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Das internationale Engagement in Afghanistan in der Sackgasse?

Eine politisch-ethische Auseinandersetzung
Herausgeber:innen:
Verlag:
 2011

Zusammenfassung

Das Eingreifen der Staatengemeinschaft in den afghanischen Bürgerkrieg Ende 2001 war geprägt vom Schock der vorangegangenen Anschläge in den Vereinigten Staaten und der seinerzeit allgemein akzeptierten Notwendigkeit, den Rückzugsraum der hierfür verantwortlichen Terroristen zu schließen. Die sehr breite internationale Unterstützung für das Eingreifen war aber auch geprägt von der großen und anfangs durchaus berechtigten Hoffnung, dass dies einen Neuanfang für das afghanische Volk bedeuten würde. Diese Hoffnung ist in den darauf folgenden Jahren zunehmend der Ernüchterung gewichen. Die Kampfhandlungen in Afghanistan gegen Aufständische wie zur Verfolgung von Terroristen sind nach mehr als neun Jahren nicht abgeschlossen, die Zivilbevölkerung lebt in einer Situation ständiger physischer Bedrohung. So ist die Bilanz ernüchternd, die ehrgeizigen politischen Ziele erscheinen kaum noch erreichbar. Der Aufbau eines demokratischen Afghanistan, in dem Menschenrechte, insbesondere auch die von Frauen und Mädchen, respektiert werden, wird heute als unrealistisch angesehen. Angesichts der Länge und Kosten des internationalen Einsatzes ringt die öffentliche Debatte heute darum, wie der internationale Einsatz möglichst bald unter Wahrung von Minimalstandards beendet werden kann.

In dem vorliegenden Band gehen Praktiker und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen der Frage nach, ob das internationale Engagement in Afghanistan noch die elementarsten politischen Ziele erreichen kann. Sie analysieren und bewerten die heute verfolgten Strategien zur Stabilisierung und zum Wiederaufbau Afghanistans. Im Kern geht es um die Frage nach den ethischen Mindeststandards politischer Ordnung als Voraussetzung für eine exit strategy, die gerade gegenüber der afghanischen Bevölkerung verantwortbar sein muss.

Mit Beiträgen von:

Ebrahim Afsah, Fouzieh Melanie Alamir, Hans-Georg Ehrhart, Mohammad Homayon Hashimi, Heinz-Gerhard Justenhoven, Roland Kaestner, Wolfgang Lienemann, Winfried Nachtwei, August Pradetto, Daniele Riggio und Udo Steinbach.


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Bibliographische Angaben

Auflage
1/2011
Copyrightjahr
2011
ISBN-Print
978-3-8329-6689-8
ISBN-Online
978-3-8452-3145-7
Verlag
Nomos, Baden-Baden
Reihe
Beiträge zur Friedensethik
Band
45
Sprache
Deutsch
Seiten
182
Produkttyp
Sammelband

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 4
  2. Einleitung Kein Zugriff Seiten 5 - 10
    Autor:innen:
  3. The International Approach to Afghanistan. Could We Have Done Better? Kein Zugriff Seiten 11 - 27
    Autor:innen:
  4. Human Rights Situation and International Forces. An Afghan NGO-Perspective Kein Zugriff Seiten 28 - 35
    Autor:innen:
  5. NATO’s long-term Commitment to lasting Security in Afghanistan Kein Zugriff Seiten 36 - 43
    Autor:innen:
  6. Der deutsche Afghanistan-Einsatz: Bedeutung, Bilanz und Konsequenzen Kein Zugriff Seiten 44 - 54
    Autor:innen:
  7. Recht und Gewalt. Grundlagen und Grenzen völkerrechtlich zulässiger Gewaltanwendung im Blick auf den Militäreinsatz in Afghanistan Kein Zugriff Seiten 55 - 85
    Autor:innen:
  8. Wozu sind die intervenierenden Staaten in Afghanistan verpflichtet? Ethische Erwägungen im zehnten Jahr der politisch-militärischen Intervention Kein Zugriff Seiten 86 - 102
    Autor:innen:
  9. Aufstandsbekämpfung: Konzept für deutsche Sicherheitspolitik? Lehren aus Afghanistan Kein Zugriff Seiten 103 - 122
    Autor:innen:
  10. Zivil-militärische Zusammenarbeit im Kontext post-bipolarer westlicher Weltordnungspolitik am Beispiel der Afghanistan-Mission Kein Zugriff Seiten 123 - 145
    Autor:innen:
  11. The Challenge of Civil Service Reform: The Elusive Goal of Governance Kein Zugriff Seiten 146 - 170
    Autor:innen:
  12. Iran as a Partner for a Solution to the Afghanistan Conflict? Kein Zugriff Seiten 171 - 178
    Autor:innen:
  13. Autorenverzeichnis Kein Zugriff Seiten 179 - 182

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