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Sexualpädagogik im Kreuzfeuer

Der Sexualkunde-Atlas 1969 und die Kritik an schulischer Aufklärung
Autor:innen:
Verlag:
 13.02.2023

Zusammenfassung

Der Sexualkunde-Atlas von 1969 war das erste Aufklärungsbuch für den schulischen Unterricht in der Bundesrepublik. An ihm entzündete sich ein vielstimmiger und mit Heftigkeit geführter Diskurs um die Frage nach sexualpädagogischer Aufklärung. Diese Debatte war von Argumentationsmustern geprägt, die sich auch in aktuellen gesellschaftlichen Auseinandersetzungen um Formen und Orte sexueller Bildung zeigen.

Marcus Heyn untersucht den damaligen gesellschaftlichen Diskurs um sexuelle Bildung und zeigt, wie Akteur:innen und Materialien kontinuierlich zum Spielball politisch-ideologischer Kämpfe geraten. Mit seiner diskursanalytischen Untersuchung leistet er einen Beitrag zur Auseinandersetzung um Aufklärungsmaterialien in der BRD, der viele charakteristische Details zutage fördert, die es erlauben, nach Kontinuitäten in den heutigen Auseinandersetzungen zu fragen.


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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2023
Erscheinungsdatum
13.02.2023
ISBN-Print
978-3-8379-3193-8
ISBN-Online
978-3-8379-7862-9
Verlag
Psychosozial-Verlag, Gießen
Reihe
Angewandte Sexualwissenschaft
Sprache
Deutsch
Seiten
567
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/InhaltsverzeichnisSeiten 1 - 12 Download Kapitel (PDF)
  2. Download Kapitel (PDF)
      1. 1.1.1 Die Pädagogisierung der Sexualität
      2. 1.1.2 Begriffliche Einordnung des sexualpädagogischen Feldes
      3. 1.1.3 Die Normierung des sexualpädagogischen Diskurses
      4. 1.1.4 Herausforderungen für die Sexualpädagogik
      5. 1.1.5 Sexualitätsbegriffe
      6. 1.1.6 Kindliche Sexualität
      7. 1.1.7 Die Genese von Forschungsfrage und Forschungsdesign
    1. 1.2 Sexualität und Sprache im Fokus der Diskursforschung
      1. 1.3.1 Diskurstheoretische Positionierung
      2. 1.3.2 Diskursbegriff
      3. 1.3.3 Verschränkung von Diskurs- und Dispositivforschung
      4. 1.3.4 Die Ordnung der Diskurse
      5. 1.3.5 Die Durchsetzung von Bedeutung
      6. 1.3.6 Äquivalenz und Differenz
      1. 1.4.1 Öffentlichkeit und Journalismus
      2. 1.4.2 Der Begriff der Massenmedien
      3. 1.4.3 Die Funktion der Massenmedien
      4. 1.4.4 Faktuale Texte als Untersuchungsgegenstand
    2. 1.5 Korpusbildung
      1. 1.6.1 Einzeltextanalyse
      2. 1.6.2 Narrative und argumentative Struktur
      3. 1.6.3 Synoptische Analyse
  3. Download Kapitel (PDF)
      1. 2.1.1 Strukturierung der bundesrepublikanischen Presselandschaft
      2. 2.1.2 Die Medienlandschaft in den »langen 60er Jahren«
      1. 2.2.1 Die sexualpolitische Programmatik Strobels
      2. 2.2.2 Die KMK-Empfehlungen zur Sexualerziehung in den Schulen
      1. 2.3.1 Das Layout
      2. 2.3.2 Die inhaltliche Konzeption
      3. 2.3.3 Textgestaltung und -aussagen
      4. 2.3.4 Die Bildsprache
      5. 2.3.5 Verortung im öffentlichen Aufklärungsdiskurs der BRD
      6. 2.3.6 Die Normalisierung der Autosexualität
      7. 2.3.7 Die Ausblendung kindlicher Sexualität
  4. Download Kapitel (PDF)
      1. 3.1.1 Der institutionelle Rahmen
      2. 3.1.2 Reimut Reiche: »Zeugung ist Ordnung« (7. Juli 1969)
      3. 3.1.3 o. A.: »Aufklärung/Sexualkunde-Atlas: So einfach« (29. September 1969)
      4. 3.1.4 Die Interpretation des Diskurses im Spiegel
      1. 3.2.1 Der institutionelle Rahmen
      2. 3.2.2 Ingeborg Jahn: »Viele Rechenbücher – nur ein Sex-Atlas« (11. Juni 1969)
      3. 3.2.3 Die Interpretation des Diskurses in der FR
      1. 3.3.1 Der institutionelle Rahmen
      2. 3.3.2 Marion Schreiber: »Aufklärung ohne Scheu« (20. Juni 1969)
      3. 3.3.3 Inga Wex: »Grobe und harte Mittel« (18. Juli 1969)
