
Die Weißen Blätter
Eine konservative Zeitschrift im und gegen den Nationalsozialismus- Autor:innen:
- Verlag:
- 2006
Zusammenfassung
Immer wieder wird in der Fachliteratur auf die Nähe konservativer Einstellungen zum Nationalsozialismus hingewiesen. Die in der Zeit des NS-Regimes von dem Monarchisten Karl Ludwig Freiherr zu Guttenberg herausgegebene Zeitschrift 'Weiße Blätter – Monatszeitschrift für Geschichte, Tradition und Staat' gibt durch ihren Inhalt an vielen Stellen dieser Behauptung nur vordergründig recht. Tatsächlich rechneten die Zeitgenossen sie dem Widerstand zu, und den Nationalsozialisten war sie mehr als verdächtig. Die 'Weißen Blätter' waren im geistig gleichgeschalteten Umfeld eine der wenigen verbliebenen Plattformen, wo 'andere' Wertvorstellungen veröffentlicht und gelesen werden konnten. Bei ihrem Verbot 1943 boten sie eine der letzten Möglichkeiten in Deutschland, gegen das Regime zu veröffentlichen. Konsequenterweise schloss sich der Herausgeber Guttenberg aktiv der Widerstandsbewegung an und wurde nach dem Attentat vom 20. Juli 1944 verhaftet und am 24. April 1945 ohne Prozess ermordet. Die Autorin, Guttenbergs Tochter, weist sowohl in der Darstellung der Geschichte der Zeitschrift als auch durch Inhaltsanalysen von Beiträgen nach, dass konservative Einstellung und nationalsozialistisches Gedankengut mitnichten deckungsgleich waren. Allein schon die Veröffentlichung der von tiefen religiösen Wurzeln geprägten Texte der Dichter Reinhold Schneider oder Jochen Klepper waren ein Akt des Widerstands. Aber auch andere Artikel werfen manches Schlaglicht auf die Möglichkeiten wie auf die Gefahren nichtkonformer publizistischer Tätigkeit. Das Buch schließt eine wichtige Lücke in der Erforschung antinationalsozialistischer Publikationsgeschichte.
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Bibliographische Angaben
- Auflage
- 1/2006
- Copyrightjahr
- 2006
- ISBN-Print
- 978-3-86732-102-0
- ISBN-Online
- 978-3-86732-869-2
- Verlag
- Lukas Verlag, Berlin
- Reihe
- Studien und Dokumente zu Alltag, Verfolgung und Widerstand im Nationalsozialismus
- Band
- 6
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 349
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Inhalt Kein Zugriff
- Vorwort Kein Zugriff Seiten 7 - 17Autor:innen:
- Karl Ludwig zu Guttenberg als Herausgeber der Weißen Blätter Kein Zugriff Seiten 18 - 51
- Einführung Kein Zugriff
- Konservatives Gedankengut Kein Zugriff
- Gedanken zur Staatsform und der Nation Kein Zugriff
- Ideen der Zeit Kein Zugriff
- Das Bild der Frau Kein Zugriff
- Geistesgeschichtliche Vorstellungen Kein Zugriff
- Kontinuität politischer Anliegen und Interessen Kein Zugriff
- Zum Umgang mit nationalsozialistischen Vorstellungen Kein Zugriff
- Auseinandersetzung mit Philosophie und Naturwissenschaften Kein Zugriff
- Zum Sonderstatus der Deutschen und Deutschlands Kein Zugriff
- Weitere Themen Kein Zugriff
- Autoren und Beiträge, die dem Nationalsozialismus verbunden sind Kein Zugriff
- Christliche Einflüsse und theologische Diskussionen Kein Zugriff
- Reinhold Schneiders Bild des Christentums Kein Zugriff
- Staat und Religion Kein Zugriff
- Wirtschaftliche und außenpolitische Diskussionen Kein Zugriff
- Berichte über das Schicksal der Juden und antisemitische Äußerungen Kein Zugriff
- Beiträge von Autoren, die sich am Widerstand beteiligten Kein Zugriff
- Zeitkritik in den Beiträgen anderer Autoren Kein Zugriff
- Der nationalsozialistische Staat und seine »Macht- und Rechtsauffassung« im Spiegel der Weißen Blätter Kein Zugriff
- Abhandlungen über Zeitereignisse Kein Zugriff
- Der Zweite Weltkrieg Kein Zugriff
- Die Buchkritik in den »Weißen Blättern« Kein Zugriff
- Regimekritische Autoren der »Weißen Blätter« Kein Zugriff
- Zwei Autoren aus dem George-Kreis Kein Zugriff
- Die Kurzmeldungen Kein Zugriff
- Die letzten Hefte der »Weißen Blätter« Kein Zugriff
- Schluss Kein Zugriff
- Literatur Kein Zugriff
- Personenregister Kein Zugriff





