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Ausnahmezustand

Hochschulen im deutschsprachigen Raum seit dem 7. Oktober. Zeugnisse von Betroffenen
Herausgeber:innen:
Verlag:
 2026

Zusammenfassung

Deutschsprachige Hochschulen sind seit dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 kein sicherer Hort mehr für jüdisches Leben. Betroffene schildern, wie die Normalität von einst zerstört worden ist. Am 7. Oktober 2023 begann für jüdische Menschen eine neue Zeitrechnung. Auch jenseits der medial sichtbaren Fälle und hasserfüllten Demonstrationen auf den Straßen, öffentlichkeitswirksamen Besetzungen und Boykottaufrufen an Universitäten veränderte sich die Atmosphäre an vielen Hochschulen nachhaltig. Was machte diese Entwicklung mit jüdischen Menschen, die an diesen Hochschulen tätig sind? Inwiefern wurden ihr berufliches Selbstverständnis, ihre Position im akademischen Raum und ihre Lebensrealität beeinflusst? Welche Strategien entwickelten sie im Umgang mit Anfeindungen und institutionellen Unsicherheiten? In über sechzig Selbstzeugnissen von Mitgliedern des Netzwerks jüdischer Hochschullehrender in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie ihres Unterstützungskreises entwerfen Betroffene ein eindringliches Bild von Zurückweisung, Ausgrenzung und Vereinsamung in jener Lebenswelt, die sie einst als ihre geistige Heimat betrachtet hatten. Zugleich dokumentiert der Band die Handlungsfähigkeit der Beteiligten unter erschwerten Bedingungen. Das Buch eröffnet damit einen ebenso bestürzenden wie aufschlussreichen Blick auf die prekäre Lage jüdischer Hochschulangehöriger hinter den aufgeladenen Diskursen unserer Zeit.

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Bibliographische Angaben

Auflage
1/2026
Copyrightjahr
2026
ISBN-Print
978-3-8353-6192-8
ISBN-Online
978-3-8353-9423-0
Verlag
Wallstein, Göttingen
Sprache
Deutsch
Seiten
552
Produkttyp
Sammelband

