
Metternich
Stratege und Visionär- Autor:innen:
- Verlag:
- 2016
Zusammenfassung
Metternich gilt seit je als Inbegriff der Reaktion, als rückwärtsgewandter Feind aller liberalen und nationalen Kräfte. Wolfram Siemann zeichnet in seiner grandiosen Biographie ein fundamental neues Bild des Staatsmannes, der für vier Jahrzehnte die Geschicke Europas prägte. Metternichs Denken war moderner, seine Diagnosen hellsichtiger und sein Wirken zukunftsweisender, als man ihm bisher zugestanden hat.
„Ein Mann wie ich scheißt auf das Leben von einer Million Menschen!“, erklärte Napoleon seinem Gegenspieler Metternich im Jahr 1813. Clemens Fürst von Metternich (1773 –1859) erlebte die mehr als zwanzig Jahre andauernden Kriege in Europa als Zusammenbruch der Zivilisation. Fast prophetisch sah er voraus, dass der Freiheitsdrang der Nationen in eine noch blutigere Katastrophe münden würde. Metternichs Friedensordnung von 1815 kann nur vor diesem Hintergrund begriffen werden. Das gilt sogar für seine repressiven Maßnahmen gegen jeden drohenden gesellschaftlichen Aufstand. Auf der Grundlage zahlreicher neuer Quellen lässt Wolfram Siemann einen schillernden und vielschichtigen Mann vor unseren Augen lebendig werden: Metternich war ein traditionsbewusster Reichsgraf und ein frühindustrieller Unternehmer, ein Bewunderer der englischen Verfassung, ein scheiternder Reformer in einem fragilen Vielvölkerstaat und ein Verehrer der Frauen. Diese Biographie ist ein Meilenstein und taucht nicht nur Metternich, sondern die Geschichte des 19. Jahrhunderts insgesamt in ein neues Licht.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2016
- ISBN-Print
- 978-3-406-68386-2
- ISBN-Online
- 978-3-406-68387-9
- Verlag
- C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 984
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 10
- 1. Ein Mann – sieben Epochen Kein Zugriff
- 2. Metternich-Biografen im Wandel der Generationen Kein Zugriff
- 3. Risiken und Grenzen der Metternich-Biografie Heinrich von Srbiks Kein Zugriff
- 4. Die Ministerialen Kein Zugriff
- 5. Die Herren von Königswart Kein Zugriff
- 6. Die Freiherren von Winneburg und Beilstein Kein Zugriff
- 7. Die Grafen als reichsunmittelbare Mitglieder des Reichstags Kein Zugriff
- 8. Die Fürsten in der Beletage Kein Zugriff
- 9. Elternhaus, Kindheit und Erziehung Kein Zugriff
- 10. Studienzeit in Straßburg und Mainz: Die Formung einer politisch-historischen Weltsicht Kein Zugriff
- 11. Fin de Siècle: Die Kaiserwahlen 1790 und 1792 Kein Zugriff
- 12. 1789: Der Einbruch der Französischen Revolution Kein Zugriff
- 13. Brüssel und die österreichischen Niederlande Kein Zugriff
- 14. Die Reise nach Großbritannien: Der Schlussstein im politischen Kosmos des jungen Metternich Kein Zugriff
- 15. Zusammenbruch und Flucht 1794 Kein Zugriff
- 16. Neubeginn zwischen Wien, Königswart und Austerlitz Kein Zugriff
- 17. Zeit des Übergangs: Der Diplomat im Wartestand 1796–1801 Kein Zugriff
- 18. Dresden 1801–1803: Der Gesandte auf dem «Beobachtungsposten» Kein Zugriff
- 19. Berlin 1803–1806: Der Gesandte auf der großen Bühne der Diplomatie Kein Zugriff
- 20. Der Friede von Preßburg und das nahende Reichsende Kein Zugriff
- 21. Die Pariser Botschafterzeit 1806–1809: In der «Höhle des Löwen» Kein Zugriff
- 22. Gesandter auf Abruf, Gefangener Napoleons unter Hausarrest Kein Zugriff
- 23. Der Interimsminister, von Napoleon ausmanövriert Kein Zugriff
- 24. Der Minister des neuen Kurses: Defensivpolitik nach innen und die Eheanbahnung 1809/10 im Äußeren Kein Zugriff
- 25. Der Außenminister auf Reisen: 181 Tage bei Napoleon Kein Zugriff
- 26. Konsolidierung nach innen und nach außen 1810–1812 Kein Zugriff
- 27. Metternichs diskrete Sammlung der Kräfte Kein Zugriff
- 28. Der taktische Weg in die «bewaffnete Mediation» Kein Zugriff
- 29. Österreichs Eintritt in den Krieg: Die Quadrupelallianz Kein Zugriff
- 30. Der Endkampf gegen Napoleon und die Präfiguration der Wiener Ordnung Kein Zugriff
- 31. Die zweite Englandreise unter den Vorzeichen des Wiener Kongresses Kein Zugriff
- 32. Metternich, der Krieg und die Gewalt in der Politik Kein Zugriff
