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Andere Zustände

Psychopathologie, Primitivismus und Mystik bei Kubin, Broch und Musil
Autor:innen:
Verlag:
 2025

Zusammenfassung

Wie konnte einer der bedeutendsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts in Vergessenheit geraten? Alfred Kubins Roman »Die andere Seite« faszinierte große Autoren wie Thomas Mann und Franz Kafka.Die Wissensgeschichte des frühen 20. Jahrhunderts ist geprägt von drei zentralen Diskursen: Psychopathologie, Primitivismus und Mystik. Sie abstrahieren die Zustände des Krankseins, der kulturellen Fremdheit und der Erlösung. Doch im Versuch, das ›Andere‹ zu beschreiben, stoßen sie an die Grenzen der Darstellbarkeit.Die Literaturwissenschaftlerin Tina Sommavilla geht der Frage nach, wie die Literatur der Moderne an diese Leerstelle anschließt und das Auserzählen der „anderen Zustände“ zu ihrem Alleinstellungsmerkmal macht. Im Zentrum steht Alfred Kubins Roman »Die andere Seite« aus dem Jahr 1909, in dem der Autor durch das Erzählen der ›anderen Zustände‹ imaginäre sowie hochkontroverse Räume von Ost und West, Krankheit und Gesundheit, Krieg und Frieden, Traum und Realität eröffnet, um diese schließlich als Psychose eines Einzelnen mit besorgniserregenden Auswirkungen auf die erzählte Welt zu dechiffrieren. Kubin wird damit zum Vorreiter einer Erzählform, die Psychopathologie, Primitivismus und Mystik miteinander verschränkt. Hermann Broch und Robert Musil folgen Kubins Richtung und führen in den 1930er-Jahren das ›deviant-moderne‹ Erzählen in ihren Werken fort.Alfred Kubin (1877-1959) war ein österreichischer Künstler, Grafiker, Schriftsteller und Illustrator. Sein einziger Roman »Die andere Seite« wurde 1909 veröffentlicht und entstand während einer Schaffenskrise. Er gilt als wegweisend für die Phantastik und die Literatur der Moderne.Hermann Broch (1886-1951) war ein österreichischer Schriftsteller. Seit 1913 trat er sporadisch mit ersten schriftstellerischen Arbeiten hervor. 1928 bis 1931 entstand sein erstes Hauptwerk, die Romantrilogie »Die Schlafwandler«.Robert Musil (1880-1942) war ein österreichischer Schriftsteller und Theaterkritiker. Sein bekanntestes Werk ist das Romanfragment »Der Mann ohne Eigenschaften«, das ab 1930 in drei Bänden erschien.

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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2025
ISBN-Print
978-3-8353-5962-8
ISBN-Online
978-3-8353-8848-2
Verlag
Wallstein, Göttingen
Sprache
Deutsch
Seiten
338
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
  2. Einleitung Kein Zugriff Seiten 7 - 16
    1. Die Rolle der Kunst in den drei Diskursen Kein Zugriff
    1. Primitivismus, Schizophrenie und der ›andere Zustand‹ Kein Zugriff
    2. Der »Grenzfall« Moosbrugger Kein Zugriff
    3. Psychopathologie und Primitivismus Kein Zugriff
    4. Mystische Überformung Kein Zugriff
    5. Mystische (Sprach-)Auflösung Kein Zugriff
    6. Synthesis Kein Zugriff
    1. Explosion und Zerfall. Die Auferstehung Gödickes Kein Zugriff
    2. Wiederaufbau. Gödicke als eine Figuration des ›Primitiven‹ und Geisteskranken Kein Zugriff
    3. Mystische Einheit. Gödicke, »›auferstanden von den Toten‹« Kein Zugriff
    4. Resümee. Gödicke als ein diskursives »Gerüst« Kein Zugriff
  3. Exkurs: Die Diskurse in Kubins Werk Kein Zugriff Seiten 147 - 188
      1. Exkurs: Zur Krankheitsgeschichte der Epilepsie Kein Zugriff
      1. Exkurs: »Traum im Traum« Kein Zugriff
    1. Patera als Magnetiseur, Transepileptiker und Gott Kein Zugriff
      1. Psychopathologien und »Massen-selbst-morde« Kein Zugriff
      2. Drei Untergangsvisionen des Ich-Erzählers Kein Zugriff
    2. »Epilog« und Resümee Kein Zugriff
  4. Schluss Kein Zugriff Seiten 293 - 298
  5. Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 299 - 334
  6. Abbildungsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 335 - 338

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