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Monographie Kein Zugriff

Nietzsches Syphilis – und die der Anderen

Eine Spurensuche
Autor:innen:
Verlag:
 2021

Zusammenfassung

Die sogenannte Syphilisfrage ist von Beginn an ein Thema der Nietzscheforschung. Das vorliegende Buch versucht diese Frage zu beantworten, indem es sich auf eine aufwändige Spurensuche bis zurück zur Syphilis der Renaissance-Päpste begibt. Wie war in verschiedenen Zeiten der Umgang mit der Krankheit und der fortwährenden Furcht, infiziert zu sein? Mit welchen Subtexten bringen Dichter und Denker zur Zeit Nietzsches das Thema zur Sprache? Und wie gab Nietzsche selbst in seinen Werken und Briefen davon Kunde? Das Buch betrachtet Nietzsche im europäischen Kontext des 19. Jahrhunderts, in dem die Angst vor der Lustseuche allgegenwärtig war. Christian Niemeyers Nietzsche-Lektüre im Zeichen der Syphilis eröffnet überraschende Deutungsmöglichkeiten im Werk Friedrich Nietzsches.

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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2021
ISBN-Print
978-3-495-49064-8
ISBN-Online
978-3-495-82399-6
Verlag
Karl Alber, Baden-Baden
Sprache
Deutsch
Seiten
548
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 14
  2. Prolog Kein Zugriff Seiten 15 - 28
    1. 1. Nietzsches Krankengeschichte – ein Problemaufriss Kein Zugriff Seiten 31 - 36
      1. /1 Ola Hansson (1889/90): Das Damoklesschwert lautet auf: »Erbübel« Kein Zugriff
      2. /2 Hermann Türck (1891): Der »Entrüstete« Kein Zugriff
      3. /3 Heinrich Köselitz via Maximilian Harden (1893): Kein »Erbübel!« Ersatzweise: Schlafmittelmissbrauch plus Überarbeitung Kein Zugriff
      4. /4 Thomas Mann (1897): Der Dichter deutet an: Syphilis [Teil I] Kein Zugriff
      5. /5 Heinrich Köselitz (1900): Der zweitwichtigste entsorgt den wichtigsten Zeugen Kein Zugriff
      6. /6 Elisabeth Förster-Nietzsche (1900/04): Nietzsches Schwester gibt die Richtung vor: »Es war ein Schlaganfall!« Kein Zugriff
      7. /7 Thomas Mann (1900): Der Dichter deutet an: Syphilis (Teil II) Kein Zugriff
      8. /8 Paul Deussen (1901): Die Bordellgeschichte betritt die Bühne Kein Zugriff
      9. /9 Paul J. Möbius (1902): Syphilis plus Wahnsinn im Werk Kein Zugriff
      10. /10 Isabella von Ungern-Sternberg (1902): Kein Wahnsinn in der Schrift Kein Zugriff
      11. /11 Raoul Richter (1903): Kein Wahnsinn in Nietzsches Werken Kein Zugriff
      12. /12 Adelbert Düringer (1906/07): Der Entrüstete (Teil II) Kein Zugriff
      13. /13 Wilhelm Carl Becker (1908): Der Entrüstete (Teil III) Kein Zugriff
      14. /14 Raoul Richter (1908): Kein Wahnsinn in Ecce homo, zumal nicht solcher in puncto ›Polengerücht‹ Kein Zugriff
      15. /15 Carl Albrecht Bernoulli (1908): Subtext eines Prozesses: Nietzsches Schwester ist verrückt! Kein Zugriff
      16. /16 Heinrich Köselitz (1909): Der wichtigste Zeuge entdeckt, dass auch er betrogen wurde Kein Zugriff
      17. /17 Carl Albrecht Bernoulli (1910): Die Bordellgeschichte (oder etwas derart) findet einen unerwarteten Alibi-Zeugen: Paul Rée Kein Zugriff
      18. /18 Theodor Fritsch (1911/1915): Das ›Polengerücht‹ wird völkisch aufbereitet Kein Zugriff
      19. /19 Carl Gustav Jung (1912): Nietzsche warnte vor sich als Syphilitiker Kein Zugriff
      20. /20 Elisabeth Förster-Nietzsche (1912): Die Bordellgeschichte wird entsorgt, die neue Krankheitsmär lautet auf »Cholera« Kein Zugriff
