Mathesis, Grund, Vernunft
Die philosophische Identität Europas zwischen Deutschem Idealismus und Phänomenologie- Herausgeber:innen:
- Reihe:
- Studien zur Phänomenologie und Praktischen Philosophie, Band 50
- Verlag:
- 2019
Zusammenfassung
„Die geistige Gestalt Europas - was ist das? Die der Geschichte Europas (des geistigen Europas) immanente philosophische Idee“ [E. Husserl]. Für die Entstehung eines neuen Europa und einer neuen „europäischen Menschheit“ spielt nach Ansicht Husserls das Aufzeigen der inneren Verbindung zwischen Europa (dem „geistigen Europa“) und der Philosophie eine wesentliche Rolle, die Rolle einer neuen Urstiftung. Eine solche Urstiftung lässt notwendigerweise die Frage aufkommen, welche Traditionen und welche Motive des Philosophierens darin angenommen werden können. Husserls Erkenntnis, dass der ursprüngliche Entwurf der Phänomenologie als Mathesis universalis und als strenge Wissenschaft zur Erneuerung des Menscheitsideals nur durch eine Konvergenz mit dem im Deutschen Idealismus waltenden Geist der Gründlichkeit vollendet werden könne, erscheint schon 1918 in seinem Werk und vertieft sich weiter bis zur Verfassung der Krisis-Schrift. Nach der Überwindung des naturalistischen Objektivismus sowie der rechnerischen Vernunft verbinden sich Phänomenologie und Deutscher Idealismus, um den Weg zu jener Urstiftung zu eröffnen. Im vorliegenden Band wird die problematische Konvergenz zweier philosophischer Traditionen der Neuzeit, von denen die Idee der Vernunft bestimmt wird, untersucht: die Tradition einer analytisch-logischen Rationalität, die als Mathesis universalis bezeichnet wird, und die Tradition der spekulativen Philosophie als Letztbegründung des Wissens. Mit Beiträgen von G. Bensussan, Ch. Bermes, M. Cavallaro, I. Chiaravalli, D. D’Angelo, F. De Buzon, A. Ferrarin, M. Fichant, F. Fischbach, F. Forestier, F. Fraisopi, N. Grouls, C. Ierna, L. D. Manca, E. Mehl, I. Rogozinski, A. Schnell, S. Schwenzfeuer.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2019
- ISBN-Print
- 978-3-95650-620-8
- ISBN-Online
- 978-3-95650-621-5
- Verlag
- Ergon, Baden-Baden
- Reihe
- Studien zur Phänomenologie und Praktischen Philosophie
- Band
- 50
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 319
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
- Einleitung. Der Wiedergewinn der Identität durch die Dialektik zwischen Traditionen Kein Zugriff Seiten 7 - 22 Fausto Fraisopi
- D’Aristote à Husserl et retour : l’idée de mathesis universalis et l’impossibilité d’une théorie de toutes les théories Kein Zugriff Seiten 23 - 42 Édouard Mehl
- Mathesis Universalis from Leibniz to Husserl Kein Zugriff Seiten 43 - 56 Carlo Ierna
- Method and Mathesis: Some Preliminary Remarks on Descartesʼs Regulae Kein Zugriff Seiten 57 - 72 Iacopo Chiaravalli
- Métaphysique, géométrie et réalité: sur la connaissance des corps chez Descartes. Réponse à Daniel Garber Kein Zugriff Seiten 73 - 90 Frédéric de Buzon
- Die geschichtliche Differenz der Vernunft. Überlegungen zu Kant und Hegel Kein Zugriff Seiten 91 - 102 Sebastian Schwenzfeuer
- « L’être sauvage, aveugle, illimité ». Constance de Schelling Kein Zugriff Seiten 103 - 118 Gérard Bensussan
- Relation and Actuality in Hegel, Kant, and Aristotle Kein Zugriff Seiten 119 - 130 Alfredo Ferrarin
- Syllogism and mathesis. Hegel and Husserl on the method of philosophy Kein Zugriff Seiten 131 - 146 Danilo Manca
- Der Heroismus der Vernunft. Ein Beitrag zur späten Ethik Husserls Kein Zugriff Seiten 147 - 168 Marco Cavallaro
- Letztbegründung bleibt Letztbegründung. Zur Frage der Relativität transzendentalphänomenologischer Forschung Kein Zugriff Seiten 169 - 184 Niklas Grouls
- Dietrich Mahnke. Eine phänomenologische Interpretation der Philosophie Leibniz’ Kein Zugriff Seiten 185 - 204 Michel Fichant
- Motive der Klassischen Deutschen Philosophie in der Phänomenologie Kein Zugriff Seiten 205 - 222 Alexander Schnell
- Vernunft und Kultur Kein Zugriff Seiten 223 - 236 Christian Bermes
- Die Erfahrung des Fremden. Wie beweist das Leben das Fremde Leben? Kein Zugriff Seiten 237 - 248 Jacob Rogozinski
- La critique adornienne du positivisme et son rapport à Hegel et Husserl Kein Zugriff Seiten 249 - 268 Franck Fischbach
- Anthropos Kosmotheoros. Die Schau, die Perspektive und ihre Dialektik in Merleau–Pontys spätem Werk Kein Zugriff Seiten 269 - 282 Diego D’Angelo
- Les sciences et le système Kein Zugriff Seiten 283 - 300 Florian Forestier
- Von der Mathesis universalis zur gründlichen Wissenschaft. Die Phänomenologie und das Spekulativ Kein Zugriff Seiten 301 - 319 Fausto Fraisopi





