
Blut und Eisen
Wie Preußen Deutschland erzwang- Autor:innen:
- Verlag:
- 2020
Zusammenfassung
Was am 18. Januar 1871 im Spiegelsaal von Versailles inszeniert wurde, war die wohl folgenreichste machtpolitische Revolution des 19. Jahrhunderts: die Gründung des deutschen Kaiserreiches. Während jahrhundertelang eine lose verbundene Ansammlung von Staaten der Mitte Europas ihr Gesicht gegeben hatte, war nun ein Nationalstaat entstanden, der durch seine Lage, Größe und wirtschaftliche Stärke den Kontinent nachhaltig veränderte. Wie konnte damals gelingen, woran zuvor Generationen gescheitert waren? Christoph Jahr erzählt die dramatischen Ereignisse neu, durch die Preußen Deutschland erzwang, und zeigt, wie die Reichsgründung bis heute fortwirkt.
«Nicht durch Reden oder Majoritätsbeschlüsse werden die großen Fragen der Zeit entschieden ..., sondern durch Eisen und Blut.» So begründete Otto von Bismarck am 30. September 1862 im preußischen Abgeordnetenhaus die Notwendigkeit erhöhter Militärausgaben. Zehn Jahre später hatten die Waffen gesprochen – im Krieg gegen Dänemark 1864, im innerdeutschen Krieg zwischen Österreich und Preußen 1866 und schließlich im deutsch-französischen Krieg von 1870/71. Christoph Jahr lässt die Geschichte der Reichsgründung lebendig werden und zeigt, wie groß die Widerstände waren – von Außen, aber auch im Inneren. Dabei verbindet er die Ereignisgeschichte mit den großen Trends der Zeit und die Perspektive von oben mit den Erfahrungen von unten. Ob überzeugungstreue Liberale, entschiedene Konservative oder preußenkritische Süddeutsche: die zynische Machtpolitik Bismarcks fand viele Kritiker. Nichts war alternativlos und alles hätte anders kommen können. Doch die Art und Weise, wie Preußen Deutschland erzwang, hatte Konsequenzen, die bis heute spürbar sind.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2020
- ISBN-Print
- 978-3-406-75542-2
- ISBN-Online
- 978-3-406-75544-6
- Verlag
- C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 369
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 4
- «Ich erwachte aus meiner Vertiefung» – Zur Einleitung Kein Zugriff Seiten 5 - 12
- «Deutschland, auf dem die Geschicke des Kontinents ruhen» – Europa nach Napoleon Kein Zugriff
- «Die Stände sammeln, ein Heer organisieren» – Die Bundesexekution Kein Zugriff
- «In Gottes Namen drauf» – Der Krieg gegen Dänemark Kein Zugriff
- «Nicht befreit, sondern erobert» – Was will das Volk? Kein Zugriff
- «Der Frieden gebar den Krieg» – Alliierte werden Gegner Kein Zugriff
- «Einer muss weichen oder gewichen werden» – Der deutsche Dualismus Kein Zugriff
- «Eisen und Kohle statt Eisen und Blut» – Wirtschaft, Rüstung, Politik Kein Zugriff
- «Und wenn wir verloren hätten?» – Der Krieg im Deutschen Bund Kein Zugriff
- «Wer die Zerreißung Deutschlands beklagt, wird Gefühlspolitiker gescholten» – Reaktionen und Erwartungen Kein Zugriff
- «Ein scheinbarer Ansatz zur deutschen Einheit» – Der Norddeutsche Bund Kein Zugriff
- «In der Sackgasse festgefahren» – Der Kampf um Süddeutschland Kein Zugriff
- «Napoleons unzüchtige Bündnisvorschläge» – Preußen und Frankreich Kein Zugriff
- «Das schreckliche Gemetzel hat nicht einmal einen Vorwand» – Der Weg in den Krieg Kein Zugriff
- «Uns brachte sogar der Fehler Glück» – Die schnellen Siege Kein Zugriff
- «Was zu lange dauert, ist nicht mehr schön» – Der Abnutzungskrieg Kein Zugriff
- «Nackte Venus, großer Mummenschanz» – Die Kaiserproklamation in Versailles Kein Zugriff
- «Keine Flagge, keine Bewegung in den Straßen» – Der Frankfurter Frieden Kein Zugriff
- Trauer und Gedenken Kein Zugriff
- Deuten Kein Zugriff
- Vergessen Kein Zugriff
- Danksagung Kein Zugriff Seiten 303 - 304
- Zeittafel Kein Zugriff
- Bibliographie Kein Zugriff
- Anmerkungen Kein Zugriff
- Bildnachweis Kein Zugriff
- Karten Kein Zugriff
- Personenregister Kein Zugriff
- Ortsregister Kein Zugriff




