Pophörspiele
Interdisziplinäre Einzelanalysen- Herausgeber:innen:
- |
- Verlag:
- 2020
Zusammenfassung
Hörspiele - in den 1920er Jahren für das Radio entwickelt - bilden ein eigenes literarisches Genre. Nach einer lebhaften Entwicklung sprengt das Pophörspiel als Kunstform ab den späten 1960er Jahren dann radikal mediale Grenzen und Hörerwartungen: Dies zeigt sich etwa in musikähnlichen Collagen, der Zitation und Verhandlung von Pop-Lebensstilen oder der Demontage des narrativen Sinngehalts. Wobei es dem Pophörspiel immer auch darum geht, die Öffnung zur Rock- und Popmusik sowie zur Popkultur allgemein voranzutreiben und einer bürgerlichen Kunstauffassung kritisch zu begegnen. Im Band versammeln sich exemplarische Blicke auf ausgewählte Hörspiele von u. a.: Andreas Ammer / FM Einheit, Sibylle Berg, Rolf Dieter Brinkmann, Heiner Goebbels / Heiner Müller, Ferdinand Kriwet, Thomas Meinecke, Rimini Protokoll, Milo Rau, Kathrin Röggla, Christoph Schlingensief, She She Pop und Wolf Wondratschek.
Stefan Greif (*1961) ist seit 2007 Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Kassel. Promotion 1992 zum Ehrkonzept bei Theodor Fontane, Habilitation 1998 mit einer Arbeit zu Bildästhetik und Beschreibungskunst in der Literatur. Zuletzt erschien von ihm das 'Herder Handbuch' (Hg., 2016). Nils Lehnert (*1984) wurde 2018 mit einer Studie zu Wilhelm Genazinos Romanfiguren promoviert. Derzeit am Institut für Germanistik der Universität Kassel. Arbeitsschwerpunkte: Literaturtheorie, Popästhetik sowie medienübergreifende Kulturphänomene. Aktuelle Projekte zu Heinrich Leopold Wagner, Dea Loher, deutschsprachigem Rap sowie zur Ästhetik des Idyllischen.
Schlagworte
Publikation durchsuchen
Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2020
- ISBN-Print
- 978-3-96707-227-3
- ISBN-Online
- 978-3-96707-228-0
- Verlag
- edition t+k, München
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 290
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 8
- Pop Was In The Air Kein Zugriff Seiten 9 - 25 Alfred Behrens
- Pop + Hörspiel = Pophörspiel? Zur Einleitung Kein Zugriff Seiten 26 - 46 Stefan Greif, Nils Lehnert
- »Ein Satz über Paul ist auch ein Satz über das, was ich mir unter dem Wort ›Paul‹ vorstellen kann«. Wolf Wondratscheks Paul oder die Zerstörung eines Hörbeispiels (1969) Kein Zugriff Seiten 47 - 58 Hans-Edwin Friedrich
- »gehen Sie denn nie ins Kino haben Sie kein Fernsehen«. Trivialmythen der Gewalt in Rolf Dieter Brinkmanns Hörspiel Auf der Schwelle (1971) Kein Zugriff Seiten 59 - 70 Günter Rinke
- Science-Fiction in Kunstkopfstereofonie. Centropolis von Walter Adler (1975) zwischen ›innerer Bühne‹ und ›totalem Schallspiel‹ Kein Zugriff Seiten 71 - 83 Jan Sinning
- Dieses Radio spricht von mir selbst. Ferdinand Kriwets Hörtext Radioselbst (1979) als Pop-Punctum Kein Zugriff Seiten 84 - 97 Bruno Franceschini
- Heiner Goebbels: Wolokolamsker Chaussee I–V (1989). Materialismus und Klang Kein Zugriff Seiten 98 - 110 Holger Schulze
- »Es ist musische Sprache«. The Beat goes on (1989) von Karl Bruckmaier, Herbert Kapfer und Carl-Ludwig Reichert oder Popmusik als akustischer (Para-)Text Kein Zugriff Seiten 111 - 123 Vera Mütherig
- Gedankensplitter. Popästhetische Aspekte im Verhältnis von Text und Musik in Maria Volks goldberg ein dutzend Täuschungen (1991) Kein Zugriff Seiten 124 - 136 Thomas Hofmann
- »Die Geburtsstunde der Revolution aus dem Geiste des Hörspiels«. Pop und Antipop in Christoph Schlingensiefs Hörspiel Rocky Dutschke ’68 (1997) Kein Zugriff Seiten 137 - 148 Andreja Andrisević
- »Eine Live-Schaltung des Todes« präsentiert »in einer coolen Ästhetik des Schreckens«. E-Gitarre, collagierte Intermedialität und Krieg als Simulacrum in Edgar Lipkis Battle Field Eye (2001) Kein Zugriff Seiten 149 - 162 Nils Lehnert
- »Lernen von Techno oder House, wie man schrei ben könnte«. Konvent von Thomas Meinecke und Move D (2002) Kein Zugriff Seiten 163 - 174 Stefan Greif
- Schillers Pathos – fragmentiert, gemixt, gebrochen. Über Andreas Ammers und FM Einheits Friedrich-Miles von Schiller-Davis (2005) Kein Zugriff Seiten 175 - 184 Alfonso Meoli
- radikal simultan. Übersetzungskunst und Xenophobie in Kathrin Rögglas Dolmetscher-Hörspiel die unvermeidlichen (2012) Kein Zugriff Seiten 185 - 196 Philipp Hubmann
- Die Kunst des (Ver-)Erbens. Shakespeares King Lear und She She Pops Hörspiel Testament – Verspätete Vorbereitungen zum Generationswechsel nach Lear (2012) Kein Zugriff Seiten 197 - 209 Margrit Vogt
- »Wenn man nur die Zeit zurückdrehen könnte …«. Zur Arbeitsweise des Hörspielmachers Paul Plamper am Beispiel von Der Kauf (2013) Kein Zugriff Seiten 210 - 222 Vito Pinto
- »Der Ton ist vertraut, der Inhalt grauenhaft«. Politik und Pop in Milo Raus Hörspiel Hate Radio (2013) Kein Zugriff Seiten 223 - 234 Andreas Wicke
- Zwei Mal Qualitätskontrolle (2013/14). Experten des Alltags im Fokus von Rimini Protokolls Theater- und Hörspielarbeit Kein Zugriff Seiten 235 - 249 Johannes Birgfeld, Caroline Frank
- Welt als Cover-Version. Sibylle Bergs Hörspiel: Und jetzt: die Welt! Oder: Es sagt mir nichts, das sogenannte Draußen (2015) Kein Zugriff Seiten 250 - 259 Johanna Bohley
- »Von allen Künsten hat die Musik die größte Macht, die Massen zu organisieren.« Die Symphonie der Sirenen (1922/2017) von Arsenij Avraamov, Andreas Ammer und FM Einheit zwischen Avantgarde und Pophörs... Kein Zugriff Seiten 260 - 272 Ania Mauruschat
- »Freispiel« – Interview mit Thomas Meinecke Kein Zugriff Seiten 273 - 286 Stefan Greif, Nils Lehnert
- Beiträger*innen Kein Zugriff Seiten 287 - 290





