Erinnern allein reicht nicht
Nachwirkungen der NS-Ideologie wahrnehmen und verstehen- Autor:innen:
- Reihe:
- Bibliothek der Psychoanalyse
- Verlag:
- 01.03.2024
Zusammenfassung
Die nationalsozialistische Ideologie blieb nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs für etliche Deutsche mental führend. Wegschauen, Schweigen, Verneinen, Verleugnen und Vergessen-Machen dienten gegenüber der Demokratisierung als Abwehrformen. Ebenso sollte damit eine Schuldaufdeckung verhindert werden. Während im öffentlichen Raum mittels Mahn- und Gedenkmalen sowie in politischen Reden zunehmend an die Gräueltaten der Vergangenheit erinnert wurde, sollte Erinnerung im privaten Raum dagegen gelöscht werden. In dieser Weise wurde die Gefahr des Rechtsextremismus andauernd und weit unterschätzt. Doch das Wissen um die während des »Dritten Reichs« geschehenen Verbrechen setzte sich transgenerational in den nächsten Generationen fort. Trotz ihrer eigenständigen Aufklärung litten die Kriegskinder und Folgegenerationen unter dieser Weitergabe des so gefühls- und schuldbelasteten Erbes, sodass sie dadurch auch eine Prägung erfuhren. Das Anliegen von Anita Eckstaedt ist ganz allgemein die Wahrnehmung für verbliebene Phänomene der NS-Ideologie zu sensibilisieren, um letztlich ähnlichen Entwicklungen von Destruktivität entgegentreten zu können. Dementsprechende Anzeichen oder Einstellungen werden in ihren Zusammenhängen durch die in Analysen gewonnenen Erkenntnisse aufgezeigt. Diese Orientierung ermöglicht auch jenseits des psychoanalytischen Behandlungsraums ein leichteres sowie frühes Erkennen solcher Gefahr.
Schlagworte
Publikation durchsuchen
Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2024
- Erscheinungsdatum
- 01.03.2024
- ISBN-Print
- 978-3-8379-3240-9
- ISBN-Online
- 978-3-8379-6106-5
- Verlag
- Psychosozial-Verlag, Gießen
- Reihe
- Bibliothek der Psychoanalyse
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 254
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
- Dank Kein Zugriff Seiten 7 - 8
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 9 - 14
- 1 Die »Stunde Null« und der Beginn des Schweigens Kein Zugriff Seiten 15 - 34
- 2 Zerstörter Dialog Kein Zugriff Seiten 35 - 54
- 3 Zerstörte Erinnerung Kein Zugriff Seiten 55 - 78
- 4 Zwei konträre Schicksale junger Männer mit ihren Nazivätern Kein Zugriff Seiten 79 - 96
- 5 Schreckensbilder Kein Zugriff Seiten 97 - 97
- 5 Ein deutsches Flüchtlingsschicksal in der »Dritten Generation« Kein Zugriff Seiten 97 - 114
- 6 Der immerwährende Traum von der Größe von Generation zu Generation Kein Zugriff Seiten 115 - 138
- 7 Ich-syntone Objektmanipulation Kein Zugriff Seiten 139 - 158
- 8 Führer, Geführte und das Feindbild Kein Zugriff Seiten 159 - 190
- 9 Die Unfähigkeit zur Anerkennung von Schuld Kein Zugriff Seiten 191 - 216
- 10 Verwöhnung als Ausgangspunkt für »Größe« Kein Zugriff Seiten 217 - 238
- Resümee Kein Zugriff Seiten 239 - 244
- Literatur Kein Zugriff Seiten 245 - 254





