, um zu prüfen, ob Sie einen Vollzugriff auf diese Publikation haben.
Monographie Kein Zugriff

Verbotener Umgang. Ausländer und Deutsche im Nationalsozialismus

Diskurse um Sexualität, Moral, Wissen und Strafe
Autor:innen:
Verlag:
 2010

Zusammenfassung

Mit der Kriminalisierung sozialer und intimer Beziehungen von Deutschen mit Kriegsgefangenen und „Fremdarbeitern“ nimmt die Autorin einen bislang wenig beachteten Aspekt der Geschlechter- und Sexualpolitik im Nationalsozialismus in den Blick. Mit einem diskursanalytischen Ansatz, orientiert an den Arbeiten Michel Foucaults, werden die Ordnungsvorstellungen, auf denen Motive und Strategien dieses Teilbereiches der NS-Rassenpolitik beruhten, herausgearbeitet. Gleichzeitig wird der Einfluss historisch sich wandelnder Wissensordnungen auf die nationalsozialistische Politik und auf das Verhalten der Bevölkerung im Nationalsozialismus deutlich.

Die Studie stellt damit das Delikt des „verbotenen Umgangs“ erstmals in den Mittelpunkt einer umfassenden Analyse. Es wird nach den tiefgreifenden Legitimationsmustern der offiziellen politischen Programme gefragt, auf die selbst die nationalsozialistische Diktatur nicht verzichten konnte. Dazu werden kulturelle und wissenschaftliche Traditionslinien analysiert, die Denk- und Wissensschemata unter der Diktatur weiter geprägt haben – und damit die Frage nach Kontinuität und Bruch in der Geschichte neu thematisiert.


