Menschenrechte als weltgesellschaftliche Herrschaftspraxis
Zur Konstitutionalisierung und Demokratisierung des Weltrechts- Autor:innen:
- Verlag:
- 2010
Zusammenfassung
Der Verweis auf die globale Bedeutung von Menschenrechten ist heute ein gängiges Argumentationsmuster in der internationalen Politik als auch in der völkerrechtlichen Debatte. Die Aufwertung der Menschenrechtsidee ist allerdings nicht ohne Ambivalenz, denn gerade im Kontext globaler Auseinandersetzungen wird sie allzu gerne zur hegemonialen Selbstermächtigung missbraucht.
Das Buch widmet sich diesem Problem und fragt nach einer interkulturell sensiblen Begründung und institutionellen Ausgestaltung des menschenrechtsbezogenen Völkerrechts. Es wird einerseits in rechtssoziologischer Perspektive argumentiert, dass die zunehmend transnational organisierte Menschenrechtsbewegung Ausdruck eines die Evolution des Rechts vorantreibenden Konfliktlernens ist, indem Unrechtserfahrungen in Autonomieansprüche transformiert und auf die Struktur des Rechts bezogen werden. Andererseits ist die Genese und Durchsetzung von Menschenrechten in rechtssystematischer Perspektive als eine von hegemonialen Missbräuchen bedrohte Herrschaftspraxis zu beschreiben, weshalb befürwortet wird, Menschenrechtspolitiken nicht nur zu konstitutionalisieren, sondern sie auch zu demokratisieren.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2010
- ISBN-Print
- 978-3-8329-5124-5
- ISBN-Online
- 978-3-8452-2412-1
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Reihe
- Studien zur Politischen Soziologie. Studies on Political Sociology
- Band
- 5
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 154
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 6
- Vorwort Kein Zugriff Seiten 7 - 10
- Einleitung: Neue Paradigmen im Völkerrecht? Kein Zugriff Seiten 11 - 13
- Fragestellung und Erkenntnisinteresse Kein Zugriff Seiten 13 - 18
- Methode und Zielsetzungen Kein Zugriff Seiten 18 - 19
- Erste Anmerkungen zum Konzept globaler Rechtsstaatlichkeit Kein Zugriff Seiten 19 - 24
- Kant als Denker postnationaler Verfassungsstaatlichkeit Kein Zugriff Seiten 24 - 34
- Zur Figur eines strukturellen Zirkels von Demokratie und Recht Kein Zugriff Seiten 34 - 43
- Zur Idee praktischer und universeller Normativität im Kontext nachmetaphysischer Geltungsbegründung Kein Zugriff Seiten 43 - 46
- Recht als weltgesellschaftlicher Erfahrungsstiftungsbegriff Kein Zugriff Seiten 46 - 54
- Der Naturzustand als universale Projektionsfolie für Unrechts(vermeidungs)geschichten Kein Zugriff Seiten 54 - 65
- Zum Zusammenhang von Verfassung und einem experimentell ausgerichteten Weltbürgerrecht Kein Zugriff Seiten 65 - 72
- Zur Normativität des Positivismus im Kontext pluraler Gesellschaften: Autonomie des Rechts oder der Herrschaftsbetroffenen? Kein Zugriff Seiten 72 - 88
- Recht als Dominanzvermeidung? Kein Zugriff Seiten 88 - 90
- Einleitung: Das Völkerrecht im Spannungsfeld von territorialer Souveränität und universaler Rechtsidee Kein Zugriff Seiten 91 - 95
- Ius Cogens – auf dem Weg zu einem verpflichtenden Völkerrecht? Kein Zugriff Seiten 95 - 98
- Zum friedensparadigmatisch begründeten Rechtsdualismus im Völkerrecht Kein Zugriff Seiten 98 - 103
- Ambivalenzen des aktuellen Kooperationsrechts Kein Zugriff Seiten 103 - 108
- Nichtstaatliche Akteure im Völkerrecht? Kein Zugriff Seiten 108 - 114
- Frauenrechte und die Forderung nach rechtlicher und politischer Mitbestimmung Kein Zugriff Seiten 114 - 121
- Das Recht der Verfassungsinterpretatorengemeinschaft Kein Zugriff Seiten 121 - 127
- Menschenrechte als herrschaftsbegründende Weltbürgerrechte Kein Zugriff Seiten 127 - 132
- Ausblick Kein Zugriff Seiten 132 - 134
- Literatur Kein Zugriff Seiten 135 - 154