      21. /21 Elisabeth Förster-Nietzsche (1914) oder: Die Mär vom Haschisch in ersten Umrissen, ergänzt um jene des 1891 auf dem Weg der Besserung sich befindenden Nietzsche, zu lesen als eine posthum gegen di... Kein Zugriff
      22. /22 Walther Vulpius (1923): Es war Syphilis, erworben im Dienst fürs Vaterland Kein Zugriff
      23. /23 Elisabeth Förster-Nietzsche (1924): Die Bordellanekdote wird von den Quellen her entsorgt, des Gleichen der »Erbübel«-Verdacht Kein Zugriff
      24. /24 Karl Kynast (1925): Das ›Polengerücht‹ wird völkisch aufbereitet (Teil II) Kein Zugriff
      25. /25 Ernst Benda (1925): Die Bordellgeschichte tritt wieder auf und wird mit der Syphilisdiagnose verknüpft Kein Zugriff
      26. /26 Brunold Springer (1926): Nietzsche war Syphilitiker, wie viele andere Geniale auch Kein Zugriff
      27. /27 Kurt Hildebrandt (1926): Schwester fälschte nicht – dennoch Syphilis möglich Kein Zugriff
      28. /28 Erich F. Podach (1930): Schwester fälschte, dennoch wohl eher keine Syphilis – wohl aber eine etwas schwer zu deutende Geschichte vom Pferd (in Turin) Kein Zugriff
      29. /29 Paul Cohn (1931): Förster-Nietzsches willigster Helfer: Haschisch wäre eine Option, wenngleich … Kein Zugriff
      30. /30 Elisabeth Förster-Nietzsche (1931): Vom Winde verweht – ein wichtiger Brief, den ein bisher unbekannter Kronzeuge, »Don Enrico«, beinahe gerettet hätte, wenn nicht Nietzsche auf einmal … Kein Zugriff
      31. /31 Heinrich Möller (1931): Nietzsche bestätigte die Bordellgeschichte gegenüber Heinrich Köselitz Kein Zugriff
      32. /32 Hellmut Walther Brann (1931): Die Bordellgeschichte zieht ihre Spuren über Leipzig (1866) bis hin nach Nürnberg (1876) Kein Zugriff
      33. /33 Josef Hofmiller (1931): Nietzsches Schwester und ihre allerletzte Ausflucht: Die Simulationsthese Kein Zugriff
      34. /34 Reinhard Goering (1933): Syphilisfrage ist zweitrangig Kein Zugriff
      35. /35 Gaston Vorberg (1933): Es war Syphilis, plus Psychopathie nach Art des ›Polengerüchts‹ Kein Zugriff
      36. /36 Hans Goebel (1935): »Schizophrenie!« – diagnostiziert eín Lutheraner in durchaus eigensüchtiger Absicht Kein Zugriff
      37. /37 Karl Jaspers (1936): Vom Reden als Schweigen unter den Bedingungen totalitärer Herrschaft Kein Zugriff
      38. /38 Heinrich Härtle (1937): Nazifizierung durch Entpsychiatrisierung Kein Zugriff
      39. /39 Erich F. Podach (1937): Nietzsche beglaubigte die Bordellgeschichte – und niemand, auch Podach nicht, hat es gemerkt Kein Zugriff
      40. /40 Georges Bataille (1939): Entnazifizierung durch Normalisierung Kein Zugriff
      41. /41 Lutz Gelpke (1941): Der »echte« Nietzsche war Mr. Hyde, nicht Dr. Jekyll Kein Zugriff
      42. /42 Wilhelm Lange-Eichbaum (1945/46): Entnazifierung durch Repsychiatrisierung Kein Zugriff
      43. /43 Thomas Mann (1947): Die Bordellgeschichte betritt die ganz große Bühne Kein Zugriff
      44. /44 Gottfried Benn (1950): Die Syphilisfrage ist zweitrangig (Teil II) Kein Zugriff
      45. /45 Karl Schlechta (1958): Der Fall Nietzsche(s) als Fall der Schwester Kein Zugriff
      46. /46 Erich F. Podach (1963): Der Fall Nietzsche(s) als Fall der Schwester (Teil II) Kein Zugriff
      47. /47 S. F. Oduev (1971): Keine Entnazifizierung durch Repsychiatrisierung Kein Zugriff
