
Fritz Bauer und die literarische und filmische Bearbeitung des Frankfurter Auschwitz-Prozesses 1963–1965
- Autor:innen:
- Verlag:
- 2025
Zusammenfassung
Zum 60. Jahrestag des Frankfurter Auschwitz-Prozesses untersucht Kerstin Steitz Texte und Filme, die sich kritisch mit dem Gerichtsverfahren auseinandersetzen und so literarische Gerechtigkeit walten lassen. Von 1963 bis 1965 standen zweiundzwanzig Männer angeklagt wegen Mord und Totschlag im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau vor dem Schwurgericht in Frankfurt a. M.. Das deutsche Strafrecht war jedoch nicht ausgestattet, den Massenverbrechen in Auschwitz juristisch und historisch gerecht zu werden, da es die Massenverbrechen als gewöhnliche Mord- und Totschlagsfälle behandelte. Dies kam häufig einer Trivialisierung von Auschwitz gleich und stellte zentrale Aspekte teilweise sogar historisch falsch dar. Der deutsch-jüdische Holocaust-Überlebende und hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer, der den Prozess trotz starker Widerstände initiierte, war sich dieser strafrechtlichen Grenzen bewusst und bezeichnete den Frankfurter Auschwitz-Prozess als »juristische Verfremdung von Auschwitz«. Deshalb appellierte Bauer an Autoren, die Verantwortung zu übernehmen, »das auszusprechen, was der Prozess nicht im Stande war«, aufzuzeigen. Kerstin Steitz untersucht literarische Texte und Filme, die sich kritisch mit dem Frankfurter Auschwitz-Prozess auseinandersetzen und so versuchen, literarische Gerechtigkeit walten zu lassen.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2025
- ISBN-Print
- 978-3-8353-3989-7
- ISBN-Online
- 978-3-8353-4987-2
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 304
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
- Historischer Hintergrund: Der Frankfurter Auschwitz-Prozess, Fritz Bauer und die sechziger Jahre im Nachkriegsdeutschland Kein Zugriff
- Forschungsstand und literaturwissenschaftlicher Diskurs Kein Zugriff
- Verzicht auf Darstellung eines Gerichtsprozesses Kein Zugriff
- Lehrstück-Charakter der Texte und Filme Kein Zugriff
- Fragestellung und Vorgehensweise Kein Zugriff
- Kapitelübersicht Kein Zugriff
- Beitrag der Studie Kein Zugriff
- Der Frankfurter Auschwitz-Prozess als »juristische Verfremdung von Auschwitz« und Fritz Bauers Ruf nach dem Dichter Kein Zugriff
- Der Einfluss von Bauers humanistischer Bildung auf sein Denken und Handeln Kein Zugriff
- Bauers Anspruch: Die NS-Prozesse als gesellschaftspädagogische Lehrstücke Kein Zugriff
- Wirklichkeit: »Juristische Verfremdung von Auschwitz« Kein Zugriff
- Die Limitierungen des deutschen Strafrechts Kein Zugriff
- Journalistische Verfremdung von Auschwitz als Folge der juristischen Verfremdung Kein Zugriff
- Bernd Naumanns Prozessberichte als Ausnahme von der journalistischen Verfremdung von Auschwitz Kein Zugriff
- Dichtung und Wahrheit Kein Zugriff
- Ein essayistischer Bildungsroman über das Lehrstück Frankfurter Auschwitz-Prozess: Horst Krügers »Im Labyrinth der Schuld« (1964) Kein Zugriff
- Fritz Bauer und Horst Krüger Kein Zugriff
- »Spannung zwischen Erzählung und Reflexion« – Krügers Bericht als essayistischer Bildungsroman Kein Zugriff
- Krügers »ästhetisierte Wahrnehmungsweise«: Der Prozess als Theaterstück Kein Zugriff
- Der Frankfurter Auschwitz-Prozess als Hörspiel weckt Krügers Erinnerungen Kein Zugriff
- Krügers Identifikation mit den Angeklagten und seine Rollenwechsel Kein Zugriff
- Das Rollenspiel der Angeklagten Kein Zugriff
- »Hier wird Geschichte bezeugt« – Dr. Wolkens Zeugenaussage im Prozess Kein Zugriff
- Krügers Prozessurteil: Der Strafprozess als »absurdes Theater« Kein Zugriff
- Aufhebung der juristischen Verfremdung durch epische Verfremdung: Peter Weiss’ »Die Ermittlung. Oratorium in 11 Gesängen« (1965) Kein Zugriff
- »Die Ermittlung« als Lehrstück-Oratorium Kein Zugriff
- Inszenierungen der »Ermittlung« Kein Zugriff
- Gedenken der Opfer Kein Zugriff
- Der Anwalt der Überlebenden: Žika Mitrovićs Film »Zeugin aus der Hölle« (1965) Kein Zugriff
- Staatsanwalt und Verteidiger als Antagonisten der Überlebenden-Zeugin Kein Zugriff
- Dounia Zlata Ourisson-Wasserstroms Aussage im Frankfurter Auschwitz-Prozess Kein Zugriff
- Mimetisches und Anti-Mimetisches Trauma in »Zeugin aus der Hölle« Kein Zugriff
- Traumatische Rückblende: Wiederholung von Lea Weiss’ Deportation Kein Zugriff
- Der Film als Augenzeuge von Weiss’ Augenzeugenschaft Kein Zugriff
- Weiss’ fiktive Vergewaltigung und Zwangsprostitution Kein Zugriff
- Filmische Kritik am radikalen Konstruktivismus des Rechts Kein Zugriff
- Folgeprozesse ohne Folgen: Rolf Hädrichs Fernsehspiel »Mord in Frankfurt« (1968) Kein Zugriff
- Das Fernsehspiel: Geschichte und Merkmale Kein Zugriff
- Die Probe von Peter Weiss’ »Die Ermittlung« in »Mord in Frankfurt« Kein Zugriff
- Die öffentliche Meinung der sechziger Jahre: Kontrastierung von Meinungsmonologen Kein Zugriff
- »Sie erinnern mich an Auschwitz« – Kritik am Gerichtsprozess Kein Zugriff
- (Un)Wissen über Auschwitz und den Frankfurter Auschwitz-Prozess: Giulio Ricciarellis Film »Im Labyrinth des Schweigens« (2014) Kein Zugriff
- »Im Labyrinth des Schweigens« als Bildungsroman und Lehrstück der BRD Kein Zugriff
- Gesellschaftlicher und juristischer Widerstand gegen den Frankfurter Auschwitz-Prozess Kein Zugriff
- Die Zeugenbefragung im Film führt dem Publikum sein Auschwitz-Wissen vor Kein Zugriff
- Die Unwissenheit über den Frankfurter Auschwitz-Prozess als Wissensvermittlerin Kein Zugriff
- Verweise auf literarische und filmische Auseinandersetzungen mit dem Prozess im Film Kein Zugriff
- Schlussbetrachtung Kein Zugriff Seiten 283 - 292
- Literatur Kein Zugriff Seiten 293 - 302
- Filme Kein Zugriff Seiten 303 - 303
- Dank Kein Zugriff Seiten 304 - 304




