
Dionysos versus Mose
Mythos, Monotheismus und ästhetische Moderne 1900–1950- Autor:innen:
- Reihe:
- Das Abendland N.F., Band 48
- Verlag:
- 01.09.2022
Zusammenfassung
Um 1900 zeigt sich in der europäischen Ideengeschichte eine wachsende Faszination für den Gegensatz zwischen Mythos und Monotheismus, zwischen den vielen Göttern und dem einen Gott. Im Spiegel dieses alten Topos werden Grundfragen der Moderne reflektiert: das Verhältnis von Immanenz und Transzendenz, Fremdbestimmung und Freiheit, Toleranz und Dogma. Die Studie von Matthias Löwe rekonstruiert den modernen Diskurs über Mythos und Monotheismus und sein ästhetisches Potential, das vor allem im frühen 20. Jahrhundert freigesetzt wird, bei Hugo von Hofmannsthal, Gerhart Hauptmann, Arnold Schönberg und Thomas Mann. Mit der Ästhetisierung von Mythos und Monotheismus verfolgen diese Intellektuellen keine religionsgeschichtlichen Interessen. Vielmehr wird im Gewand literarisierter Mythen oder biblischer Geschichten um die Deutung der Moderne gerungen.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2022
- Erscheinungsdatum
- 01.09.2022
- ISBN-Print
- 978-3-465-03404-9
- ISBN-Online
- 978-3-465-13404-6
- Verlag
- Klostermann, Frankfurt am Main
- Reihe
- Das Abendland N.F.
- Band
- 48
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 718
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
- Die Intellektuellen und die Achsenzeit Kein Zugriff Seiten 9 - 18
- 1.1 Mythos und Monotheismus als semantische Einheiten Kein Zugriff
- 1.2 Der Eine Gott: Monotheismus und Aufklärung Kein Zugriff
- 1.3 Sermo mythicus: Die Rehabilitierung des Mythos in der Spätaufklärung Kein Zugriff
- 2.1.1 Weimarer Klassik Kein Zugriff
- 2.1.2 Neue Mythologie Kein Zugriff
- 2.1.3 Philhellenismus und Antijudaismus um 1800 Kein Zugriff
- 2.1.4 Heines Götter Kein Zugriff
- 2.2.1 Pathologisierung des Eingottglaubens – Vitalisierung der Vielgötterei Kein Zugriff
- 2.2.2 Religion und »säkulare Option« um 1900 Kein Zugriff
- 2.2.3 »Hellas ewig unsre Liebe«: Mythophile Dichtung der Moderne Kein Zugriff
- 2.2.4 Mythos und Monotheismus in Philosophie und Wissenschaft der 1920er Jahre Kein Zugriff
- 2.2.5 Mythos an der Macht – Monotheismus im Exil Kein Zugriff
- 2.3.1 Mythos im New Age Kein Zugriff
- 2.3.2 Nine Eleven und der eifernde Gott Kein Zugriff
- 3.1 Mythos und Monotheismus in der longue durée der Moderne Kein Zugriff
- 3.2 Über literaturwissenschaftliche Modernebegriffe Kein Zugriff
- 3.3 Kritik und Befürwortung der Modernisierungstheorie Kein Zugriff
- 3.4 Ästhetische Moderne und moderne Gesellschaft Kein Zugriff
- 4.1.1 Décadence als Differenzierungssemantik Kein Zugriff
- 4.1.2 ›Leben‹ als Aufhebungssemantik Kein Zugriff
- 4.2 Judentum und Griechentum Kein Zugriff
- Kapitel 5: Methodische Notiz: Konstellatives Interpretieren Kein Zugriff Seiten 202 - 208
- 1. Kapitel: Das moderne Mythendrama (1900–1950) Kein Zugriff Seiten 211 - 216
- 2.1 Der agnostische Monismus des jungen Hofmannsthal Kein Zugriff
- 2.2 Hofmannsthals Wandlung? Remythisierung als Forschungstopos Kein Zugriff
- 2.3 »Unmögliche Antike«: Hofmannsthal und das Griechentum Kein Zugriff
- 2.4 Olympische und chthonische Götter: Religiöses Vagieren in Hofmannsthals "Elektra" Kein Zugriff
- 2.5 Historismus, Eloquenz, Medusenblick: Elektras mythosferne Décadence Kein Zugriff
- 2.6 Priesterin ohne Tempel: Über das Scheitern moderner Remythisierung Kein Zugriff