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
    1. Inhalt Kein Zugriff
  1. Einführung: Beschreibung eines Ausnahmezustands. Reflexionen über ein Mammutprojekt der Sichtbarkeit Kein Zugriff Seiten 11 - 20
  2. »Für biografische Erzählungen blieb im Studien- und Arbeitsalltag kaum Platz«: Erfahrungen des Vorstands im Netzwerk jüdischer Hochschullehrender Kein Zugriff Seiten 21 - 37
    Autor:innen:
  3. »Nicht den Antisemitismus reflexhaft von sich wegweisen …« Kein Zugriff Seiten 38 - 56
    Autor:innen:
  4. Über institutionelle Verantwortung im Umgang mit Antisemitismus am Beispiel der Universität Kassel Kein Zugriff Seiten 57 - 65
    Autor:innen:
  5. Ein Bericht über Atemübungen unter Wasser: Antisemitismus und kein Ende? Kein Zugriff Seiten 66 - 72
    Autor:innen:
  6. Aus tiefer Not schrei ich zu Dir. Eine persönliche Bilanz Kein Zugriff Seiten 73 - 83
    Autor:innen:
  7. Antisemitismuserfahrungen, nicht nur akademisch Kein Zugriff Seiten 84 - 92
    Autor:innen:
  8. Erlebnisse in einer Universitätsbibliothek nach dem 7. Oktober 2023 Kein Zugriff Seiten 93 - 97
    Autor:innen:
  9. Ein israelischer Hochschullehrer an der CEU: Erfahrungen 2023–2026 Kein Zugriff Seiten 98 - 101
    Autor:innen:
  10. Der alte deutsch-jüdische Knoten und seine neue Eskalation. Folgen des 7. Oktober an Universitäten Kein Zugriff Seiten 102 - 115
    Autor:innen:
  11. »Ich werde von BDS-Leuten, von woken Leuten rausgejagt« Kein Zugriff Seiten 116 - 128
    Autor:innen:
  12. The Story That Never Ends Kein Zugriff Seiten 129 - 134
    Autor:innen:
  13. Abgewandte Realitäten – Konversationen mit jüdischen Studierenden und Lehrenden nach dem 7. Oktober Kein Zugriff Seiten 135 - 142
    Autor:innen:
  14. Vom Hörsaal zur Haltung. Ein essayistisches Blitzlicht auf jüdisches Leben, Lehren und Lernen an Universitäten und Hochschulen nach dem 7. Oktober 2023 Kein Zugriff Seiten 143 - 153
    Autor:innen:
  15. Die Stimmung an der Universität im Rahmen des Erträglichen zu halten. Der 7. Oktober und seine Folgen Kein Zugriff Seiten 154 - 161
    Autor:innen:
  16. »Angst darf nicht der Normalzustand sein« – Persönliche Erfahrungen mit Antisemitismus und Gewalt nach dem 7. Oktober Kein Zugriff Seiten 162 - 168
    Autor:innen:
  17. Progressive Illusionen: Jüdische Erfahrungen in Deutschland nach dem 7. Oktober Kein Zugriff Seiten 169 - 171
    Autor:innen:
  18. Antisemitismus als Ermächtigungsstrategie Kein Zugriff Seiten 172 - 180
    Autor:innen:
  19. Der große Dammbruch Kein Zugriff Seiten 181 - 187
    Autor:innen:
  20. »Jüdisches Leben bedarf keiner deutschen Genehmigung«: Antisemitismus vor und nach dem 7. Oktober Kein Zugriff Seiten 188 - 196
    Autor:innen:
  21. »Ich bin im Schutz der Schatten der Shoah aufgewachsen – die Erinnerungskultur verändert sich, und für mich ist Zionist ein positiver Begriff« Kein Zugriff Seiten 197 - 206
    Autor:innen:
  22. »Ich sehe vor allem eines: Desinteresse von der deutschen Gesellschaft …« Kein Zugriff Seiten 207 - 214
    Autor:innen:
  23. Auf einer dünnen Linie zwischen dem, was ist, und dem, was möglich wäre Kein Zugriff Seiten 215 - 223
    Autor:innen:
  24. Leben zwischen Stille und Alarm: Die Erfahrung eines jungen israelischen Akademikers in Deutschland nach dem 7. Oktober Kein Zugriff Seiten 224 - 232
    Autor:innen:
  25. »Ein beständig währendes Vorbild meiner Großeltern« – die gute Nachricht aus Prag Kein Zugriff Seiten 233 - 242
    Autor:innen:
  26. Zwischen Prävention und Krisenmodus Kein Zugriff Seiten 243 - 249
    Autor:innen:
  27. Shma Israel, sage ich. Shma Israel! Kein Zugriff Seiten 250 - 253
    Autor:innen:
  28. Der Schmerz historischer Angst: Erfahrungen zwischen (transgenerationaler) Erinnerung und Gegenwart Kein Zugriff Seiten 254 - 260
    Autor:innen:
