Der Ausschluss der Ahmadiyya aus dem Islam
Rechtspolitische Konstruktion und Konstitutionalisierung einer vermeintlichen Häresie- Autor:innen:
- Reihe:
- Studien zu Religion, Philosophie und Recht, Band 7
- Verlag:
- 2022
Zusammenfassung
Die Arbeit diskutiert die historischen und (macht-)politischen Hintergründe sowie die juristisch wie theologisch fragwürdige Rechtfertigung der historisch einmaligen Verfassungsänderung, mit welcher das pakistanische Parlament Ahmadi-Muslime – entgegen ihrem religiösen Selbstverständnis – im Jahr 1974 kraft (vermeintlichen) Amtes aus dem Islam exkommunizierte. Als Beurteilungsmaßstab legt die Arbeit das jeweilige Konzept der Religionsfreiheit in den drei maßgebenden Rechtsordnungen – islamische Rechtsquellen, pakistanisches Verfassungsrecht und Völkerrecht – zugrunde und beschäftigt sich in formell-kompetenzieller sowie sachlich-materieller Hinsicht eingehend mit der Frage der (Un-)vereinbarkeit dieses Handelns des verfassungsändernden Gesetzgebers mit den drei maßgebenden Rechtsordnungen. „(…) fast könnte man sagen, dass hier drei Dissertationsthemata in einer einzigen Monographie erörtert werden (…) sehr sachkundige Ausführungen zur Religionsfreiheit (…). (…) eine herausragende Leistung (…).“Prof. Dr. Dr. Rainer Hofmann „Ähnlich wie 1948 der prominente Jurist Sir Zafrullah Khan im Rahmen der Verabschiedung der Universal Declaration of Human Rights – entgegen vorherrschender islamisch-konservativer Stimmen – die Religionsfreiheit verteidigte, führt auch Naweed Mansoor plausible und authentische Argumentationsmöglichkeiten fort, die ein freiheitliches Konzept der Religionsfreiheit auf Grundlage islamischer Rechtsquellen zulassen. Dies könnte auch als eine Chance für den wichtiger denn je gewordenen innerislamischen Dialog begriffen werden.“Prof. Dr. Dr. h.c. Heiner Bielefeldt, Ehemaliger UN-Sonderberichterstatter für Religions- und Weltanschauungsfreiheit (2010 – 2016) „Die Religionsfreiheit war schon eine der berühmten vier Freiheiten, die Roosevelt einst verkündete – und sie ist immer noch eine Voraussetzung für einen funktionierenden freiheitlichen Staat. Dass die Ahmadis in Pakistan diese Freiheit nicht genießen, ist auch der deutschen juristischen und politischen Öffentlichkeit bekannt, aber diese Kenntnis war oberflächlich. Die Arbeit von Mansoor befriedigt in vorzüglicher Weise das Bedürfnis nach einer vertieften und genauen Kenntnis dieser Bedrohung der Religionsfreiheit. Sie liest sich dabei in Teilen wie ein Krimi, und dies ohne Einbußen in ihren formal wie inhaltlich wissenschaftlich hohen Ansprüchen zu erleiden. Sie wird [in] der Öffentlichkeit entsprechend große Beachtung finden.“Prof. em. Dr. Michael Bothe
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2022
- ISBN-Print
- 978-3-8487-7647-4
- ISBN-Online
- 978-3-7489-1026-8
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Reihe
- Studien zu Religion, Philosophie und Recht
- Band
- 7
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 475
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 26
- Einleitung und Problemaufriss Kein Zugriff
- Gang der Untersuchung Kein Zugriff
- Die fünf Glaubenspfeiler und sechs Glaubensartikel des Islams Kein Zugriff
- Die zehn Bedingungen des sog. ‘Bai’at’ Kein Zugriff
- Ziel der Bewegung Kein Zugriff
- Keine Strafbarkeit für Apostasie Kein Zugriff
- Vereinbarkeit von Glaube und Vernunft Kein Zugriff
