
Perzeptives Sprechen
Wie der Mensch dazu kam, Dinge nicht zu sehen- Autor:innen:
- Verlag:
- 2026
Zusammenfassung
Wiedererkennen ist für Systeme des Perzipierens die primäre Funktion. Dazu dienen neurale Muster, die überdies erinnerbare Erfahrungen ordnen und im Hinblick auf aktuell verlangte, angemessene Reaktionen erschliessen. Vor etwa 2,5 Millionen Jahren entwickelte sich, wohl kongenial mit dem Produzieren von Werkzeugen, bei Homininen ein kategorial neuer Modus: sprechbewusstes Perzipieren. Der Modus ‹sprechbewusst› zeitigt grosse Konsequenzen: Er dissoziiert die sensobasiert-holistischen Perzepte der Realität in analytische Narrative; er erlaubt, unabhängig von aktuellen Perzepten zu erinnern, zu planen und sich nicht nur «Dinge» vorzustellen, sondern neu auch «Sachverhalte» zu denken; er konstituiert soziale «Welten»; er ermöglicht die Teilhabe an Erfahrungen und Erinnerungen anderer, was zu einem kollektiven Schatz an Wissen führt. Eine wichtige Einsicht: Verbalisiert-bewusstes Perzipieren alias perzeptives Sprechen entwickelte sich nicht, um ein Bedürfnis nach Kommunikation zu befriedigen, sondern primär, um Lebewesen in ihren Bemühungen zu überleben zu unterstützen.
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Bibliographische Angaben
- Auflage
- 1/2026
- Copyrightjahr
- 2026
- ISBN-Print
- 978-3-7965-5468-1
- ISBN-Online
- 978-3-7965-5469-8
- Verlag
- Schwabe, Basel / Berlin
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 608
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff
- 1. Wovon wird zu berichten sein? Kein Zugriff
- 2.1. Ohne Sprechfähigkeit keine «Sprache» Kein Zugriff
- 2.2. Der aufrechte Gang und das Sprechen Kein Zugriff
- 2.3.1. Im Anfang war offenbar … eine Mutation Kein Zugriff
- 2.3.2. Das Gehirnwachstum als Opportunität Kein Zugriff
- 2.3.3. Zweckdienlichkeit und «Warn»nehmung Kein Zugriff
- 2.3.4. Gestikulieren – verkümmerter Konkurrent des Sprechens? Kein Zugriff
- 3.1. Die Konstitution von Erfahrung Kein Zugriff
- 3.2. ‹Erfahrung› nutzen zur Formulierung von Reaktionen Kein Zugriff
- 3.3. ‹Erfahrung› erlaubt ‹wählen› und noch viel mehr Kein Zugriff
- 3.4. Vivens sum, loquens exsto Kein Zugriff
- 3.5. Washoe – ein evolutionstheoretischer Schlüssel? Kein Zugriff
- 4.1. Blindsehen – ein «Sehen» ohne Wenn und Aber Kein Zugriff
- 4.2. Traumsehen – eine ordentliche Leistung des Thalamus Kein Zugriff
- 5.1.1. Der gnatische Strang: Von Impressionen zu Holognaten Kein Zugriff
- 5.1.2. Perzipiertes verstetigen: Eine Leistung des Thalamus mit Folgen Kein Zugriff
- 5.1.3. Der neuremische Strang: Von Kognaten zu Typoremen Kein Zugriff
- 5.1.4. Die Phonoremisierung des sensobasiert Perzipierten Kein Zugriff
- 5.1.5. Der Papez’sche Schaltkreis – in neuer Rolle Kein Zugriff
- 5.1.6. Von der Notwendigkeit, Typoreme vorsprechlich zu postulieren Kein Zugriff
- 5.1.7. Der «formlose» Elefant im Raum Kein Zugriff
- 5.2. Typisieren und Kategorisieren – zusammengefasst Kein Zugriff
- 6.1. Meerkatzen – aus Erfahrung verständlich laut Kein Zugriff
- 6.2. Sprechfähigkeit erlaubt nebenbei Kommunikation Kein Zugriff
- 6.3.1. Die Sprechfähigkeit «theoretisch» auf die Füsse stellen Kein Zugriff
- 6.3.2. Neureme – das Sensorische transzendierend Kein Zugriff
- 6.3.3. Die Geburt des Sprechens – ein fundamentales «Hörspiel» Kein Zugriff
- 6.3.4. Szene und Narrativ: Eine weitere Parallelführung Kein Zugriff
- 6.4.1. Der Vorgang der neuremischen Dissoziation Kein Zugriff