      4. 3.3.4 Erna Stahl: »Eros bleibt auf der Strecke« (18. Juli 1969)
      5. 3.3.5 Die Interpretation des Diskurses in der Zeit
      1. 3.4.1 Der institutionelle Rahmen
      2. 3.4.2 Carl Schopen: »Sexualaufklärung für Schüler und Erziehungsberechtigte« (11. Juni 1969)
      3. 3.4.3 Helene Rahms: »Wer mag da noch lieben? Sexualkunde in der Klempner-Sprache« (24. Juni 1969)
      4. 3.4.4 Hans Dahs: »Geschlechtserziehung im Parterre« (3. Juli 1969)
      5. 3.4.5 o. A.: »Sexualkunde-Atlas. Kritik durch das Familienministerium« (17. Juli 1969)
      6. 3.4.6 Otfried Lieberknecht: »Sollen die Schulen sexuell aufklären?« (19. Juli 1969)
      7. 3.4.7 Die Interpretation des Diskurses in der FAZ
      1. 3.5.1 Institutioneller Rahmen
      2. 3.5.2 Jörg Drews: »Der Atlas« (1. Juli 1969)
      3. 3.5.3 Die Interpretation des Diskurses in der SZ
      1. 3.6.1 Institutioneller Rahmen
      2. 3.6.2 Bernd Nellessen: »Ein Sexualkunde-Atlas soll den Schülern alles über Mann und Frau sagen« (14. Juni 1969)
      3. 3.6.3 Bernd Nellessen: »Sexualkunde – keine Zoologie« (16. Juni 1969)
      4. 3.6.4 Hans Arthur Stieler von Heydekampf: »Der Sexual-Atlas und seine Folgen« (30. Juni 1969)
      5. 3.6.5 Leonhard Stits-Ulriel: »Ein großer Durchbruch« (30. Juni 1969)
      6. 3.6.6 Dr. Hans Müller: »Eine jugendgefährdende Schrift?« (30. Juni 1969)
      7. 3.6.7 Benedicts von Bitter: »Ethische Mängel« (30. Juni 1969)
      8. 3.6.8 Johannes Fischer: »Aufgabe der Eltern« (30. Juni 1969)
      9. 3.6.9 K. Philip: »Die juristische Seite« (30. Juni 1969)
      10. 3.6.11 Loise Kerber: »Mit zoologischer Brutalität« (30. Juni 1969)
      11. 3.6.12 Horst Rumpf: »Freud wurde von den Verfassern des Sexual-Atlas nicht gefragt« (2. Juli 1969)
      12. 3.6.13 Die Interpretation des Diskurses in der Welt
      1. 3.7.1 Institutioneller Rahmen
      2. 3.7.2 Martin Klaus Keune: »Der Sex-Atlas entzweit die Ministerinnen« (20. Juli 1969)
      3. 3.7.4 Die Interpretation des Diskurses in der Bild am Sonntag
  5. Download Kapitel (PDF)
      1. 4.1.1 Geschlecht
      2. 4.1.2 Alter
      3. 4.1.3 Parteimitgliedschaft
      4. 4.1.4 Konfession
      5. 4.1.5 Berührungspunkte mit Sexualpädagogik
      1. 4.2.1 Informationsbetonte Texte
      2. 4.2.2 Meinungsbetonte Texte
      3. 4.2.3 Textsortenübergreifende Merkmale
      1. 4.3.1 Die Bedeutung der Metapher im Diskurs
      2. 4.3.2 Die Prädikation des Gezeigten durch Wortfelder der Abscheu
      1. 4.4.1 Dramatisierung der Narration
      2. 4.4.2 Vereinfachungen und Verallgemeinerungen
      3. 4.4.3 Die Diffamierung als etablierte Argumentationsstrategie
      1. 4.5.1 Kritik am Sexualkunde-Atlas als Ausdruck des Streites um die Natur des Sex
      2. 4.5.2 Die agonalen Zentren im Diskurs
      3. 4.5.3 Die fortgesetzte Entsexualisierung des Kindes
      4. 4.5.4 Die diskursive (Re-)Produktion der sexuell gefährdeten Kindheit und Jugend
      5. 4.5.5 Relikte des Anti-Onanie-Diskurses
  6. Download Kapitel (PDF)
      1. 5.1.1 Die Performativität des Diskurses
      2. 5.1.2 Die Verschränkung des Mediendiskurses mit weiteren Diskurssträngen
      3. 5.1.3 Der Sexualkunde-Atlas als bevölkerungspolitisches Projekt
      1. 5.2.1 Zwischen Liberalisierung und sexueller Panik – der Diskurs um Muß-Ehen muß es nicht geben
      2. 5.2.2 Sexualpolitik der »Konservativen Wende« – der Diskurs um betrifft: sexualität
      3. 5.2.3 Der Diskurs um Let’s talk about Sex in der HIV-Krise
      1. 5.3.1 Das Hofieren rechter Kulturkritik im Diskurs um Körper, Liebe, Doktorspiele
      2. 5.3.2 Re-Normierung von Sexualität im Diskurs um Sexualpädagogik der Vielfalt
      3. 5.3.3 Anregungen zum Schluss
  7. LiteraturSeiten 487 - 518 Download Kapitel (PDF)
  8. Anhang: Einzeltexte des konkreten KorpusSeiten 519 - 567 Download Kapitel (PDF)

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