      48. /48 Mazzino Montinari (1972): Das ›Polengerücht‹ und seine Relevanz für die Syphilisdiagnose Kein Zugriff
      49. /49 Volker Gerhardt (1978): Die Syphilisfrage als quantifizierbare Kein Zugriff
      50. /50 Rudolf Augstein (1981): Beide waren krank, aber gleichwohl schuldig, Nietzsche, der Denker, aber auch Hitler, der Täter Kein Zugriff
      51. /51 Louis Corman (1982): Es war eine schizophrene Psychose Kein Zugriff
      52. /52 Günther Schulte (1982): Die Bordellgeschichte wird, als heteronormative, entsorgt Kein Zugriff
      53. /53 Wolfgang Harich (1987): Nietzsche hat nur simuliert Kein Zugriff
      54. /54 Joachim Köhler (1989): Die Syphilisdiagnose als werkanalytisch entschlüsselte Kein Zugriff
      55. /55 Pia Daniela Volz (1990): Alles spricht für Syphilis – und für ein Standardwerk! Kein Zugriff
      56. /56 Irvin D. Yalom (1992): Die Nebensache, aus erzählerischem Egoismus zur Hauptsache erklärt Kein Zugriff
      57. /57 Lutz Gentsch (1995): Nietzsche, der Simulant (Teil II) Kein Zugriff
      58. /58 Johannes Wilkes (2000): Nichts Genaues weiß man (ich) nicht Kein Zugriff
      59. /59 Klaus Goch (2000): Nietzsches Vater war krank – aber bitte: Keine Psychologie! Kein Zugriff
      60. /60 Richard Schain (2001): Syphilis als Legende – und zum Ersatz eine neue: Schizophrenie! Kein Zugriff
      61. /61 Timo Hoyer (2002): Keine Psychologie, kein Verzeihen Kein Zugriff
      62. /62 Domenico Losurdo (2002/09): Keine Psychologie, kein Verzeihen! (Teil II) Kein Zugriff
      63. /63 Leonard Sax (2003): Es war Krebs Kein Zugriff
      64. /64 Deborah Hayden (2003): Nietzsche war Syphilitiker, wie so viel Geniale (Teil II) Kein Zugriff
      65. /65 Anja Schonlau (2005): Nietzsche war Syphilitiker, wie so viel Geniale (Teil III) Kein Zugriff
      66. /66 Christiane Koszka (2009/10): Es war MELAS Kein Zugriff
      67. /67 Malcolm Bull (2011): Keine Psychologie, kein Verzeihen (Teil III) Kein Zugriff
      68. /68 Helmut Koopmann (2012): Die Bordellgeschichte wird entsorgt (Teil III) Kein Zugriff
      69. /69 Tobias Dahlkvist (2012/14): Die Syphilisfrage ist zweitrangig (Teil III) Kein Zugriff
      70. /70, 71 Roland Schiffter & Thomas Kopstock (2013): Es war kein MELAS Kein Zugriff
      71. /71 Reto Winteler (2014): Nietzsche hat nur simuliert (Teil III) Kein Zugriff
      72. /72 Martin Poltrum (2016): Nichts Genaues weiß man (ich) nicht (Teil II) Kein Zugriff
      73. /73 Werner Stegmaier (2016): Die Syphilisfrage ist zweitrangig (Teil IV) Kein Zugriff
      74. /74 Jochen Schmidt (2016): Der Entrüstete (Teil IV) Kein Zugriff
      75. /75 Bernhard H. F. Taureck (2019): Keine Psychologie, kein Verzeihen (Teil III) Kein Zugriff
      76. /76 N.N. (2020): Der Tag X ist da! Kein Zugriff
    2. Fazit Kein Zugriff Seiten 185 - 188
      1. /1 Nietzsches Aufsatz Barmherzigkeit (1858) – ein Vatersuchmotiv, von seinem Ursprung her betrachtet und weiterverfolgt bis hin zu Ecce homo Kein Zugriff
      2. /2 Nietzsches Lied vom Tod in Aus meinem Leben (1858) im Vergleich zu jenem in Mein Lebenslauf (1861) Kein Zugriff
      3. /3 Nietzsches Leierlied von seiner Krankheit im Text Rückblick auf meine zwei Leipziger Jahre (1867) im Vergleich zu jenen aus zeitgleichen Briefen, etwa einem vom 4. August 1865 an Carl von Gersdorff Kein Zugriff
      1. /1 Menschliches, Allzumenschliches I u. II (1878–1880) Kein Zugriff
