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Monographie Kein Zugriff

Morale internationale und humanité im Völkerrecht des späten 19. Jahrhunderts

Bedeutung und Funktion in Staatenpraxis und Wissenschaft
Autor:innen:
Verlag:
 2013

Zusammenfassung

Die Verankerung moralisch-humanitärer Bezüge im Völkerrecht sieht sich im 19. Jahrhundert juristisch dem Vorwurf eines „Pseudo-Völkerrechts“ zu Unrecht ausgesetzt. Während eine zunehmende internationale Vertragspraxis für eine Positivierung des Völkerrechts und zugleich Abkehr vom Naturrecht spricht, zeichnet der vielfache Rekurs auf die Termini morale internationale sowie humanité in Völkerrechtslehre und -praxis ein differenzierteres wie auch ambivalentes Bild angesichts von Kolonial- und Kriegsgreuel.

morale internationalehumanité

Anhand der zeitgenössischen Völkerrechtslehre sowie drei ausgewählten Fallbeispielen aus den Themenfeldern Vertragspraxis (Kongo-Konferenz), Humanitäre Intervention (Kongo-Skandal) und Kriegsrecht/Schiedsgerichtsbarkeit verdeutlicht die Studie besondere juristische Funktionen der Termini: als unverzichtbarer Teil der Rechtsquellenlehre, Fundament der Völkerrechtsordnung und schließlich wehrhafte Grenze staatlichen Handelns.


