrund und Folge psychotischer Erfahrungen Kein Zugriff
        2. Unterschiedlicher Ausdruck der Dünnhäutigkeit Kein Zugriff
      2. Einheitspsychose oder individuelle Erfahrung Kein Zugriff
      3. Kognitive und affektive Aspekte Kein Zugriff
      4. »Psychose« als mehrdeutiger Begriff Kein Zugriff
      5. Krankheitseinsicht oder Gesundheitsbewusstsein Kein Zugriff
      1. Stimmenhören – ein vielschichtiges Phänomen Kein Zugriff
        1. Was ist Ich-Stärke? Kein Zugriff
      2. Traumparallelen: Wunsch- und Angstaspekte in psychotischen Wahrnehmungen und Weltkonstruktionen Kein Zugriff
      3. Bedrohung und Bedeutung Kein Zugriff
      1. Wahnwahrnehmungen – wenn die Welt voller Geheimnisse ist Kein Zugriff
      2. Anthropologische Ansätze zum Verständnis psychotischer Bezüge Kein Zugriff
      3. Der individuell ausgestaltete Wahn – ein Fenster zur Seele Kein Zugriff
      4. Zur Funktionalität der Wahnbildung Kein Zugriff
      5. Kulturelle Unterschiede in der Wahnbildung Kein Zugriff
      1. Sozialer Rückzug und körperliche Erstarrung Kein Zugriff
    1. Von der multifaktoriellen Bedingtheit zum Handeln in großer Not Kein Zugriff
      1. Veränderung des Zeiterlebens Kein Zugriff
      2. »Die Verwandlung« –Körperwahrnehmung in Psychosen Kein Zugriff
    2. Phänomen statt Symptom Kein Zugriff
      1. Leblos im Grauen – man nannte das läppisch Kein Zugriff
      2. Die Stimmen kamen, als ich Fragen stellen konnte Kein Zugriff
      3. Die Psychiatrie hat meine Angst vergrößert Kein Zugriff
      4. Ich fühlte mich als Mensch akzeptiert Kein Zugriff
      5. Zwei Wesen erweitern mich Kein Zugriff
      6. Arbeit kann heilen Kein Zugriff
      7. Man kann mit der Erfahrung aufstehen Kein Zugriff
      8. Nur zu sagen, die Symptome müssten weg, ist seelenlos Kein Zugriff
      9. Den anderen im Boot lassen Kein Zugriff
      10. Deutlich machen, dass etwas ganz und gar nicht stimmt Kein Zugriff
      11. Gegenkräfte wachsen in gemeinsamer Verantwortung Kein Zugriff
    3. Zum subjektiven Verständnis von Psychosen (Zehn Thesen von Dorothea Buck) Kein Zugriff
    4. Verschiedenheit respektieren – Fazit Kein Zugriff
    1. Kann jeder Mensch psychotisch werden? Kein Zugriff
    2. Zusammenspiel von Genetik und Umwelteinflüssen Kein Zugriff
    3. Treten Psychosen überall gleich häufig auf? Kein Zugriff
    4. Spezifische Migrationsbelastungen und ihr Ausdruck in psychotischen Symptomen Kein Zugriff
    5. Lebenskrisen als alltägliche Ereignisse Kein Zugriff
    6. Gesellschaftliche und politische Aspekte Kein Zugriff
      1. Die Mehrgenerationenhypothese Kein Zugriff
      2. Umgang mit diversen familiären Konstellationen Kein Zugriff
      3. Familie als Schutzraum und als Ort existenzieller Auseinandersetzungen Kein Zugriff
      1. Der Zusammenbruch des »falschen Selbst« Kein Zugriff
      2. Widersprüchliche gesellschaftliche Botschaften Kein Zugriff
        1. Neurobiologische Beobachtungen zum Vulnerabilitäts-Stress-Bewältigungs-Modell Kein Zugriff
      1. Welche psychotischen Symptome lassen sich neurobiologisch erklären? Kein Zugriff
      2. Traumatische Verletzung und erhöhtes Rauschen – ein beispielhafter Zusammenhang Kein Zugriff
      3. Wahnbildung und Exzentrik Kein Zugriff
      4. Konsequenzen für das Verständnis der Psychosen Kein Zugriff
      1. Narration und Resilienz Kein Zugriff
      2. »Naturgeschichten« von Psychosen Kein Zugriff
    7. Wider die Eindimensionalität – Fazit Kein Zugriff
      1. Grenzen der Empathie? Probleme des Zugangs zu Psychosen Kein Zugriff