- 6.4.2. Dissoziation – ein janusgesichtiges Geschenk Kein Zugriff
- 6.4.3. Negieren Kein Zugriff
- 6.4.4. «Real» zählen und «irreal» rechnen Kein Zugriff
- 6.4.5. Quantifizieren Kein Zugriff
- 6.4.6. Die sprechliche Illusion der Konstanz Kein Zugriff
- 6.4.7. Tonspreche – Bildspreche Kein Zugriff
- 6.5.1. Von der Rückseite des Tisches Kein Zugriff
- 6.5.2. Transzendenz und Immanenz neu verorten Kein Zugriff
- 6.5.3. Physik und Metaphysik I: Vom ‹Raum› zum ‹Erfahrungsraum› Kein Zugriff
- 6.5.4. Physik und Metaphysik II: ‹Ursache› und ‹Folge› Kein Zugriff
- 6.5.5. Physik und Metaphysik III: Ein Quantum ‹Bewegung› Kein Zugriff
- 6.5.6. Eine «achilleische» (Fersen)kritik der Empirie Kein Zugriff
- 6.5.7. Die dilatierende Zeit und ein «knalliger» Anfang Kein Zugriff
- 7.1.1. Von Warnlauten zur Produktion sprechlicher Laute Kein Zugriff
- 7.1.2. Referieren, die Zeigedefinition und «der Geruch» von Wörtern Kein Zugriff
- 7.1.3. Gibt es vorsprechliches Denken? Kein Zugriff
- 7.2.1. ‹bewusst› kommt von ‹bewissen› Kein Zugriff
- 7.2.2. Vorstellungsprodukte als Zeugnisse von Sprechbewusstsein Kein Zugriff
- 7.2.3. Eine neugierige Frage: Wozu «sprechbewusst werden»? Kein Zugriff
- 7.3.1. «Anfeuernde Wirklichkeit» – eine «Bildbetrachtung» Kein Zugriff
- 7.3.2. ‹perzipieren› und ‹wahrnehmen› – zusammengefasst Kein Zugriff
- 7.3.3. Von der «sinnlichen Realität» Kein Zugriff
- 7.3.4. «Realität» – die den Dingen «an sich» zugelegte Kein Zugriff
- 7.4.1. Was heisst ‹verstehen›, was bedeutet ‹bedeuten›? Kein Zugriff
- 7.4.2. Was bleibt vom «hermeneutischen Zirkel»? Kein Zugriff
- 7.4.3. Die neuremische Abstraktion Kein Zugriff
- 7.4.4. Zur neuranatomischen Verortung von ‹denken› Kein Zugriff
- 7.4.5. Zur neuralen Basis lexikalischer Strukturen Kein Zugriff
- 7.4.6. Komplexe adverbiale Welt – epistemologisch unterschätzt Kein Zugriff
- 7.4.7. Hypostasieren – «wirksam» falsche Realitäten vorspiegeln Kein Zugriff
- 7.5.1. Zur Kategorie «Mensch» Kein Zugriff
- 7.5.2. Das talentierte Mr / Mrs ‹Ich› – «idiotisch-selbstbezogen» Kein Zugriff
- 7.5.3. Ist «wir» mehrere «iche»? Kein Zugriff
- 7.5.4. Fazit: «Das Ich» ist ein problemanfälliger Fall «für sich» Kein Zugriff
- 7.6.1. Reflexale oder «emotionale» Reaktionen Kein Zugriff
- 7.6.2. Wer hat Angst vor Bewertungstheorien? Kein Zugriff
- 7.6.3. Zur Perzeption von Emotionen Kein Zugriff
- 7.6.4. Von allen guten Definitionen verlassen Kein Zugriff
- 7.6.5. Auf der Suche nach Grund im Fliesssand der Innenwelt Kein Zugriff
- 7.6.6. Zur Verortung von ‹fühlen› – ein definitorischer Versuch Kein Zugriff
- 7.6.7. Zur Verortung von ‹fühlen› – eine perzeptionelle Invention Kein Zugriff
- 7.6.8. «Nasobemgefühle»? Kein Zugriff
- 7.6.9. Erfahrung von oder Gefühl für … ‹Zeit›? Kein Zugriff
- 8.1 Valet – fluid-flüchtig – und Dank – solid-herzlich Kein Zugriff
- 9.1. Evolution: «kausale» und «finale» Ansätze Kein Zugriff
- 9.2.1. Zwei Prinzipien: Zufall und Notwendigkeit Kein Zugriff
- 9.2.2. Was die Darwin-Finken methodologisch «twittern» Kein Zugriff
- 9.2.3. Vom Glück der Opportunisten Kein Zugriff
- 9.2.4. Natürliche Selektion und Anpassung: eine Vertiefung Kein Zugriff
- 9.3.1. Lern- und Anpassungsfähigkeit – der «evolutionäre Vorteil» Kein Zugriff
- 9.4. ‹evoluieren›: Eine Zusammenfassung zentraler theoretischer Begriffe Kein Zugriff
- 10.1. Gedruckte Publikationen Kein Zugriff
- 10.2. Konsultierte Websites Kein Zugriff
- 10.3. Diverse Berichte und Zeitungsartikel Kein Zugriff
- 11. Glossar wichtiger Termini Kein Zugriff





