
Fragile Balance
Schwindelerfahrungen und Gleichgewichtsideale im Werk Thomas Manns- Autor:innen:
- Reihe:
- Thomas-Mann-Studien, Band 56
- Verlag:
- 2020
Zusammenfassung
„Ich bin ein Mensch des Gleichgewichts“, lautet eine berühmte Selbstcharakterisierung Thomas Manns. Das Balancieren erscheint in seinem Werk als Grundbewegung des menschlichen Lebens, die jedoch stets von Gegenkräften – dem Schwindel, der Schwermut, dem Radikalismus – gefährdet bleibt. Aglaia Kister unternimmt eine metaphorologische Analyse der Bildspender, aus welchen sich Thomas Manns Balance-Ideale speisen und die für sein Denken entscheidende Implikationen besitzen. Wie die Lektüre ausgewählter Romane und Essays zeigt, erwachsen seine leidenschaftlich umworbenen Gleichgewichtskonzepte gerade aus den modernespezifischen Erfahrungen des Balanceverlusts: Besonders der Schwindel bildet ein gendertheoretisch, existenzphilosophisch und poetologisch bedeutsames Leitsymptom. Balance erscheint bei Thomas Mann als ein ebenso glückhafter wie fragiler Zustand, der den Krisen des politischen, seelischen oder körperlichen Gleichgewichtsverlusts stets aufs Neue abgerungen werden muss.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2020
- ISBN-Print
- 978-3-465-01782-0
- ISBN-Online
- 978-3-465-11782-7
- Verlag
- Klostermann, Frankfurt am Main
- Reihe
- Thomas-Mann-Studien
- Band
- 56
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 364
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 9 - 10
- I. Balance – unerlässlich, doch unerforscht Kein Zugriff
- II. Das Werk Thomas Manns als Archiv eines Balance-Wissens Kein Zugriff
- I.1.1. Schwindel der Freiheit Kein Zugriff
- I.1.2. Gender Vertigo Kein Zugriff
- I.1.3. „Schwankender Sinn“ – der Schwindel als poetologisches Prinzip Kein Zugriff
- I.2. Fallgeschichten Kein Zugriff
- I.3.1. Horizontale Neigungen und vertikale Pflichten Kein Zugriff
- I.3.2. Das Gleichgewicht des Todes Kein Zugriff
- II.1. „In der Mitte ist des Homo Dei Stand“ – Hans Castorps Schneetraum Kein Zugriff
- II.2. Das Leben als Balanceakt – zum Prinzip der Homöostase Kein Zugriff
- II.3.1. Wahrheit des Blutes und Schwindel der Sprache? Kein Zugriff
- II.3.2.Blutbilder und homöostatische Prozesse in Thomas Manns Essayistik Kein Zugriff
- II.3.3. Sturz in die „Bluthölle“ – zum Scheitern des humanen Gleichgewichts im Zauberberg Kein Zugriff
- II.4.1. Schifffahrt auf dem Zauberberg Kein Zugriff
- II.4.2. Thomas Mann und das Staatsschiff Kein Zugriff
- II.4.3. Die poetologische Dimension der Meerfahrt Kein Zugriff
- I.1. Der Künstler als Schwindler Kein Zugriff
- I.2. Die Aufrichtigkeit des Betrügers Kein Zugriff
- I.3. Schwindelerregende Schreibverfahren – der Text als narzisstisches Spiegelkabinett Kein Zugriff
- I.4. Der Schwindel der Worte – zur Reflexion der Sprachkrise im Felix Krull Kein Zugriff
- II.1.1. Zeiten des Schwindels – Barock und Moderne als Epochen des verlorenen Gleichgewichts Kein Zugriff
- II.1.2.1. Stillleben im Schaufenster Kein Zugriff
- II.1.2.2. Das Stillleben als poetologisches Reflexionsmedium Kein Zugriff
- II.2. Die prekäre Balance des klassizistischen Idealleibs und der Ekel Kein Zugriff
- II.3.1. Die Faszination für Äquilibristen um 1900 Kein Zugriff
- II.3.2. Felix Krull als Balancekünstler Kein Zugriff
- Bilanz Kein Zugriff Seiten 315 - 318
- Abbildungen Kein Zugriff Seiten 319 - 325
- Siglen Kein Zugriff
- Weitere Primärliteratur Kein Zugriff
- Sekundärliteratur Kein Zugriff
- Personenregister Kein Zugriff Seiten 360 - 362
- Dank Kein Zugriff Seiten 363 - 364




