
Normativität des Körpers
- Herausgeber:innen:
- |
- Reihe:
- Alber-Reihe Philosophie
- Verlag:
- 2011
Zusammenfassung
In diesem Sammelband werden Körperkonzepte aus unterschiedlichen philosophischen Traditionen unter der gemeinsamen Fragestellung nach dem Verhältnis von Körper und Normativität zusammengebracht. Es gibt in der Philosophie eine starke Tendenz, den Bereich der Normativität, sei sie moralisch, sozial oder politisch, von demjenigen des Körpers zu trennen oder zumindest ihr Verhältnis so zu gestalten, dass Normen und Regeln auf den Körper angewendet werden und nicht vom Körper selbst ausgehen. Ausgangspunkt der vorliegenden Aufsätze ist die Beobachtung, dass sowohl der eigene Körper als auch der Körper anderer Menschen nicht primär als physikalischer Körper beschrieben und erlebt wird, sondern handlungsorientierenden oder sogar auffordernden Charakter haben kann. Die hier vorliegenden Texte fragen, ob der menschliche Körper Anlässe oder gar Maßstäbe für diese normative Behandlung und Bewertung bzw. für eine eigene moralische oder soziale Normativität bietet. Die Grundfrage nach dem Verhältnis von beschreibbaren Fakten und normativen Bewertungen wird hier zugespitzt auf die Frage danach, inwieweit der menschliche Körper in sich selbst Maßstäbe zum menschlichen Handeln und zu einem Umgang mit Menschen enthält. Der Körper unterhält nicht nur interessante Verhältnisse zur Seele oder zur Vernunft, sondern er ist je nach Position auch Ansatzpunkt oder gar Quelle von Normativität.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2011
- ISBN-Print
- 978-3-495-48460-9
- ISBN-Online
- 978-3-495-99389-7
- Verlag
- Karl Alber, Baden-Baden
- Reihe
- Alber-Reihe Philosophie
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 128
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/InhaltsverzeichnisSeiten 1 - 6 Download Kapitel (PDF)
- Der Körper und der Mensch. Körperbegriffe in Platons Symposion Seiten 16 - 36 Michael Spang Download Kapitel (PDF)
- Der menschliche Körper ist das beste Bild der menschlichen Seele Seiten 37 - 54 Ralf Stoecker Download Kapitel (PDF)
- Die Ethik und das Lebendige. Die Frage nach der Normativität des Leibes aus der Sicht einer Theorie des Lebendigen Seiten 56 - 72 Elisabeth List Download Kapitel (PDF)
- Menschenkinder werden geboren, Dackelwelpen geworfen - Die Normativität der leiblichen Ordnung Seiten 73 - 95 Christina Schiies Download Kapitel (PDF)
- Das Erleiden von Verletzungen als leibliche Quelle von Normativität Seiten 96 - 116 Pascal Delhom Download Kapitel (PDF)
- Die Körper anderer als Quelle ethischer Normativität Seiten 118 - 139 Anne Reichold Download Kapitel (PDF)
- Zurück zum Ursprung der Einfühlung: von der Inter- zur Hyperästhesie Seiten 140 - 163 Natalie Depraz Download Kapitel (PDF)
- Lacans Antigone. Zur Normativität des Lustprinzips und dessen Jenseits Seiten 164 - 186 Christoph Holzhey Download Kapitel (PDF)
- Die argumentative Rolle des Leibes in der Ethik Seiten 188 - 198 Karl Mertens Download Kapitel (PDF)
- Wenn der Körper nicht zählt: Schwangerschaft als leiblicher Prozess und die Abtreibungsdebatte Seiten 199 - 235 Anne Siegetsleitner Download Kapitel (PDF)
- Krämerseelen, Bürgerseelen, Folterknechte. Ist eine rechtsstaatlich gehegte Rettungsfolter möglich? Seiten 236 - 253 Hauke Brunkhorst Download Kapitel (PDF)
- Autorinnen und Autoren Seiten 254 - 128 Download Kapitel (PDF)




