
Der Wille zur Verantwortung
Transaktionale Anthropologie und Kritik als Mediation- Autor:innen:
- Verlag:
- 2021
Zusammenfassung
Menschen wollen Verantwortung übernehmen, doch der Verantwortung wohnt ein Paradox inne. Man muss sie übernehmen, obwohl man weiß, dass man niemals alle Eventualitäten der Zukunft wird kontrollierten können. Vor dem Hintergrund dieser Unsicherheit bildet jede Person eine individuelle Persönlichkeit aus. Dabei bestimmt sie ein Verhältnis zum eigenen Selbst und zu anderen Menschen. Dieser Prozess lässt sich nur begrenzt steuern, doch lassen sich darin auch Möglichkeiten der menschlichen Handlungsfreiheit bestimmen. Da Persönlichkeiten zwingend individuell sind, sind Gemeinschaften notwendigerweise divers.
Sie charakterisieren sich wesentlich durch ihren Umgang mit ihren inneren Andersartigkeiten. Eine infinit diverse Gemeinschaft kann sich nicht über verbindliche Werte definieren, allenfalls in ihrer Art und Weise, wie sie um die Grenzen sozial akzeptablen Verhaltens ringt.
Für diese Perspektive ist eine Abkehr von identifizierendem hin zu einem vermittelnden Denken notwendig. Bewegt sich das Denken von »Identitäten« zu »Beziehungen«, dann bedeutet das für die Kritik, dass sie neben dem Imperativ der Reflexion über die eigene Positionalität auch die Notwendigkeit einer verantwortungsvollen Übernahme vermittelnder Überparteilichkeit innerhalb asymmetrischer gesellschaftlicher Beziehungsverhältnisse erkennt. Da Beziehungen immer konkret und situiert sind, reflektiert ein kritischer Personalismus nicht nur strukturelle kategorievermittelte Machtverhältnisse, sondern immer auch konkrete persönlichkeitsinduzierte (Re-) Produktionen sozialer Asymmetrien.
Schlagworte
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2021
- ISBN-Print
- 978-3-95832-251-6
- ISBN-Online
- 978-3-7489-1257-6
- Verlag
- Velbrück Wissenschaft, Weilerswist
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 348
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/InhaltsverzeichnisSeiten 1 - 8 Download Kapitel (PDF)
- Einleitung: Warum sich die Mühe machen? Seiten 9 - 23 Download Kapitel (PDF)
- Praxis, Opposition und Kritik – eine disziplinäre und ideengeschichtliche Positionierung
- Kritik und Praxis – Opposition, Asymmetrie und Heldenmythos
- Die Krise der Kritik
- Kritik, Dialektik und Opposition
- Verantwortung im Zeichen der Technologiefolgen
- Verantwortung im politischen Diskurs
- Verantwortung nach der Verantwortungsethik
- Verantwortlichkeiten und die soziale Kodierung von Verantwortungsbereichen
- Die performative Beziehungshaftigkeit von Verantwortung
- Person, Persönlichkeit und Personalität
- Das Paradox der Verantwortung
- Unverantwortliche Wahrheiten
- Zwischenfazit: Das Verhältnis von Verantwortung und Rationalität
- Grenzen der Anthropologie
- Transaktion
- Transaktionale Gewalt
- Handlungsfreiheit und Verantwortung
- Der transaktionale Mensch
- Charakter und Persönlichkeit in der Sozialpsychologie
- Persönlichkeitspsychologie
- Person und Persönlichkeit in der Sozial- und Gesellschaftstheorie
- Zwischenfazit: Erkenntnisse einer transaktionalen Anthropologie
- Subjektivität und Realität(en)
- Persönlichkeitsbildung als Schlüssel zur Handlungsfreiheit
- Personalität, moralische Reife und Widerstand
- Der Wolf im Schafspelz, oder das Rechte und das Gute
- Gemeinschaft und die Regulierung unangemessenen Verhaltens
- Doch welche Gemeinschaft?
- Gemeinschaft und die Fähigkeit des Individuums zur Selbstregulierung
- Anthropologie und Positionalität
- Von strukturellen Benachteiligungen zu Fragen der Parteilichkeit
- Die Eigenparteilichkeit der Identitätspolitiken
- Identifizierendes versus vermittelndes Denken
- Die Verantwortung der Forschenden
- Zwischenfazit: Der Dissens als methodologischer Ankerpunkt einer Kritik als Mediation
- Was ist Mediation?
- Warum ist Mediation kritisch?
- Akademische Kompetenz in der Mediation
- Kritik als Mediation und Fragen von Macht, Herrschaft und Gewalt
- Räume und Formen der Kritik als Mediation
- Mediation als Bekenntnis zur Demokratie
- Persönlichkeit und Verantwortung
- Opposition: Persönlichkeit als Verhandlungsfeld des Politischen
- Kritik als Mediation
- Opposition und Mediation als Fluchtpunkte der Kritik
- Erlernen von Kritik und Versöhnung
- Kurzfazit: Kritik im transaktionalen beherbergenden Raum
- Persönlichkeit und Freiheit
- Mediation und der Rechtsstaat
- Persönlichkeitsbildung durch Mediation
- Die Dialektik des Selbst als Rahmen der Freiheit
- Die freie Persönlichkeit
- Freiheit und libertärer Extremismus
- Mediation als Antidot gegen gesellschaftliche Polarisierung
- Literatur Seiten 325 - 345 Download Kapitel (PDF)
- Danksagung Seiten 346 - 348 Download Kapitel (PDF)



