
Die Überzeugung zum Leben
Eine Ethnographie der psychiatrischen Suizidprävention- Autor:innen:
- Reihe:
- Anthropologische Psychiatrie, Band 4
- Verlag:
- 2023
Zusammenfassung
Suizidalität zu erkennen, darauf richtig zu reagieren und Betroffene schließlich wieder zum Leben zu überzeugen, gehört zu den herausfordernden, aber auch alltäglichen psychiatrischen Aufgaben. Die Suizidforschung konzentriert sich meist auf Risikofaktoren, Erklärungsmodelle und einzelne suizidpräventive Maßnahmen. Die vorliegende Ethnographie macht die Suizidprävention hingegen selbst zum Gegenstand der Analyse und Kritik. Ergebnis ist eine Geschichte und eine praxisfähige Theorie der Suizidprävention, welche die Herausforderungen, Schwierigkeiten und Widersprüche dieser Arbeit analysiert:In der Suizidprävention wird das normative Grundprinzip der autonomen Lebensführung oftmals gleichermaßen verteidigt wie auch praktisch infrage gestellt. Die schwierigen Spannungsverhältnisse von Therapie und Kontrolle, Tabu und Narrativ, Prävention und Ansteckung zeigen sich hier besonders deutlich. Diese Widersprüche herauszuarbeiten ist von geradezu existenzieller Bedeutung – und Ziel dieses Buches. Ausgezeichnet mit dem Stifterpreis Sozialpsychiatrie Frankfurt 2023!
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2023
- ISBN-Print
- 978-3-96605-218-4
- ISBN-Online
- 978-3-96605-228-3
- Verlag
- PsyVer, Köln
- Reihe
- Anthropologische Psychiatrie
- Band
- 4
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 388
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
- 1.1 Vom Weltraum in die Psychiatrie Kein Zugriff
- 1.2 Aufbau der Arbeit Kein Zugriff
- 2.1 Die biopolitische Macht über das Leben Kein Zugriff
- 2.2 Die Theoretisierung der sozialen Praxis Kein Zugriff
- 2.3 Psychiatrische Apparate und psychiatrische Regime Kein Zugriff
- 3.1 Geschichte und Merkmale ethnographischer Forschung Kein Zugriff
- 3.2.1 Ethnographien der psychiatrischen Anstalt Kein Zugriff
- 3.2.2 Ethnographien der psychiatrischen Klinik Kein Zugriff
- 3.3 Ethnographische Geschichten der Suizidprävention Kein Zugriff
- 3.4 Zwischenfazit Kein Zugriff
- 4.1 Felder, Feldzugang und Forschungsethik Kein Zugriff
- 4.2 Struktur und Basisdaten der Klinik Doppelgipfel Kein Zugriff
- 4.3 Aufbau und Konfliktlinien der Akutstation 6.1A Kein Zugriff
- 5.1 Psychiatrische Arbeit ist Überzeugungsarbeit Kein Zugriff
- 5.2.1 Herstellung von Kontakt, Einsicht und Hoffnung Kein Zugriff
- 5.2.2 Herstellung von Beziehung und Lebenswillen Kein Zugriff
- 5.3.1 Überzeugende Argumente und Beziehungen Kein Zugriff
- 5.3.2 Überzeugender Handel Kein Zugriff
- 5.3.3 Überzeugende Inszenierungen Kein Zugriff
- 5.4 Zwischenfazit Kein Zugriff
- 6.1.1 Die chronische Suizidalität von Frau Pauli Kein Zugriff
- 6.1.2 Der Suizidversuch von Frau Palmer Kein Zugriff
- 6.1.3 Gute Gründe für schlechte Non-Suizid-Verträge Kein Zugriff
- 6.2.1 Eine Serie an Kliniksuizidversuchen Kein Zugriff
- 6.2.2 Die Ansteckung der Suizidalität Kein Zugriff
- 6.2.3 Die Psychiatrie als suizidpräventiver Suizid-Hotspot Kein Zugriff
- 6.2.4 Exkurs: Die suizidpräventive Produktion von Suizidalität Kein Zugriff
- 6.3.1 Das Ausspielen der Suizidkarte durch Frau Pars Kein Zugriff
- 6.3.2 Das psychiatrische Dilemma der Suiziddrohung Kein Zugriff
- 6.3.3 Exkurs: Das tödliche Dilemma der Borderlinerin Kein Zugriff
- 6.4.1 Die nicht-suizidale Suizidalität von Herrn Pascal Kein Zugriff
- 6.4.2 Die Dialektik von Suizidprävention und Sterbehilfe Kein Zugriff
- 6.4.3 Die Physiologisierung der Suizidalität Kein Zugriff
- 6.5 Zwischenfazit Kein Zugriff
- 7.1 Leidenschaftlicher Einsatz für kontroverse Freiheiten Kein Zugriff
- 7.2 Die Herausforderung der Autonomie Kein Zugriff
- 8. Danksagung Kein Zugriff Seiten 369 - 370
- 9. Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 371 - 388




