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Monographie Kein Zugriff

Friedrich der Große

Musiker und Monarch
Autor:innen:
Verlag:
 2012

Zusammenfassung

Es scheint, als hätten Mars und Apoll – der eine Gott des Krieges, der andere Führer der Musen – gemeinsam das Leben Friedrichs des Großen bestimmt. Geschichtsmächtig wurde jedoch allein das eher eindimensionale Bild des preußischen Königs als aufgeklärter Herrscher und überragender Militär. Seine musischen Ambitionen und Fähigkeiten werden hingegen im allgemeinen Bewusstsein zumeist auf einen gehobenen Dilettantismus beim Flötenspiel reduziert, mit dem der Monarch sich am Feierabend vom politischen Alltag ablenkte. Die Wirklichkeit sah anders aus. Friedrich musizierte und komponierte nicht nur selbst, sondern war ein herausragender Musikkenner und nachgerade ein Impresario von europäischem Rang. Nicht zuletzt seiner außerordentlichen fachlichen Kompetenz und seiner großen Liebe zur Musik verdankt Preußen den Aufstieg zu einer geachteten Kulturnation im internationalen Konzert der Mächte. Er engagierte für seine Hofmusik die fähigsten Instrumentalisten seiner Zeit; es gingen bei ihm internationale Gesangstars ein und aus und führten die Hofoper zu neuen Höhen. Für seine musikalischen Interessen und nicht zuletzt für die erfolgreiche Einführung des neuen musikalischen Genres, der komischen Oper – der Opera buffa –, schonte der König auch seine persönlichen Einkünfte nicht und honorierte Ausnahmeerscheinungen der Musikwelt wie die Kastraten Salimbeni und Porporino oder auch die Sängerin Giovanna Astrua mit Supergagen, die nicht selten 4000 Reichstaler überstiegen. Selbstverständlich setzte er die musikalischen Möglichkeiten, die der preußische Hof auf diese Weise gewann, auch diplomatisch im Kontakt mit anderen Monarchen ein – so wurde ihm die Musik zur Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln. Was die Musik dem preußischen König aber tatsächlich bedeutete, erfahren wir nicht zuletzt aus den oft anrührenden Briefen, die Friedrich der Große mit seiner geliebten Schwester, der Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth, austauschte.


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Bibliographische Angaben

Auflage
1/2012
Copyrightjahr
2012
ISBN-Print
978-3-406-63055-2
ISBN-Online
978-3-406-63056-9
Verlag
C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München
Sprache
Deutsch
Seiten
256
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
  2. 1. Mars und Apoll: Selbsterziehung zum Monarchen Kein Zugriff Seiten 7 - 22
  3. 2. Kronprinz in Ruppin und Rheinsberg: Flötist, Komponist und Musikorganisator Kein Zugriff Seiten 23 - 38
  4. 3. «Es sind die Puppen, mit denen ich mich amüsiere»: Primadonnen und Kastraten Kein Zugriff Seiten 39 - 56
  5. 4. Hofkapelle und Hofkonzert: Quantz, Graun, Benda, Bach und andere Kein Zugriff Seiten 57 - 72
  6. 5. Gesangsoper im friderizianischen Gewand: Friedrich als Librettist Kein Zugriff Seiten 73 - 94
  7. 6. Solitude in Potsdam: Kammerkonzerte mit Flöte und Gesang Kein Zugriff Seiten 95 - 124
  8. 7. Hofoper einmal anders: Finanzier und Förderer der Opera buffa Kein Zugriff Seiten 125 - 144
  9. 8. Dem König und Bruder zu Ehren: Friedrichs Bayreuth-Besuch und Markgräfin Wilhelmines Oper vom «Menschen» Kein Zugriff Seiten 145 - 162
  10. 9. Monarchenbegegnungen mit Musik: Friedrich und Joseph II. in Neiße (1769) und Mährisch-Neustadt (1770) Kein Zugriff Seiten 163 - 186
  11. 10. Retablissement: Hoffeste nach dem Siebenjährigen Krieg Kein Zugriff Seiten 187 - 200
  12. Anmerkungen Kein Zugriff Seiten 201 - 236
  13. Zeittafel Kein Zugriff Seiten 237 - 242
  14. Abkürzungen Kein Zugriff Seiten 243 - 243
  15. Literaturhinweise Kein Zugriff Seiten 244 - 246
  16. Dank Kein Zugriff Seiten 247 - 248
  17. Nachweis der Abbildungen Kein Zugriff Seiten 249 - 249
  18. Personenregister Kein Zugriff Seiten 250 - 256

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