
Erscheinungsformen des modernen Rechts
- Autor:innen:
- Reihe:
- Rechtsprechung, Band 26
- Verlag:
- 2012
Zusammenfassung
Unter einem „modernen Recht" verstehen wir eine Rechtspraxis, zu deren Blickwinkel nicht nur Texte gehören, sondern auch Ereignisse, ein Rechtsbewußtsein, das sich der Wechselwirkung der Rechtsnormen mit sozialen Normen und mit politischen Entwicklungen bewußt ist und sich deshalb dieser Zusammenhänge systematisch vergewissert. Aus der Geschichte der Modernisierung des Rechts kann man lernen, daß Modernisierungsprozesse sich erst nach und nach formieren, daß sie erst spät ans Licht kommen, daß sie, widersprüchliche Züge haben können, die sich nicht zueinander fügen. Sie bedürfen einer permanenten sorgfältigen Beobachtung und der wachen Bereitschaft, Entwicklungen zu markieren und notfalls aufzuhalten. „Modernisierung" tritt in der Theorie und in der Praxis des Rechts heute in vielen Erscheinungsformen auf. Sie werden in diesem Band präsentiert. Sie reichen von Rechtsgebieten über rechtliche Instrumente bis hin zu Problemkonstellationen. Bis auf das Kapitel „Informationsgesellschaft"(V) folgt das ganze Buch klassischen Feldern und Prinzipien. „Informationsgesellschaft" ist der Fokus, der die gesellschaftliche Entwicklung, soweit sie das Recht herausfordert, auf einen neuen Begriff bringt. Die Kapitel „Menschenwürde" (I), „Freiheit" (II), „Verfassung" (III) und „Rechtsfindung" (IV) hingegen eröffnen vertraute Zugänge. Der Gehalt und die Botschaft der Konzepte von Menschenwürde, Freiheit, Verfassung und Rechtsfindung werden im Zuge der Modernisierung des Rechts belebt durch neue Fragen, die sich an sie richten, und bekommen die Chance, neue Antworten zu finden. Und der neue Fokus der Informationsgesellschaft zeigt, daß er ohne überkommene Prinzipien und Denkformen nicht zu begreifen ist.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2012
- ISBN-Print
- 978-3-465-04042-2
- ISBN-Online
- 978-3-465-14042-9
- Verlag
- Klostermann, Frankfurt am Main
- Reihe
- Rechtsprechung
- Band
- 26
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 263
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten I - VI
- Vorwort Kein Zugriff Seiten VII - XII
- Das Beispiel der Menschenwürde Kein Zugriff Seiten 1 - 14
- "Das Folterverbot gilt absolut – auch in der Stunde der Not" Kein Zugriff Seiten 15 - 18
- "Dann würde man auf eine schiefe Ebene geraten" Kein Zugriff Seiten 19 - 20
- Selbstbestimmung – noch zeitgemäß? Kein Zugriff Seiten 21 - 42
- "Weniger religiöse Symbole" Kein Zugriff Seiten 43 - 46
- Staatsrechtliche Basis religiöser Toleranz Kein Zugriff Seiten 47 - 62
- Verfassungsgerichtsbarkeit in einer Demokratie Kein Zugriff Seiten 63 - 86
- Naturrecht im Verfassungsrecht Kein Zugriff Seiten 87 - 104
- "Der Staat ist nicht mehr der Leviathan" Kein Zugriff Seiten 105 - 108
- Gibt es Unabstimmbares in der Demokratie? Kein Zugriff Seiten 109 - 118
- Juristische Methodenlehre und richterliche Pragmatik Kein Zugriff Seiten 119 - 152
- Prozeduralisierung, Wahrheit und Gerechtigkeit Kein Zugriff Seiten 153 - 172
- Über den Missbrauch von Rechten Kein Zugriff Seiten 173 - 190
- Der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit als Grenze strafrechtlicher Eingriffe Kein Zugriff Seiten 191 - 200
- Die Medien: Inszenierung der Wirklichkeit. Inszenierung der Privatheit? Kein Zugriff Seiten 201 - 214
- Grundrechtliche Spannungen zwischen Pressefreiheit, Öffentlichkeit und Privatheit Kein Zugriff Seiten 215 - 224
- Staat, Sicherheit und Information? Kein Zugriff Seiten 225 - 250
- Quellennachweise Kein Zugriff Seiten 251 - 252
- Sachverzeichnis Kein Zugriff Seiten 253 - 263