- 3.1 »[Z]wischen Pietismus und Griechentum«: Hauptmanns Religiosität Kein Zugriff
- 3.2 Sonne und Luft statt künstlichem Licht: Hauptmanns Lebensreform Kein Zugriff
- 3.3.1 Lebensreform-Tourismus: Vitalistische Mythophilie in "Griechischer Frühling" Kein Zugriff
- 3.3.2 Agonales Leben: Hauptmanns Metaphysik des Urdramas Kein Zugriff
- 3.3.3 Ermordung der Décadence: Hauptmanns "Bogen des Odysseus" Kein Zugriff
- 3.4 Bachofen, Rohde, Tintoretto: Quellen und Kontexte der Atriden-Tetralogie Kein Zugriff
- 3.5 Theomachie: Die Zwietracht der Götter Kein Zugriff
- 3.6 Schicksal als Höchstwert: Fatalismus in der Atriden-Tetralogie Kein Zugriff
- 3.7 Aulis oder Delphi? Werkgenese und Rezeptionsgeschichte der Atriden-Tetralogie Kein Zugriff
- 3.8.1 Agamemnon, der goldglänzende Angriffskrieger Kein Zugriff
- 3.8.2 Orest, der entsühnte »Völkerhirt« Kein Zugriff
- 3.8.3 Iphigenies »Verhaltenslehre der Kälte« Kein Zugriff
- 3.9.1 Ästhetik des Schicksalsdramas Kein Zugriff
- 3.9.2 Idee des Opfers Kein Zugriff
- 3.9.3 Theaterästhetischer Neoklassizismus Kein Zugriff
- 3.9.4 Genieästhetische Kunstauffassung Kein Zugriff
- 3.9.5 Hauptmann und der NS-Rassismus Kein Zugriff
- 4. Kapitel: Ergebnisthesen Kein Zugriff Seiten 407 - 410
- 1. Kapitel: Politische Mythophilie und wiedererinnerter Monotheismus in den 1930er Jahren Kein Zugriff Seiten 413 - 421
- 2.1 Auserwähltsein: Schönbergs »prononciertes Judentum« Kein Zugriff
- 2.2 Die »Einzigkeit« Gottes: Mythos-Antipathien bei Cohen, Klatzkin und Schönberg Kein Zugriff
- 2.3 Überwindung des Materialismus: Schönbergs Schauspiel "Der biblische Weg" Kein Zugriff
- 2.4 Sublimierter Monotheismus: "Moses und Aron" und die Hebräische Bibel Kein Zugriff
- 2.5 »Wunschlosigkeit der Wüste«: Moses’ Décadence und Schönbergs Zionismus Kein Zugriff
- 2.6 Schönberg – Adorno – Doktor Faustus: Monotheismus und »Fascismus« Kein Zugriff
- 3.1 »Roman des jüdischen Geistes«: Werk- und Zeitkontexte der Tetralogie Kein Zugriff
- 3.2.1 Subjektkonzepte: Pasticcio-Ich und Individuum Kein Zugriff
- 3.2.2 Soziale Konzepte: »Städter« und »Zeltbewohner« Kein Zugriff
- 3.2.3 Zeitkonzepte:» Zeitlose Gegenwart« und »Gott der Zukunft« Kein Zugriff
- 3.2.4 Semiotische Konzepte: »Mondlicht-Genauigkeit« und »taghelle Nachprüfung« Kein Zugriff
- 3.2.5 Moralische Konzepte: »Geschlechtshölle« und »Hochmut des Gewissens« Kein Zugriff
- 3.2.6 Komplizierungsästhetik: Mythos und Monotheismus als Supermetaphern Kein Zugriff
- 3.3.1 Unzuverlässiges Erzählen und Manns Ironie Kein Zugriff
- 3.3.2 Fabulierender Chronist: Performative Selbstwidersprüche der Erzählinstanz Kein Zugriff
- 3.3.3 Diskontinuierliche Allwissenheit und unzuverlässiges Erzählen Kein Zugriff
- 3.3.4 Welterklärungshabitus: Roman und Weltanschauungsliteratur Kein Zugriff
- 3.4.1 »Republik als innere Tatsache«: Demokratie und menschliche Natur Kein Zugriff
- 3.4.2 »Trübungen«: Die fehlende Anschaulichkeit des doppelten Segens Kein Zugriff
- 3.4.3 Der »verständige und weise Mann«: Plurales Ich und Führerprinzip Kein Zugriff
- 3.4.4 Praesumptio: Die Bedingtheit der Ironie Kein Zugriff
- 4. Kapitel: Ergebnisthesen Kein Zugriff Seiten 647 - 650
- Schluss: Gezeitenwechsel: Mythos und Monotheismus im 20. Jahrhundert Kein Zugriff Seiten 651 - 656
- Dank Kein Zugriff Seiten 657 - 660
- Siglenverzeichnis Kein Zugriff Seiten 661 - 662
- 1. Quellen Kein Zugriff
- 2. Forschung Kein Zugriff
- Personenregister Kein Zugriff