- Das Dschihad-Konzept in der Lehre der Ahmadiyya Muslim Jamaat Kein Zugriff
- Der subsidiäre Gebrauch von idschtihad Kein Zugriff
- Verwerfung von Bida’at Kein Zugriff
- Das Nizam-e-Khilafat und Nizam-e-Jamaat Kein Zugriff
- Die Sezession der sog. Lahori-Gruppe Kein Zugriff
- Die Christologie der Ahmadiyya Muslim Jamaat Kein Zugriff
- Der Anspruch Ghulam Ahmad’sas Kein Zugriff
- Überlieferung über den Zustand der Muslime Kein Zugriff
- ‘Das Brechen des Kreuzes und das Töten des Schweins’ Kein Zugriff
- ‘Die Abschaffung des Krieges’ Kein Zugriff
- Das ‘Verteilen von Schätzen’ Kein Zugriff
- ‘Die Annahmeverweigerung’ Kein Zugriff
- Fazit Kein Zugriff
- Gründungsphilosophie des Staates Pakistan: Jinnah’s Idee eines säkular-demokratischen Staates Kein Zugriff
- Die janusköpfige Präambel: ‘The Objectives Resolution’ Kein Zugriff
- Vom sog. Liaquat-Nehru-Pakt zur intoleranten Homogenisierung Kein Zugriff
- Die verfassungsrechtlichen Dilemmata Pakistans Kein Zugriff
- Schutzbereich der Religionsfreiheit nach Art. 20 der pakistanischen Verfassung Kein Zugriff
- Weitere relevante Verfassungsbestimmungen Kein Zugriff
- Zwangsverbot in Glaubensdingen Kein Zugriff
- Sure Al-Hadsch (22: 40-41) – Bloßes Notwehrrecht oder Grundlage für Religionsfreiheit und Pluralismus? Kein Zugriff
- Weitere Grundlagen im Koran für Religionsfreiheit Kein Zugriff
- Kollision zwischen der Religionsfreiheit und den kampfanordnenden Versen Kein Zugriff
- Exkursbetrachtung: Kollision zwischen Religionsfreiheit und dem Konzept der sog. Dschiziya Kein Zugriff
- Begründung des Erkenntnisinteresses Kein Zugriff
- Definition der Apostasie Kein Zugriff
- Usmani und die Todesstrafe Kein Zugriff
- Maududi und die Todesstrafe Kein Zugriff
- Strafbarkeit der Apostasie in sonstigen islamischen Rechtsquellen Kein Zugriff
- Fazit Kein Zugriff
- Bedeutung der Religionsfreiheit im Völkerrecht Kein Zugriff
- Die sog. ‘Objecitves Resolution’ (Art. 2A der Verfassung) Kein Zugriff
- Art. 40 der Verfassung Kein Zugriff
- Die sog. Federal Legislative List Kein Zugriff
- Zwischenergebnis Kein Zugriff
- Inhalt und Schutzbereich des Art. 18 AEMR Kein Zugriff
- Der historische Standpunkt Pakistans zur Religionsfreiheit in der AEMR Kein Zugriff
- Völkerrechtliche Einordnung der AEMR und deren Relevanz für die Islamische Republik Pakistan Kein Zugriff
- Inhalt und Schutzbereich der Religionsfreiheit, Art. 18 IPbpR Kein Zugriff
- Begriff der Minderheit Kein Zugriff
- Problematischer Inhalt und Schutzbereich des Art. 27 IPbpR Kein Zugriff
- Konzeptueller Unterschied zwischen Art. 27 und Art. 18 IPbpR Kein Zugriff
- Art. 2 Abs. 1 IPbpR Kein Zugriff
- Art. 20 Abs. 2 IPbpR Kein Zugriff
- Art. 26 IPbpR Kein Zugriff
- Völkerrechtliche Einordnung des IPbpR Kein Zugriff
- Erklärung über die Beseitigung aller Formen von Intoleranz und Diskriminierung aufgrund der Religion oder Überzeugung Kein Zugriff
- Erklärung über die Rechte von Personen, die nationalen oder ethnischen, religiösen oder sprachlichen Minderheiten angehören Kein Zugriff
- Weitere die Religionsfreiheit inter alia schützende Dokumente Kein Zugriff
- Die sog. ‘Majlis-e-Ahrar’-Bewegung Kein Zugriff
- Das politische Vorspiel Kein Zugriff
- Ausbruch der Unruhen und deren Nachwirkung Kein Zugriff
- Debatte um den islamischen Staat Kein Zugriff
- Debatte um den Begriff des Muslims Kein Zugriff
- Untersuchungsergebnis Kein Zugriff
