
Das Ethische und das Politische
Sozialphilosophie am Leitfaden der Vulnerabilität- Autor:innen:
- Verlag:
- 2020
Zusammenfassung
Vulnerabilität ist eine Universalie, die den lebendigen Bestand des Seins (Mensch, Tiere, Natur) charakterisiert. Das Politische ist eine Macht zur Gestaltung dieses Bestandes in Gesellschaften und Institutionen. Das Ethische ist der Anspruch, die gestalteten und zu gestaltenden Ordnungen (Freundschaft, Familie, Gesellschaft, Staaten) als nichtexklusiv zu realisieren, so dass niemand aus dem Schutzbereich von Achtung und Würde ausgeschlossen (exkludiert) wird.
Der vorliegende Band enthält Studien zu Ansätzen der Sozialphilosophie, die dem Konzept der Vulnerabilität‚ und den Möglichkeiten einer Demokratie etwas hinzufügen – und erzählt dabei auch eine Geschichte im Sinne einer philosophiegeschichtlichen Untermauerung der Thematik der Vulnerabilität und ihres Umfeldes. Zu diesem Zweck werden Klassiker, unter anderem Kant, gegen den Strich gelesen und als Parteigänger der Vulnerabilität vorgestellt.
Eine Zusammenfassung der systematischen Beziehung zwischen dem Ethischen und Politischen skizziert die politische Sozialphilosophie am Leitfaden der Vulnerabilität, und um die Diskussion aktueller Themen wie Zukunft der Moderne, Europa, Demokratie, Wahrheit, Populismus, Ökologie oder Digitalisierung und Medizin erweitert.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2020
- ISBN-Print
- 978-3-95832-217-2
- ISBN-Online
- 978-3-7489-1165-4
- Verlag
- Velbrück Wissenschaft, Weilerswist
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 228
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/InhaltsverzeichnisSeiten 1 - 12 Download Kapitel (PDF)
- Das Politische und das Ethische
- Das Programm einer Sozialphilosophie am Leitfaden der Vulnerabilität
- Die Entwicklung der Sittlichkeit endlicher Wesen
- Existentielle Ausgangssituation
- Entwicklungsstufen der Sittlichkeit
- Vulnerabilität
- Gerechte bürgerliche Verfassung
- Zuschauer vs. Täter
- Verteidigung der Vulnerabilität
- Der Tod
- Gewaltsamkeit
- Ethik der Erinnerung
- Demokratie als Gründung-Fortführung-Unterbrechung
- Widerstreit und Politik
- Sammeln
- Provenienz
- Leiden an Zerrissenheit
- Hoffen auf Ganzheit
- Zerrissenheit und Ganzheit als Probleme der Moderne
- Das Ethische als Antwort auf die problematische Moderne
- Geben und Nehmen
- Dankbarkeit als Motiv des Ethischen
- Perspektiven
- Kritik der Kultur
- Kultur und Humanität
- Die Tragödie der Kultur
- Der Andere als Quelle von Leid
- Transzendental-phänomenologischer Idealismus
- Europa und die Unendlichkeit des Geistes
- Die Antinomie von Endlichem und Unendlichen
- Die Endlichkeit des Leibes
- Vulnerabilität und das Unbehagen in der Kultur
- Die Mehrmeinung und die Gewalt
- Levinas und die Ethik des Unendlichen
- Das Ethische und das Politische
- Autour du politique
- Scheler – Gurwitsch – Husserl
- Merleau-Pontys Widerspruch
- Auf dem Weg zu einer Phänomenologie des Politischen
- Der Ausdruck und die dialogische Rationalität
- Auf dem Weg zur politischen Delegation
- Abgrenzung von der sprachanalytischen Philosophie
- Hannah Arendt
- Merleau-Ponty im Licht von Nachfahren und Wahlverwandten
- Französische Philosophie und neuere Sozialphilosophie
- Soziologie des Politischen
- Politische Repräsentation
- Anschluss an den Marxismus
- Die Last des marxistischen Erbes
- Castoriadis und Merleau-Ponty
- Sozialismus oder Barbarei?
- Das Schöpferische
- Direkte Demokratie
- Autonomie und das Problem der Verbindlichkeit
- Lernen von den Griechen
- Gesellschaftlicher Neuanfang?