Publikation durchsuchen


Bibliographische Angaben

Auflage
1/2010
Copyrightjahr
2010
ISBN-Print
978-3-8329-6008-7
ISBN-Online
978-3-8452-2641-5
Verlag
Nomos, Baden-Baden
Reihe
Historische Grundlagen der Moderne
Band
2
Sprache
Deutsch
Seiten
308
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 4
    Autor:innen:
  2. Danksagung Kein Zugriff Seiten 5 - 10
    Autor:innen:
    1. Die Umgangsdelikte Kein Zugriff Seiten 11 - 18
      Autor:innen:
    2. Fragestellung und Vorgehen Kein Zugriff Seiten 18 - 21
      Autor:innen:
    3. Aufbau der Arbeit Kein Zugriff Seiten 21 - 22
      Autor:innen:
      1. Staatliche Durchdringung des Privaten unter nationalsozialistischen Vorzeichen Kein Zugriff Seiten 23 - 26
        Autor:innen:
      2. Gesellschaft im Krieg und „soziale Außenseiter“ Kein Zugriff Seiten 26 - 29
        Autor:innen:
      1. NS-Rassenpolitik als Bio-Politik Kein Zugriff Seiten 29 - 33
        Autor:innen:
      2. Nationalsozialismus als Staatsrassismus Kein Zugriff Seiten 33 - 38
        Autor:innen:
      1. Zum Begriff der Öffentlichkeit Kein Zugriff Seiten 38 - 44
        Autor:innen:
      2. „Auschwitz war kein Diskurs“ – mit Foucault auf den Nationalsozialismus blicken Kein Zugriff Seiten 44 - 47
        Autor:innen:
      3. „Öffentliche Meinung“ im Nationalsozialismus Kein Zugriff Seiten 47 - 51
        Autor:innen:
      4. Zwischenfazit Kein Zugriff Seiten 51 - 52
        Autor:innen:
      1. Das Zwangsarbeitssystem Kein Zugriff Seiten 52 - 56
        Autor:innen:
      2. Umgangsverbote als Gegenstand (rechts-)historischer Forschungen Kein Zugriff Seiten 56 - 57
        Autor:innen:
      3. Das Geschlechterverhältnis im Krieg Kein Zugriff Seiten 57 - 60
        Autor:innen:
      4. Zwischenfazit Kein Zugriff Seiten 60 - 62
        Autor:innen:
    1. Zur Methode Kein Zugriff Seiten 62 - 69
      Autor:innen:
    1. Einleitung Kein Zugriff Seiten 70 - 73
      Autor:innen:
      1. Geburtenkrieg und Krieg des Lebens Kein Zugriff Seiten 73 - 83
        Autor:innen:
      2. Krieg und Bevölkerungsentwicklung – Ursachenanalyse und Deutungsangebot aus der Sicht der Bevölkerungsstatistik Kein Zugriff Seiten 83 - 88
        Autor:innen:
      3. „Seelische Ursachen“ – das Deutungsangebot von Ferdinand Hoffmanns „Sittliche Entartung und Geburtenschwund“ Kein Zugriff Seiten 88 - 108
        Autor:innen:
      1. Die geschlechtliche Erziehung ist politisch – von der „weichen Genußsucht“ zur „lebensspendenden Kraft der Sauberkeit“ Kein Zugriff Seiten 108 - 114
        Autor:innen:
      2. Privatheit und Intimität. Die Familie und die Gefahr des Doppellebens Kein Zugriff Seiten 114 - 118
        Autor:innen:
      3. „Volksschädlinge am Pranger“ – vom Appell zur Ausgrenzung Kein Zugriff Seiten 118 - 120
        Autor:innen:
    2. Zwischenfazit Kein Zugriff Seiten 120 - 122
      Autor:innen:
      1. Der Begriff der Rasse Kein Zugriff Seiten 123 - 128
        Autor:innen:
      2. Das „gesunde Volksempfinden“ Kein Zugriff Seiten 128 - 130
        Autor:innen:
    1. Autor:innen:
      1. Der „Dualismus des Rechts“ Kein Zugriff
        Autor:innen:
      1. Die juristische Bestimmung der (Volks-)Zugehörigkeit Kein Zugriff Seiten 134 - 140
        Autor:innen:
      2. Moral und Sittlichkeit als Rechtsbegriffe Kein Zugriff Seiten 140 - 144
        Autor:innen:
      3. Strafrecht als „politische Wissenschaft“ Kein Zugriff Seiten 144 - 147
        Autor:innen:
      4. Gefahrenpotenzial: die Vermischung Kein Zugriff Seiten 147 - 151
        Autor:innen:
      5. Der Ruf nach dem totalen Staat: der Staatsbegriff zwischen Abbild gesellschaftlicher Kräfteverhältnisse und unabhängiger übergeordneter Instanz Kein Zugriff Seiten 151 - 154
        Autor:innen:
      6. Programmatisch „durchdrungen“: die Privatheit Kein Zugriff Seiten 154 - 156
        Autor:innen:
    2. Autor:innen:
      1. „Fruchtbarkeit als Waffe“ Kein Zugriff
        Autor:innen:
    3. Umgang mit den Rechtsproblemen im Alltag der Diktatur: Juristische Zeitschriften Kein Zugriff Seiten 159 - 161
      Autor:innen:
    4. Zwischenfazit Kein Zugriff Seiten 161 - 165
      Autor:innen:
    1. Einleitung Kein Zugriff Seiten 166 - 167
      Autor:innen:
      1. Nationalsozialistische Bevölkerungspolitik: doppelte Zielrichtung Kein Zugriff Seiten 167 - 169
