
Die vulnerable Gesellschaft
Die neue Verletzlichkeit als Herausforderung der Freiheit- Autor:innen:
- Reihe:
- C.H.Beck Paperback, Band 4608
- Verlag:
- 2024
Zusammenfassung
Viele der gegenwärtig sehr heftig geführten Debatten sind Ausdruck einer schleichenden Werteverschiebung. Sie verändert unsere Gesellschaft grundlegend, ist uns aber kaum bewusst. Mehr und mehr scheinen wir bereit, Einschränkungen unserer individuellen Freiheit hinzunehmen, um einem gesteigerten Sinn für Verletzbarkeit gerecht zu werden. So verwandeln wir uns langsam in eine Gesellschaft von "Vulnerablen". In ihrer packenden Untersuchung macht uns Frauke Rostalski auf diesen neuen Konflikt zwischen Freiheit und Verletzlichkeit aufmerksam – und plädiert für ein offenes Gespräch: Wieviel Vulnerabilität möchten wir uns auf Kosten der Freiheit zugestehen? Rostalski zeigt, wie sehr Vorstellungen von Vulnerabilität bereits zu Veränderungen im Recht geführt haben – nicht nur in Fragen medizinischer Risiken wie einer Pandemie, sondern auch im Bereich der sexuellen Selbstbestimmung, der Suizidbeihilfe, des Schutzes vor Diskriminierung und des Schwangerschaftsabbruchs. Vulnerabilität ist aber nicht nur das heimliche Leitmotiv eines neuen Rechts und einer neuen Ethik. Die neue Empfindlichkeit hat auch unsere Debattenkultur eingenommen und blockiert so gesellschaftliche Aushandlungsprozesse. Frauke Rostalski fordert uns dazu auf, diese «Diskursvulnerabilität» in Schach zu halten – damit wir das dringende Gespräch über Freiheit und Verletzbarkeit auch wirklich führen können.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2024
- ISBN-Print
- 978-3-406-81461-7
- ISBN-Online
- 978-3-406-81463-1
- Verlag
- C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München
- Reihe
- C.H.Beck Paperback
- Band
- 4608
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 189
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 6
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 7 - 19
- Vulnerabilität und Resilienz Kein Zugriff Seiten 22 - 27
- Die Ausweitung der Risikozone Kein Zugriff Seiten 27 - 38
- Staat und Freiheit: Eine kleine Geschichte der Souveränität Kein Zugriff Seiten 39 - 46
- Wovor man sich mehr zu fürchten hat: Der vorsorgende Staat oder die Freiheit zum Konflikt Kein Zugriff Seiten 46 - 54
- Staatliche Risikovorsorge in der vulnerablen Gesellschaft Kein Zugriff Seiten 54 - 61
- Die neue Verletzlichkeit der Ehre Kein Zugriff Seiten 61 - 69
- Der logische Dreischritt der Vulnerabilität: Ausdehnungen des Strafrechts zum Schutz der sexuellen Selbstbestimmung Kein Zugriff Seiten 69 - 86
- Die rechtliche Regulierung der Suizidassistenz Kein Zugriff Seiten 86 - 93
- Das Selbstbestimmungsrecht und die neue Vulnerabilität der schwangeren Frau Kein Zugriff Seiten 93 - 98
- Pandemiepolitik der vulnerablen Gesellschaft Kein Zugriff Seiten 98 - 106
- Was Diskursvulnerabilität ist und was aus ihr folgt Kein Zugriff Seiten 110 - 115
- Debattenkulturen in Zeiten von Diskursvulnerabilität Kein Zugriff Seiten 115 - 145
- Freiheitsverluste infolge von Diskursvulnerabilität Kein Zugriff Seiten 145 - 154
- 5. Vulnerabilität und Freiheit Kein Zugriff Seiten 154 - 172
- