Metafiktionen
Der experimentelle Roman seit den 1960er Jahren. (neoAVANTGARDEN Bd. 12)- Herausgeber:innen:
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- Verlag:
- 2021
Zusammenfassung
Der Meta-Roman: von Mark Danielewski, Raymond Federman und Wolf Haas bis zu J. J. Abrams'/Doug Dorsts "S. – Das Schiff des Theseus".
Vor allem in der literarischen 'Postmoderne' zeigt sich unter dem in der Forschung bis heute inflationär benutzten, aber nicht klar definierten Begriff der 'Metafiktion' eine deutliche Tendenz, nicht mehr Figuren, Handlungen und erzählte Welten zu fokussieren, sondern vielmehr Modalitäten, Funktionen und narrative Vermittlungsformen zu reflektieren. Damit wird das Erzählen selbst sowie die Fiktionsbildung ins Zentrum gerückt, aber auch die Textualität und Medialität fiktionaler Prosa werden autoreflexiv thematisiert. Die Offenlegung narrativer Illusionsbildung unterminiert dabei auf sehr unterschiedliche Weise scheinbar feste Zuschreibungen in der Erzähltheorie – wie Erzählinstanzen, Erzählebenen, ästhetische Illusion – und führt in extremen Fällen geradezu in ihre Destruktion.
Der Sammelband stellt einen ersten Versuch der Bestandsaufnahme des experimentellen Romans im Zeichen der Metafiktion dar. Er will den Blick schärfen für die bedeutungs-konstituierenden Aspekte der Spezifik materiell-medialer Repräsentationen und ihrer narrativen Funktionalisierungen in META-Romanen. Neben Einzelanalysen bringt der Band anschlussfähige Konzepte der Differenzierung und Funktionalisierung verschiedener Meta-Phänomene und eine typologische Systematisierung der differenten Formen des experimentellen Romans seit den 1960er Jahren.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2021
- ISBN-Print
- 978-3-96707-423-9
- ISBN-Online
- 978-3-96707-424-6
- Verlag
- edition t+k, München
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 448
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 3 - 6
- Narrative Experimente – experimentelle Narrative. Zur Einleitung Kein Zugriff Seiten 7 - 17 Stefan Brückl, Wilhelm Haefs, Max Wimmer
- Friction in Fiction. Autoreferenz, Metanarrativität und Metafiktionalität Kein Zugriff Seiten 18 - 72 Max Wimmer
- »Würklich« künstlich? Zum Realismus-Problem in Wolf Haas’ metafiktionalen Romanen Das Wetter vor 15 Jahren und Verteidigung der Missionarsstellung Kein Zugriff Seiten 73 - 101 Nikolas Buck
- Haarscharf daneben: Poetik des Unwohlseins. Zu Clemens J. Setz’ Indigo Kein Zugriff Seiten 102 - 124 Paul Schäufele
- Labyrinthische Übergangs=Gefühle. Zettel’s Traum zwischen Metafiktion, Metalepse, Literaturtheorie Kein Zugriff Seiten 125 - 154 Sven Hanuschek
- Zimzum und Erzählen. Selbstreflexives Schreiben in Schattenfroh. Ein Requiem (2018) von Michael Lentz Kein Zugriff Seiten 155 - 197 Claus-Michael Ort
- Erzählen des Jenseits – Jenseits des Erzählens. Postmortale Narrationen und Selbstreferenzialität Kein Zugriff Seiten 198 - 227 Nora Haller
- nicht Mehr obErflächlich beTrAchtet. Metatextualität – ein visuelles Erzählverfahren Kein Zugriff Seiten 228 - 263 Stefan Brückl
- Multimodalität als Grenzgang des Narrativen im Romanwerk Mark Z. Danielewskis Kein Zugriff Seiten 264 - 301 Sascha Pöhlmann
- Das Buch als Inszenierungsraum. Typografie und Metafiktion bei Raymond Federman Kein Zugriff Seiten 302 - 330 Monika Schmitz-Emans
- Multisensorische Lektüren. Zur Rezeption und Meta-Ästhetik multimodaler Gegenwartsromane Kein Zugriff Seiten 331 - 363 Natalia Igl
- Das Buch als (post-)digitale Wundertüte. Jeffrey Jacob Abrams‘ und Doug Dorsts S. Das Schiff des Theseus Kein Zugriff Seiten 364 - 396 Cornelia Ortlieb
- Metaisierung und Interpiktoralität. Peter Weiss’ Komposit. Der Schatten des Körpers des Kutschers (1960) Kein Zugriff Seiten 397 - 438 Gustav Frank
- Beiträgerinnen und Beiträger Kein Zugriff Seiten 439 - 442
- Personenregister Kein Zugriff Seiten 443 - 448





