
Gewaltlosigkeit
Zur Geschichte einer Verhaltensanforderung seit 1945- Herausgeber:innen:
- |
- Reihe:
- Geschichte der Gewalt, Band 1
- Verlag:
- 2026
Zusammenfassung
Gewaltlosigkeit ist heute eine zentrale Verhaltensanforderung im gesellschaftlichen Umgang. Das war nicht immer so. Über die kaum bekannte Geschichte dieses tiefgreifenden Wandels. Was ist Gewalt? Was ist Gewaltlosigkeit? Können Emotionen Gewalt sein – und handeln »Klimakleber« gewaltlos? Zu beobachten ist, dass sich unser Verständnis davon, was alles Gewalt ist, in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich und weit über das Körperliche hinaus ausgeweitet hat. Gewaltlosigkeit ist seit 1945 in wachsendem Maße zu einer immer wichtigeren Verhaltensanforderung nicht nur im zwischenstaatlichen, sondern auch im gesellschaftlichen Umgang geworden. Diese komplexe Geschichte voller Überraschungen wird in diesem Band erstmals und aus einem breiten Blickwinkel untersucht: von den Überlebenden der NS-Verfolgung über die Friedenspädagogik, Debatten um das staatliche Gewaltmonopol und zivilen Ungehorsam, konservative Familienpolitik, pädagogisches Antiaggressionstraining bis hin zum Gewaltverständnis von Michel Foucault. Deutlich wird, wie die Verhaltensanforderung der Gewaltlosigkeit alle sozialen, politischen und kulturellen Bereiche durchdringt und damit unsere spät- oder postmodernen Gesellschaften prägt. Mit Beiträgen von: Corinna Bittner, Hubertus Büschel, Svenja Goltermann, Constantin Goschler, Till Kössler, Holger Nehring, Jakob Odenwald, Annelie Ramsbrock, Juliane Röleke, Juliane Scholz, Janosch Steuwer, Philipp Sarasin, Marcel Streng, Jakob Tanner
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Bibliographische Angaben
- Auflage
- 1/2026
- Copyrightjahr
- 2026
- ISBN-Print
- 978-3-8353-5824-9
- ISBN-Online
- 978-3-8353-8958-8
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Reihe
- Geschichte der Gewalt
- Band
- 1
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 350
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Inhalt Kein Zugriff
- Einleitung. Konzeptionelle Überlegungen zu einer Geschichte der Gewaltlosigkeit Kein Zugriff Seiten 7 - 26Autor:innen:
- Die toten Hühner von Handeni und zwei verprügelte junge Frauen. Nachhaltigkeit und die Gewalt der Gewaltlosigkeit Kein Zugriff Seiten 27 - 49Autor:innen:
- Erziehung und Gewaltlosigkeit in der Bundesrepublik, 1945–1994 Kein Zugriff Seiten 50 - 70Autor:innen:
- Zur Vorgeschichte des »Rechts auf eine gewaltfreie Erziehung«. Die parlamentarische Debatte über die Sorgerechtsreform von 1979 und die Delegitimierung »entwürdigender Erziehungsmaßnahmen« Kein Zugriff Seiten 71 - 95Autor:innen:
- Gewalt erinnern, um Gewalt zu verhindern? Die Forderung »Nie wieder!« und die Überlebenden der Emslandlager Mitte der 1950er Jahre Kein Zugriff Seiten 96 - 118Autor:innen:
- Gewaltlosigkeit und das »Stigma der Gewalt« in der Friedensbewegung der Bundesrepublik Kein Zugriff Seiten 119 - 152Autor:innen:
- Friedenspolitik im Kalten Krieg. Im Spannungsfeld von Gewaltlosigkeit, Gesellschaftsveränderung und »Gleichgewicht des Schreckens« Kein Zugriff Seiten 153 - 177Autor:innen:
- Protest, Geschlecht und Gewaltlosigkeit. Die nordirischen ›Peace People‹ und ihre Rezeption der Bundesrepublik Deutschland, 1976–1979 Kein Zugriff Seiten 178 - 202Autor:innen:
- Gewaltlosigkeit als Leerstelle. Zum Verhältnis von Macht und Gewalt bei Michel Foucault Kein Zugriff Seiten 203 - 227Autor:innen:
- Macht und Struktur. Zur Utopie der Gewaltlosigkeit im bundesdeutschen Strafvollzug, 1950–1980 Kein Zugriff Seiten 228 - 257Autor:innen:
- Gewaltlosigkeit, Kompromiss und Demokratie. Die Grünen und die Gewaltdebatte der 1980er Jahre Kein Zugriff Seiten 258 - 289Autor:innen:
- Abtreibungsdiskurse, Reproduktionsregime und die Kritik der Gewalt. Debatten aus der Wendezeit Kein Zugriff Seiten 290 - 310Autor:innen:
- »Jugendliche«, »Rechtsextreme«, »Gewalttäter« und der neue Markt der Gewaltprävention. Die Entstehung und Verbreitung von Anti-Gewalttrainings in der Bundesrepublik der 1990er Jahre Kein Zugriff Seiten 311 - 346Autor:innen: |
- Autor:innenverzeichnis Kein Zugriff Seiten 347 - 350