- 33. Die «Kosmopoliten»: Rechtsstiftung auf dem Fundament imperialer Ordnungen Kein Zugriff
- 34. Ein Masterplan? Metternich zwischen Realpolitik, Strategie und Vision Kein Zugriff
- 35. Der Kongress am Rande des Scheiterns: Krisenthemen als Prüfstein des Äquilibriums Kein Zugriff
- 36. Das Habsburgerreich: Fluchtpunkt des Alten Reichs und der deutschen Frage Kein Zugriff
- 37. «Deutschland – vereint durch ein föderatives Band»: Metternichs Anteil an der Gründung des Deutschen Bundes Kein Zugriff
- 38. «Der Kongress tanzt» – besonders bei Metternich Kein Zugriff
- 39. Ikonografie und Zeitgebundenheit der Liebe Kein Zugriff
- 40. Politik und Geliebte: An den Höfen in Dresden, Berlin und Paris Kein Zugriff
- 41. Wilhelmine von Sagan und die Verwirrung der Gefühle Kein Zugriff
- 42. Dorothea von Lieven: «Nähe der Geliebten»? Kein Zugriff
- 43. Ehefrauen, Kinder, Familienbande und Heimsuchungen Kein Zugriff
- 44. Metternichs Vision einer Nationalitätenpolitik am Beispiel Italiens Kein Zugriff
- 45. Italienreisen in ein glückliches, unregierbares Land Kein Zugriff
- 46. Metternichs Plan einer Reorganisation der Gesamtmonarchie Kein Zugriff
- 47. Habsburg und der Deutsche Bund: Eine Selbstvergewisserung Metternichs und Preußens 1817/18 Kein Zugriff
- 48. Napoleons «Hundert Tage»: Die Aktivierung des europäischen Sicherheitssystems Kein Zugriff
- 49. Verwerfungen in den europäischen Gesellschaften nach 1815 Kein Zugriff
- 50. Metternich und die britische Sicherheitspolitik 1817–1820: Vorwand oder Revolutionsabwehr? Kein Zugriff
- 51. Die Radikalisierung der deutschen Nationalbewegung: Wartburgfest und Sand-Attentat Kein Zugriff
- 52. Metternichs zögerliche Reaktionen: Presse – Professoren – Studenten Kein Zugriff
- 53. Von Teplitz nach Karlsbad: Die Konferenzen zur inneren Sicherheit (1819/20) Kein Zugriff
- 54. Metternichs Impulse für Entwicklung und Ausbau der Deutschen Bundesverfassung: Die Wiener Schlussakte (15. Mai 1820) Kein Zugriff
- 55. Terrorismus und Sicherheitspolitik als europäisches Problem: England, Frankreich und Metternich Kein Zugriff
- 56. Das zweischneidige Schwert der Intervention und das «Europäische Konzert» – Ideologisierungen Kein Zugriff
- 57. Das «Europäische Konzert» und die defensive Sicherheitspolitik der 1820er Jahre Kein Zugriff
- 58. Finanzielles Krisenmanagement Kein Zugriff
- 59. Der Agrarökonom: Landwirt – Weinbauer – Forstwirt Kein Zugriff
- 60. Der frühindustrielle Fabrikant und Unternehmer Kein Zugriff
- 61. Die Julirevolution 1830 und Metternichs internationales Krisenmanagement Kein Zugriff
- 62. Kommunikationsrevolution – Völkerfrühling – Staatssicherheit Kein Zugriff
- 63. Tolerierte Nachfolgerevolutionen Kein Zugriff
- 64. Vom Orient an den Rhein: Die Herausforderung des «Konzerts» der Großmächte Kein Zugriff
- 65. Zollpolitik im Blickfeld Metternichs Kein Zugriff
- 66. Herr der Staatskanzlei Kein Zugriff
- 67. Im Korsett des «persönlichen Regiments» unter Kaiser Franz Kein Zugriff
- 68. Das Vermächtnis des Kaisers Franz – ein System «mit einem Trottel, der die Krone repräsentiert» Kein Zugriff
- 69. Statt Staatsreform Systemkrise: Metternich gegen Kolowrat Kein Zugriff
- 70. Lobbyismus – kaiserliche Hausmachtpolitik – Ständewesen Kein Zugriff
- 71. Revolution 1848: «Wetterleuchten», Ausbruch und Flucht Kein Zugriff
- 72. Metternichs Alter Ego im englischen Exil 1848/49 Kein Zugriff
- 73. Brüssel 1849–1851 – auch eine Vision: Metternichs Blick zurück in die verhinderte Zukunft einer liberalen Wirtschaftspolitik Kein Zugriff
- XVI. «Auf dem Observatorium»: Lebensabend in Wien 1851–1859 Kein Zugriff Seiten 854 - 863
- Epilog: Metternich, der Postmoderne aus der Vormoderne Kein Zugriff Seiten 864 - 876
- Eine Danksagung als Nachwort Kein Zugriff
- Anmerkungen Kein Zugriff
- Abkürzungen Kein Zugriff
- Ungedruckte Quellen aus Archiven Kein Zugriff
- Gedruckte Quellen Kein Zugriff
- Forschungsliteratur Kein Zugriff
- Abbildungsnachweise Kein Zugriff
- Personenregister Kein Zugriff
- Zum Buch Kein Zugriff Seiten 984 - 984
- Über den Autor Kein Zugriff Seiten 984 - 984




