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Sammelband Kein Zugriff

Politische Theorie und Emotionen

Herausgeber:innen:
Verlag:
 2012

Zusammenfassung

Nach liberalen Idealvorstellungen soll die Vernunft in der Sphäre der Öffentlichkeit herrschen und die Gefühle privat bleiben. Die Praxis zeigt jedoch, dass Emotionen in der Politik eine zentrale Rolle spielen. Sie können in der Politik zur Manipulation benutzt werden, ein Ausdruck authentischer Empörung sein oder selbst zum Objekt einer „Gefühlspolitik“ werden. Damit bestätigen sich philosophische und neurowissenschaftliche Einwände gegen einen Dualismus von Vernunft und Gefühl. Versteht man diese beiden Dimensionen als verwoben, werden Fundamente des liberalen Staatsverständnisses in Frage gestellt: Was folgt für den demokratischen Prozess aus der Einsicht, dass eine „Reinigung“ von Gefühlsanteilen und eine Beschränkung auf bloße Argumente nicht möglich ist?

Dieser Band versammelt Beiträge zur Frage nach den Wechselverhältnissen von Politik und Emotion aus ideengeschichtlicher, philosophischer und soziologischer Perspektive. Er zeichnet entscheidende Stationen der Theoriegeschichte nach und bietet dem Leser einen Überblick über Stand und Perspektiven der Forschung.


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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2012
ISBN-Print
978-3-8329-5018-7
ISBN-Online
978-3-8452-3836-4
Verlag
Nomos, Baden-Baden
Reihe
Schriftenreihe der Sektion Politische Theorie und Ideengeschichte in der DVPW | Studies in Political Theory
Band
23
Sprache
Deutsch
Seiten
292
Produkttyp
Sammelband

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 8
  2. Versuch eines Überblicks: Politische Theorie und Emotionen Kein Zugriff Seiten 9 - 28 Felix Heidenreich
    1. Politik und Emotionen bei Thukydides, Platon und Aristoteles Kein Zugriff Seiten 29 - 45 Dirk Jörke
    2. Eine Liebesgeschichte als Gründungsmythos: Vom Umgang mit historischen Texten Kein Zugriff Seiten 45 - 61 Charlotte Schubert
    3. Krokodilstränen auf dem Forum? – Zur Rolle der Emotionen im politischen Alltag und in der Rhetoriktheorie der Römischen Republik Kein Zugriff Seiten 61 - 87 Roxana Kath
    4. Politik als Affektmanagement Eine Skizze der Souveränitätstheorie Spinozas Kein Zugriff Seiten 87 - 105 Oliver W. Lembcke
    5. Liebe in der Politik und der Liberalismus Kein Zugriff Seiten 105 - 136 Marcus Llanque
    1. Sind die „Schreckensmänner“ mit Gefühl weniger furchteinflößend? Emotionen und sozialwissenschaftliche Akteurmodelle Kein Zugriff Seiten 137 - 155 Christian von Scheve
    2. Über Emotion, Affekt und Affizierung in der Politik Kein Zugriff Seiten 155 - 177 Paula Diehl
    3. Gegründet auf Furcht und Angst. Demokratietheoretische Überlegungen zur Angstpolitik der Gegenwart Kein Zugriff Seiten 177 - 199 Rebekka Fleiner, Gary S. Schaal
    4. Unterkühlter Diskurs, Zum Verhältnis von Emotion und Deliberation bei Jürgen Habermas Kein Zugriff Seiten 199 - 217 Florian Weber
    5. Glück als Ziel der Politik? Neue Argumente für eine Gefühlspolitik Kein Zugriff Seiten 217 - 235 Felix Heidenreich
    6. Die affektive Dimension der Demokratie. Überlegungen zum Verhältnis von Deliberation und Symbolizität Kein Zugriff Seiten 235 - 255 Gerhard Göhler
    7. Auf dem Weg zu einer neurowissenschaftlichen Gouvernementalität? Zu den Konturen einer neuen Emotionen-Politik Kein Zugriff Seiten 255 - 271 Petra Schaper-Rinkel
    8. Die Desymbolisierung des politischen Körpers Kein Zugriff Seiten 271 - 288 Sonja Buckel, Julia König
  3. Autorinnen und Autoren Kein Zugriff Seiten 289 - 292

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