      2. Eigene Wünsche – Zugang zum inneren Erleben einer Psychose Kein Zugriff
      3. Mitfühlen und Dabeisein Kein Zugriff
    1. Balance von Autonomie und Bindung Kein Zugriff
      1. Lernprozesse der psychotherapeutischen Schulen Kein Zugriff
      2. Wenn Fühlen, Denken und Handelnauseinanderfallen: zur Notwendigkeit schulenübergreifender Ansätze Kein Zugriff
    2. Sinnsuche, Aneignung und Genesung Kein Zugriff
    3. Das Dabeisein und die Konstruktion des subjektiven Sinns Kein Zugriff
      1. Wie helfen Neuroleptika und wann helfen sie nicht? Kein Zugriff
      2. Subjektive Erfahrungen mit Neuroleptika ernst nehmen Kein Zugriff
      1. Einsichtsfähigkeit und Gefährdungspotenzial Kein Zugriff
      2. Einzelfallentscheidungen Kein Zugriff
      3. Subjektives Erleben von Zwang Kein Zugriff
      4. UN-Behindertenrechtskonvention: eine neue Qualität des Diskurses Kein Zugriff
      1. Eigensinn versus Compliance Kein Zugriff
      2. Ringen um Kooperation Kein Zugriff
      3. Die Bedeutung der Erfahrungen aus unbehandelten Psychosen Kein Zugriff
      1. Von der Verunsicherung zur Bedeutung Kein Zugriff
      2. Der Übergang zur Erkrankung ist kontextabhängig Kein Zugriff
      1. Besondere Chancen der Peerarbeit (Gastbeitrag von Gwen Schulz) Kein Zugriff
      1. Partizipation in der psychiatrischen Versorgung Kein Zugriff
      2. Shared Decision – reicht das? Kein Zugriff
      3. Offene, personenzentrierte Gespräche als Basis der Therapie Kein Zugriff
      4. Notwendige therapeutische Bescheidenheit Kein Zugriff
        1. Therapeutische Begleitung – ein Beispiel Kein Zugriff
    4. Haltende Beziehung – ein Fazit Kein Zugriff
      1. Hilfe nach Bedarf oder nach Zufall und Geldbeutel? Kein Zugriff
      2. Benachteiligung besonders Bedürftiger Kein Zugriff
      1. Offene Türen Kein Zugriff
      2. Soteria – modellhafte Millieutherapie Kein Zugriff
      3. Home Treatment – Probleme des Entgeltsystems Kein Zugriff
      1. Das Regionale Budget Kein Zugriff
      2. Und sie bewegt sich doch – Integrierte Versorgung in der Großstadt Kein Zugriff
      3. Gemeindenahe Verantwortung und ihr Risiko Kein Zugriff
      4. Integrierte Versorgung integrieren! Kein Zugriff
    1. Sozialraum ist Bedeutungsraum Kein Zugriff
    2. Interaktive Elemente einer anthropologisch ausgerichteten Psychiatrie Kein Zugriff
    3. Jenseits der Mauern: Elemente einer künftigen Psychiatrie – ein Fazit Kein Zugriff
      1. Herausforderung Personenzentrierung Kein Zugriff
      2. Herausforderung der Prävention und das Dilemma der Früherkennung Kein Zugriff
      3. Herausforderung und Dilemma der Diagnostik Kein Zugriff
      4. Herausforderung Selbst- und Fremdstigmatisierung Kein Zugriff
      5. Herausforderung Eigensinn und Niedrigschwelligkeit Kein Zugriff
      6. Herausforderung Home Treatment Kein Zugriff
      7. Herausforderung Spezialisierung Kein Zugriff
      1. Eine »individualisierte« Psychiatrie Kein Zugriff
      2. Personenzentrierung ist mehr als individualisierte Medikation Kein Zugriff
      3. In sich und außer sich – die doppelte Positionalität des Menschen Kein Zugriff
      1. Pionierreise in eine unbekannte Welt Kein Zugriff
      2. Das Recht darauf, Doppelgänger meiner selbst zu sein Kein Zugriff
    1. Merkmale und Konsequenzen einer anthropologischen Psychiatrie – Schlussbemerkungen Kein Zugriff
  2. Danksagung Kein Zugriff Seiten 307 - 307
  3. Literatur Kein Zugriff Seiten 308 - 337

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