      2. /2 Morgenröthe (1881) Kein Zugriff
      3. /3 Die fröhliche Wissenschaft (1882) Kein Zugriff
      4. /4 Also sprach Zarathustra I-IV (1883–85) Kein Zugriff
      5. /5 Jenseits von Gut und Böse (1886) Kein Zugriff
      6. /6 Zur Genealogie der Moral (1887) Kein Zugriff
      7. /7 Götzen-Dämmerung (1889) Kein Zugriff
      8. /8 Der Antichrist (1888) Kein Zugriff
      9. /9 Ecce homo (1888/89) Kein Zugriff
      10. /9 Dionysos-Dithyramben (1888) Kein Zugriff
    1. Nachwort Kein Zugriff Seiten 299 - 308
    1. 1. Nietzsches Amerika – eine »andere Welt«, die der Psychologie bedarf Kein Zugriff
    2. 2. Luther als Erzieher im Vergleich zu Nietzsche Kein Zugriff
    3. 3. Luther als Syphilistheoretiker und Sexualpädagoge (im Vergleich zu Wichern und Nietzsche) Kein Zugriff
    4. 4. Über die Syphilis ausgewählter Renaissance-Päpste Kein Zugriff
    5. 5. Über Oskar Panizzas Nietzsche-Überbietungsgeste in seiner Anti-Syphilis-Groteske Das Liebeskonzil (1894) Kein Zugriff
    6. 6. Des Antichrist 6 Paragraphen, gelesen als Nietzsches Antwort auf Luthers 95 Thesen Kein Zugriff
    7. Fazit Kein Zugriff
    1. /1 Jean-Jacques Rousseau (1712–1778): Der von Nietzsche verachtete Moralist und Erfinder des romantischen Liebesideals versagt, auch in puncto (Safer) Sex Kein Zugriff
    2. /2 Stendhal (d.i. Henri Beyle [1783–1842]): Der von Nietzsche bewunderte Anti-Pädagoge und Erfinder des gegen-gegenrevolutionären Realismus versagt in puncto (Safer) Sex Kein Zugriff
    3. /3 George Gordon Noel Lord Byron (1788–1824): Nietzsches Mutmacher Kein Zugriff
    4. /4 Heinrich Heine (1797–1856): Nietzsches Leidensgenosse Kein Zugriff
    5. /5 Jules Amedée Barbey d’Aurevilly (1808–1889): Ein verdächtig gut informierter katholischer Moralist, auf den Nietzsche verdächtig gut zu sprechen war Kein Zugriff
    6. /6 Alfred de Musset (1810–1857): Ein »Mensch des Augenblicks« (Nietzsche) Kein Zugriff
    7. /7 Charles Baudelaire (1821–1867) oder: »Le gout de la prostitution« Kein Zugriff
    8. /8 Gustave Flaubert (1821–1880) oder: »La bêtise bourgeoise« Kein Zugriff
    9. /9 Edmond de Goncourts (1822–1896) Anti-Syphilis-Roman Juliette Faustin (1881/82), gelesen von Nietzsche, dem »décadent« Kein Zugriff
    10. /10 Algernon Charles Swinburne (1837–1909): »Treten da sado-masochistische Züge zutage?« (Ross) Kein Zugriff
    11. /11 Émile Zola (1840–1902): Ein Syphilisleugner als Nietzsches heimliches (Bestseller-) Idol? Kein Zugriff
    12. /12 Guy de Maupassant (1850–1893) oder: Nietzsches masque? Kein Zugriff
    13. /13 Oscar Wilde (1854–1900): Der schönere Nietzsche, mit einem gleichfalls zum Fin de siècle perfekt passenden (Film-)Ende Kein Zugriff
    14. Fazit Kein Zugriff
        1. 1.2 Der Fall Hermann Popert oder: Über eine lebensreformerisch-völkische Perspektive auf die Syphilis, an deren Ende der Verbrecher steht Kein Zugriff
    1. 2. Nietzsches Syphilis – eine Gottesstrafe, für die Hitler an sich hätte dankbar sein müssen Kein Zugriff Seiten 478 - 488
    2. 3. Hitlers Sypholophobie – »Teufels Beitrag« Kein Zugriff Seiten 489 - 502
  3. Epilog Kein Zugriff Seiten 503 - 506
  4. Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 507 - 536
  5. Danksagung Kein Zugriff Seiten 537 - 538
  6. Personenregister Kein Zugriff Seiten 539 - 548

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