- Der Beschluss der sog. Islamischen Weltliga Kein Zugriff
- Einführung Kein Zugriff
- Stärkung islamistischer Parteien Kein Zugriff
- Der Antrag von Kaschmir Kein Zugriff
- Der Auftrag der sog. Islamischen Weltliga Kein Zugriff
- Das sog. Rabwah-incidence und Rabwah-Tribunal Kein Zugriff
- Problemaufriss: Die Kontroverse um ‘ Khatam-an-Nabbiyien’ Kein Zugriff
- Das parlamentarische Ausschlussverfahren von 1974 Kein Zugriff
- Begründungsstrategie der Generalstaatsanwaltschaft Kein Zugriff
- Problematische Verknüpfung zwischen ‘Khatam-an-Nabiyyien’ und ‘la-nabiyyaba’di’ Kein Zugriff
- Konstruktion eines vermeintlich islamischen Konsenses Kein Zugriff
- Al-Hakim at-Tirmidhi Kein Zugriff
- Muhammad Fakhr-ud-Din Razi Kein Zugriff
- Muhyiddin ibn Arabi Kein Zugriff
- Jalal ad-Din ar-Rumi Kein Zugriff
- Abdur Rahman ibn Khaldun Kein Zugriff
- Abd al-Karim Jili Kein Zugriff
- Abd al-Wahhab al-Sharani Kein Zugriff
- Ahmad Sirhindi (Mujaddid Alf-i-Thani) Kein Zugriff
- Shah Walli-Allah ad-Dihlawi Kein Zugriff
- Muhammad Qasim Nanotwi Kein Zugriff
- Zwischenergebnis Kein Zugriff
- Autoritativ-verbindliche Interpretation des Begriffs ‘Khatam’ Kein Zugriff
- Bewertungsergebnis Kein Zugriff
- Parlamentarische Regelungskompetenz Kein Zugriff
- Verfahrensproblematik Kein Zugriff
- Prüfungsmaßstab Kein Zugriff
- Eröffnung des Schutzbereichs des Art. 20 (a) Kein Zugriff
- Eingriff in den Schutzbereich Kein Zugriff
- ‘Subject to law’ Kein Zugriff
- Die sog. Hisba- und suo moto-Rechtsprechung Kein Zugriff
- Rechtsfolgen und Zwischenergebnis Kein Zugriff
- Bestimmung des Prüfungsablaufs Kein Zugriff
- Eingriffszweck Kein Zugriff
- Ausschließungsinteresse des Staates Kein Zugriff
- Religiöses Selbstverständnis und islamisches Bekenntnisinteresse der Ahmadiyya Kein Zugriff
- Ergebnis der ‘reasonable interpretation’ Kein Zugriff
- Rechtsfolge Kein Zugriff
- Rechtsverbindlichkeit des IPbpR für die Islamische Republik Pakistan Kein Zugriff
- Prüfungsumfang Kein Zugriff
- Völkerrechtliche Bewertung unter besonderer Berücksichtigung des General Comment No. 22 Kein Zugriff
- Ergebnis Kein Zugriff
- ‘Passport Declaration in case of Muslim’, 1980 Kein Zugriff
- Inhalt der Strafvorschriften Kein Zugriff
- Höchstrichterliche Rechtsprechung zu der sog. Ordinance XX Kein Zugriff
- ‘Criminal Law Amendment Act of 1986’, Art. 295-C Kein Zugriff
- Summarische Bewertung Kein Zugriff
- Politische Einordnung der aktuellen Ahmadiyya-Rechtstellung Kein Zugriff
- Soziale und gesellschaftliche Folgen der Ausgrenzung Kein Zugriff
- Handlungsempfehlungen Kein Zugriff
- Abschließendes Fazit Kein Zugriff
- Antragsdokumente (jeweils Vorder- und Rückseite) Kein Zugriff
- Auszüge aus pakistanischen Lehrbüchern Kein Zugriff
- Ahmadiyya-feindliche Plakate und Transparente in der Öffentlichkeit Kein Zugriff
- Flugblatt der ´Ghazi Mumtaz Qadri Foundation` Kein Zugriff
- Zutrittsverbot für Mitglieder der Ahmadiyya Minderheit Kein Zugriff
- Zeitungsannonce: Warnung vor der Behandlung in einem Ahmadiyya Krankenhaus Kein Zugriff
- Mordaufrufe unter tabellarischer Benennung der Namen und Wohnorte der zu tötenden Ahmadies Kein Zugriff
- Hetzschreiben der sog. ´Khatam-e-Nabuwwat-Bewegung` Kein Zugriff
- Auf behördliche Anordnung beschädigter Grabstein des Ahmadi Nobelpreisträgers Prof. Dr. Abdus Salam Kein Zugriff
- Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 457 - 475