- Aktualisierungen
- Befreiung durch Literatur
- Hinwendung zum Menschlichen und das Ethische
- Das Ethische als Zeugnis des Dagewesenen
- Technik und Photographie
- Wahrheit und Teilhabe
- Vergangenheit und Gewesenheit
- Zeugnis
- Zur Verantwortung der Lebenden
- Sich zeigen
- Kritik an Husserls transzendental-phänomenologischem Idealismus
- Endlichkeit des Leibes
- Merleau-Ponty: Gewaltsamkeit der Erfahrung
- Levinas: Ethik des Unendlichen
- Ungerechtigkeit durch Gerechtigkeit
- Der Anspruch des Fremden und der Mitanspruch des Dritten
- Ausweitung des Fremden und die Folgen
- Institutionalisierung von Konflikten
- Der leere Ort der Macht
- Konflikt als Normalität
- Stellvertretung ist eine dreistellige Relation
- Exkurs über den Dritten
- Ethik
- Macht
- Stellvertretung und Macht
- Exkurs Repräsentation
- Repräsentation als Stellvertretung
- Die Entscheidung und der Eigensinn des Politischen
- Die Zeit und die Ethik
- Abstand und Bezogenheit
- Verantwortung für die Zukunft
- Verantwortung für die Vergangenheit
- Verantwortung der Gegenwart und in der Gegenwart
- Ethik ohne Metaphysik
- Fünf offene Fragen
- Verhältnis zur Diskursethik
- Die Natur: vom wertlosen Rohstoff zum wertvollen Schutzgut
- Dingpolitik
- Die Erde als Element des Ethischen und als Akteur des Politischen
- Erweiterung des Politikverständnisses
- Demokratie und Ökologie
- Das Ethische und das Politische: Sozialphilosophie am Leitfaden der Vulnerabilität Seiten 137 - 140 Download Kapitel (PDF)
- Die Endlichkeit und der Anfang als Mysterium
- Kant: Der Anfang im Licht des Endes
- Epikur und der Umgang mit der Endlichkeit
- Heidegger und das Leben mit einem Mysterium
- Levinas und die Sorge um den Anderen
- Jankélévitch und die drei Personen des Todes
- Der Tod und die Medizin
- Von der Not zur Krankheit
- Medizin als Kulturwissenschaft
- Die Diagnose als Werturteil
- Vulnerabilität und Medizin
- Menschenrechtliches Empowerment?
- Patientenverfügung?
- Advanced Care Planning?
- Nachtrag: Digitalisierung?
- Diskursethik als exklusive Ethik
- Psychiatrie und Ethik
- Eine Welt ohne Zwang?
- Orientierung in einer Welt mit Zwängen
- Zur Zwangsbedürftigkeit des Menschen, Rousseau, Kant
- Fürsorglicher Zwang
- Fürsorglicher Zwang in der Gesundheitsversorgung
- Zum Wertunterschied zwischen Vernunft und Unvernunft
- Der Nachteil der klassischen Position
- Der Vorteil der Entdifferenzierung der Wertunterschiede
- Das Problem der Entdifferenzierung
- Zur Sache!
- Fürsorglicher Zwang als Zwangsbehandlung
- Ausblick
- Das Konzept der Diversität
- Begriffe und Perspektiven
- Abgrenzung der Diversität von Krankheit und Alter
- Diversität als ein dritter Weg zwischen Empathie und Abstand
- Bestätigung des Konzepts durch Palliativpatienten
- Was möchten Patienten nicht?
- Wie mit Diversität umgehen?
- Charta
- Aufrichtigkeit als fragwürdiger Wert
- Selbstfremdheit
- Authentizität ist keine Eigeninitiative
- Achtsamkeit als Form von Macht
- Das Versprechen als Institution
- Abgrenzung von der Lebensphänomenologie Michel Henrys
- Dewey und der Pragmatismus
- Popper und der Positivismus
- Rorty und die Solidarität des Neupragmatismus
- Baudrillard und der Hyperrealismus
- Merleau-Ponty und die Wahrheit als schöpferischer Ausdruck
- Angst: Heidegger mit Kant
- Ambivalente Ordnung: Hegel
- Populismus
- Rechter Populismus
- Revision der politischen Repräsentation
- Linker Populismus
- Jenseits des rationalen Urgrundes
- Die Spaltung Frankreichs
- Gilets Jaunes
- Der Staatsadel
- Macron und Ricoeur
- Der Dreiklang der Demokratie
- Phänomenologie der Leiblichkeit
- Das Ethische und das Politische
- Zum Status des Ethischen I
- Zur Perspektive des Ethischen
- Zum Status des Ethischen II
- Digitalisierung und Postbiologie
- Serres und die Digital Natives
- Digitalisierung der Lebenswelt im Licht einer Sozialphilosophie der Vulnerabilität – Thesen
- Digitalisierung und Zeit
- Das Ethische und das Politische im Zeichen der Postdigitalisierung
- Ethik der Digitalisierung?
- Das Politische und die Politik der Postdigitalisierung
- Literatur Seiten 216 - 228 Download Kapitel (PDF)