  29. Und vielleicht sind Israelis am Ende doch nicht so schlimm Kein Zugriff Seiten 261 - 264
    Autor:innen:
  30. Spanien, mon amour Kein Zugriff Seiten 265 - 270
    Autor:innen:
  31. Wenn sich meine Erfahrungen mit Antisemitismus auf geschmacklose Bemerkungen beschränkt hätten, würde ich mich als glücklich bezeichnen Kein Zugriff Seiten 271 - 275
    Autor:innen:
  32. »Man soll uns Juden als schwierig betrachten« Kein Zugriff Seiten 276 - 288
    Autor:innen:
  33. Antisemitismus ist wie Rost am Auto Kein Zugriff Seiten 289 - 293
    Autor:innen:
  34. Neue Koordinaten und ankerlose Bojen: Biografische Brüche, Klarheit, Sicherheit Kein Zugriff Seiten 294 - 303
    Autor:innen:
  35. »Das Gehör für unsere Erfahrungen muss sich verbessern« Kein Zugriff Seiten 304 - 314
    Autor:innen:
  36. Niedergang der Israelsolidarität an der Frankfurter Goethe-Universität Kein Zugriff Seiten 315 - 322
    Autor:innen:
  37. Mit einer Rüstung gewappnet Kein Zugriff Seiten 323 - 331
    Autor:innen:
  38. Die Sprache der Breschnew-Propaganda der ›progressiven‹ Studierenden in Deutschland: Antisemitismus an Hochschulen – ein strukturelles Problem? Kein Zugriff Seiten 332 - 338
    Autor:innen:
  39. Ich lüge Kein Zugriff Seiten 339 - 348
    Autor:innen:
  40. »War unsere Arbeit in den letzten 40 Jahren vergeblich?« Kein Zugriff Seiten 349 - 359
    Autor:innen:
  41. Wir müssen tapfer sein Kein Zugriff Seiten 360 - 364
    Autor:innen:
  42. Angesichts des siebenten Oktobers. Auslöschung und Geiselnahme Kein Zugriff Seiten 365 - 379
    Autor:innen:
  43. Das geheime, das unwiderrufliche Wort: Ein Erfahrungsbericht über das Leben nach dem 7. Oktober Kein Zugriff Seiten 380 - 383
    Autor:innen:
  44. Der Harz-Effekt Kein Zugriff Seiten 384 - 393
    Autor:innen:
  45. »Dem sozialen Frieden nicht zuträglich…« Bildungsideal, institutionelle Abwehr und die Zumutung der Antisemitismuskritik Kein Zugriff Seiten 394 - 405
    Autor:innen:
  46. In einen Wirbelsturm geraten, hält man inne vor dem schrecklich Erhabenen. Woran sind wir nach dem 7. Oktober 2023? Kein Zugriff Seiten 406 - 414
    Autor:innen:
  47. Vom »judenfreien« Polen zur Angst vor einer »judenfreien« deutschen Wissenschaft Kein Zugriff Seiten 415 - 431
    Autor:innen:
  48. Ein »Infoabend« bei Amnesty Kein Zugriff Seiten 432 - 441
    Autor:innen:
  49. Wie ein Riss durch das Leben Kein Zugriff Seiten 442 - 449
    Autor:innen:
  50. Über den großen Judenschmerz 2026 und 1826 Kein Zugriff Seiten 450 - 458
    Autor:innen:
  51. Antisemitismus-Kritik als Sisyphusarbeit? Über Antisemitismus im akademisch-aktivistischen Bereich Kein Zugriff Seiten 459 - 469
    Autor:innen:
  52. Von der Bedeutung eines jüdischen Vornamens in Deutschland vor und nach dem 7. Oktober 2023 Kein Zugriff Seiten 470 - 478
    Autor:innen:
  53. Erst als Tragödie, dann als Spektakel. Erinnerungen an Antisemitismus in der Linken zwischen 2014 und 2024 Kein Zugriff Seiten 479 - 484
    Autor:innen:
  54. Einblicke in Abgründe und behutsame Begleitung Kein Zugriff Seiten 485 - 494
    Autor:innen:
  55. Plötzlich höre ich Sätze wie »Mein moralischer Kompass in diesem Thema hat sich noch nicht eingestellt.« Kein Zugriff Seiten 495 - 502
    Autor:innen:
  56. »Grundsätzlich nicht in Ordnung« Kein Zugriff Seiten 503 - 508
    Autor:innen:
  57. »Nicht nur ›ein paar Geschichten‹ aus den Nachrichten, sondern Alltag.« Kein Zugriff Seiten 509 - 518
    Autor:innen:
  58. Was der 7. Oktober mit uns gemacht hat Kein Zugriff Seiten 519 - 527
    Autor:innen:
  59. »Man entwickelt das Gefühl der Vergeblichkeit und zieht sich immer weiter zurück« Kein Zugriff Seiten 528 - 535
    Autor:innen:
  60. Autor:innenliste Kein Zugriff Seiten 536 - 543
  61. Glossar Kein Zugriff Seiten 544 - 551

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