        Autor:innen:
      2. Die „Nürnberger Gesetze“ als Modell Kein Zugriff Seiten 169 - 174
        Autor:innen:
      3. Koloniale Eheverbote – ein Vorbild? Kein Zugriff Seiten 174 - 178
        Autor:innen:
    2. Autor:innen:
      1. Polen als „Fremdvölkische“, aber „Artgleiche“? Kein Zugriff
        Autor:innen:
      1. Die „erotische Ausstrahlung“ der französischen Kriegsgefangenen oder die Wirksamkeit eines Klischees Kein Zugriff Seiten 182 - 186
        Autor:innen:
      2. Polnische und russische Kriegsgefangene Kein Zugriff Seiten 186 - 187
        Autor:innen:
      3. Verurteilungen wegen verbotenen Umgangs Kein Zugriff Seiten 187 - 191
        Autor:innen:
      4. Der doppelte Feind I Kein Zugriff Seiten 191 - 191
        Autor:innen:
      1. Kennzeichnung als Konstruktion von Sichtbarkeit Kein Zugriff Seiten 191 - 198
        Autor:innen:
      2. Verfolgung von „GV-Verbrechen“ Kein Zugriff Seiten 198 - 200
        Autor:innen:
      3. Rassische Überprüfung und Eindeutschungsverfahren Kein Zugriff Seiten 200 - 205
        Autor:innen:
      4. Polizeiliche Lynchjustiz Kein Zugriff Seiten 205 - 207
        Autor:innen:
      5. Die „Ostarbeitererlasse“ Kein Zugriff Seiten 207 - 209
        Autor:innen:
      6. Der doppelte Feind II Kein Zugriff Seiten 209 - 212
        Autor:innen:
    3. Vormoderne Strafpraxen Kein Zugriff Seiten 212 - 215
      Autor:innen:
    4. Zwischenfazit Kein Zugriff Seiten 215 - 218
      Autor:innen:
    1. Einleitung Kein Zugriff Seiten 219 - 222
      Autor:innen:
      1. Die „polnische Unverfrorenheit“ Kein Zugriff Seiten 222 - 227
        Autor:innen:
      2. Arbeitsalltag und die Erziehungsaufgabe des Staates Kein Zugriff Seiten 227 - 228
        Autor:innen:
      3. Wohnsituation als Katalysator der „volkspolitischen Gefahren“ – Privatsphäre und Kontrolle Kein Zugriff Seiten 228 - 231
        Autor:innen:
      4. Soziale Spannungen an der Heimatfront Kein Zugriff Seiten 231 - 233
        Autor:innen:
      5. Russische Kriegsgefangene und Zivilarbeiter als „volkspolitische Gefahr“ Kein Zugriff Seiten 233 - 237
        Autor:innen:
      6. Ostarbeiterinnen als Dienstmädchen Kein Zugriff Seiten 237 - 240
        Autor:innen:
      7. „Unverschämte“ und „übermütige“ französische Kriegsgefangene und Zivilarbeiter Kein Zugriff Seiten 240 - 243
        Autor:innen:
      1. Verbotene und „unerwünschte“ Kontakte Kein Zugriff Seiten 243 - 246
        Autor:innen:
      2. Motivationen Kein Zugriff Seiten 246 - 248
        Autor:innen:
      3. Sanktionen Kein Zugriff Seiten 248 - 250
        Autor:innen:
      4. Geschlechterverhältnis und Krieg: Auflösung der Ordnung Kein Zugriff Seiten 250 - 255
        Autor:innen:
      5. Geschlechterverhältnis und Krieg: „sittliche Entgleisungen“ Kein Zugriff Seiten 255 - 256
        Autor:innen:
      6. Universitäten – unerwünschte Kontakte ausländischer Studenten Kein Zugriff Seiten 256 - 259
        Autor:innen:
    2. Zwischenfazit Kein Zugriff Seiten 259 - 261
      Autor:innen:
    1. Diskursanalytischer Zugriff Kein Zugriff Seiten 262 - 265
      Autor:innen:
    2. Zusammenfassung der Ergebnisse Kein Zugriff Seiten 265 - 270
      Autor:innen:
    3. Ausblick Kein Zugriff Seiten 270 - 272
      Autor:innen:
  3. Quellenverzeichnis Kein Zugriff Seiten 273 - 280
    Autor:innen:
  4. Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 281 - 304
    Autor:innen:
  5. Personenregister Kein Zugriff Seiten 305 - 306
    Autor:innen:
  6. Sachregister Kein Zugriff Seiten 307 - 308
    Autor:innen:

Ähnliche Veröffentlichungen

aus der Reihe "Historische Grundlagen der Moderne"
Cover des Buchs: Spezialisten für das Empire
Monographie Kein Zugriff
Eric Hielscher
Spezialisten für das Empire
Cover des Buchs: Rudolf Bultmann zwischen Kollaboration und Widerstand
Monographie Kein Zugriff
Kristian Geßner
Rudolf Bultmann zwischen Kollaboration und Widerstand
Cover des Buchs: Herrschaftswissen
Monographie Kein Zugriff
Marco Michael Rösner
Herrschaftswissen
Cover des Buchs: Subventionierte Hegemonie
Monographie Kein Zugriff
Jens Hofmann
Subventionierte Hegemonie
Cover des Buchs: Vergangenheitspolitik durch Strafrecht
Monographie Kein Zugriff
Christian Pöpken
Vergangenheitspolitik durch Strafrecht