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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2013
ISBN-Print
978-3-8487-0929-8
ISBN-Online
978-3-8452-5072-4
Verlag
Nomos, Baden-Baden
Reihe
Studien zur Geschichte des Völkerrechts
Band
30
Sprache
Deutsch
Seiten
200
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 10
  2. Vorwort und Danksagung XT Kein Zugriff Seiten 11 - 16
  3. Einführung Kein Zugriff Seiten 17 - 17
    1. Morale internationale und humanité in der Volkerrechtsgeschichte: Eine begriffliche Vielfalt Kein Zugriff Seiten 17 - 23
      1. Morale internationale in der Völkerrechts(quellen)lehre Kein Zugriff Seiten 23 - 28
      2. Völkerrechtsidealismus: Aufgabe und Zweck des Völkerrechts Kein Zugriff Seiten 28 - 30
      3. Europa und die „Barbaren“ und „Wilden“: Morale internationale und humanité als Auffangordnung und rechtlicher Mindeststandard Kein Zugriff Seiten 30 - 36
      4. Normenbildungshierarchie: Von der Sitte über die Moral zur Norm Kein Zugriff Seiten 36 - 37
      5. Morale internationale und humanité als frühe Ansätze eines ius cogens Kein Zugriff Seiten 37 - 40
      6. Sonderfrage: Die „Leugner“ des Völkerrechts: Tnternationales Recht als „bloße Moral“? Kein Zugriff Seiten 40 - 43
    2. Zusammenfassung Kein Zugriff Seiten 43 - 44
  4. „Un programme de civilisation“: Die Bekämpfung des afrikanischen Sklavenhandels in Berlin und Brüssel Kein Zugriff Seiten 45 - 45
  5. Die Bekämpfung des Sklavenhandels als Aufgabe des Völkerrechts Kein Zugriff Seiten 46 - 46
    1. Die Kongo-Konferenz 1884/85: Eine „civilisatorische Aufgabe ersten Ranges“ Kein Zugriff Seiten 47 - 52
      1. Die Internationale Geographische Konferenz zu Brüssel 1876 Kein Zugriff Seiten 52 - 54
      2. Die Bedeutung der Missionen: Religion als Zivilisationsbringer Kein Zugriff Seiten 54 - 56
      3. Befindlichkeiten interessierter und nicht-interessierter Müchte: Handelspolitische Ziele und Instrumentalisierung moralisch-humanitürer Forderungen Kein Zugriff Seiten 56 - 59
      1. Handelspolitik versus Humanitüt: Grundpositionen der Eröffnungssitzung Kein Zugriff Seiten 59 - 64
      2. Italien und die Vereinigten Staaten als Unterstützer humanitärer Vorbringen: „Nicht-interessierte“ Mächte Kein Zugriff Seiten 64 - 65
      3. Moralisches Recht zur Normgebung Kein Zugriff Seiten 65 - 66
      4. Der Zusammenhang zwischen Religion und Zivilisation Kein Zugriff Seiten 66 - 67
        1. Humanitütsmandat: Die „Fürsorge“ der Konferenz für die Indigenen Kein Zugriff
        2. Der Wert des Wechselwerts: Erfolglose Regelungen zum Spirituosenhandel Kein Zugriff
        3. Die fehlende Universalitüt: Regelungen zum Sklavenhandel Kein Zugriff
      5. Der Nachgang: Lobgesang auf eine vermeintliche Ehrung des 19. Jahrhunderts Kein Zugriff Seiten 73 - 74
    2. Zusammenfassung Kein Zugriff Seiten 74 - 76
      1. Mehr als „nur zivilisieren“: Eine internationale Gemeinschaft in der Pflicht Kein Zugriff Seiten 76 - 83
      2. „Grands désidérata de la philanthropie“: Die Bekämpfung des Sklavenhandels Kein Zugriff Seiten 83 - 86
    3. Ausblick: Die Brüsseler Anti-Sklaverei-Konferenz 1890/92 Kein Zugriff Seiten 86 - 88
    4. Zusammenfassung Kein Zugriff Seiten 88 - 88
  6. Moralische Schande und Schreck der Anti-Zivilisation: Intervention d’humanité in der Kongokrise 1906 1908 Kein Zugriff Seiten 89 - 89
    1. Institutionelle Anfünge: Die intervention d’humanité in der Völkerrechtssystematik des 19. Jahrhunderts Kein Zugriff Seiten 89 - 93
      1. Zwischen Stütze der internationalen Rechtsordnung und Kollektiv-Intervention: Die Herausbildung eines Prinzips der Nichtintervention Kein Zugriff Seiten 93 - 98
      2. Der stille Teilhaber Naturrecht: Die Lehre von den Grundrechten der Staaten Kein Zugriff Seiten 98 - 100
      1. Die Anfünge der Doktrin Kein Zugriff Seiten 100 - 108
      2. Zwischen Legalitüt und Legitimitüt: Eine Solidargemeinschaft verteidigt ihre Werte Kein Zugriff Seiten 108 - 110
      3. Der Zusammenhang von Humanität und Zivilisation: Erweiterung des positiven Völkerrechts? Kein Zugriff Seiten 110 - 112
      4. Morale internationale und Humanitüt in der Doktrin Kein Zugriff Seiten 112 - 112
    2. Zusammenfassung Kein Zugriff Seiten 112 - 113
    3. Das Modell einer Anti-Zivilisation: Der Kongoskandal Kein Zugriff Seiten 113 - 114
      1. Allianz humanitärer und kommerzieller Interessen: Humanitüt neben Freihandel Kein Zugriff Seiten 114 - 117
      2. Forderung nach einer Konferenz Kein Zugriff Seiten 117 - 119
      1. „Not to interfere in ...“: Juristische Begründungen einer humanitüren Intervention Kein Zugriff Seiten 119 - 124
      2. Das seriüse Gewicht der Vülkerrechtslehrer: Eine wegweisende belgische Publikation Kein Zugriff Seiten 124 - 127
      3. Die Annexion des EIC durch Belgien: Ergebnis einer Humanitüren Intervention? Kein Zugriff Seiten 127 - 128
    4. Die Völkerrechtler und der humanitäre Skandal im EIC Kein Zugriff Seiten 128 - 131
    5. Zusammenfassung: Ein bemerkenswerter Widerspruch zwischen Lehre und Praxis Kein Zugriff Seiten 131 - 132
  7. Eine neue Kriegsmoral: Das Völkerrecht zwischen Resignation, moralischer Kraft und Humanität Kein Zugriff Seiten 133 - 135
  8. Ein notwendiges Übel: Krieg in der Völkerrechtslehre des 19. Jahrhunderts zwischen ius ad bellum, ius in bello und bellum iustum Kein Zugriff Seiten 136 - 137
    1. Hommage an den bellum iustum im späten 19. Jahrhundert: Gerechte und rechtmäßige Kriegsgründe Kein Zugriff Seiten 138 - 141
    2. Eine jahrhundertelange Errungenschaft: Von der Moralisierung zur Formalisierung des Krieges und zuröck Kein Zugriff Seiten 141 - 143
    3. Zwischen rechtmäßig und gerecht: Nostalgie des positiven Völkerrechts? Kein Zugriff Seiten 143 - 148
    4. „Die Vermuthung der Gerechtigkeit“: Bellum iustum im 19. Jahrhundert Kein Zugriff Seiten 148 - 151
    5. Zusammenfassung Kein Zugriff Seiten 151 - 152
    6. Das Institut der internationalen Schiedsgerichtsbarkeit: Eine moralische Instanz Kein Zugriff Seiten 152 - 154
    7. Die Renaissance der Schiedsgerichtsbarkeit in der Lehre: Der Alabama-Fall und die Idee eines internationalen Strafgerichtshofs Kein Zugriff Seiten 154 - 159
    8. Die Aufnahme der Schiedsgerichtsbarkeit in der Lehre ab 1872 Kein Zugriff Seiten 159 - 161
    9. Die Volkerrechtslehre: Moralische Bindung eines rechtlichen Instruments Kein Zugriff Seiten 161 - 165
    10. Ausblick: Der Zwang im Völkerrecht: „Ob das Völkerrecht ein thatsächliches Recht ist ...“ Kein Zugriff Seiten 165 - 166
    11. Zusammenfassung Kein Zugriff Seiten 166 - 166
  9. Zusammenfassung und Ausblick Kein Zugriff Seiten 167 - 170
    1. Dokumentensammlungen und Quellen Kein Zugriff Seiten 171 - 172
    2. Literatur Kein Zugriff Seiten 172 - 190
  10. Kein Zugriff Seiten 191 - 195
  11. Kein Zugriff Seiten 196 - 200

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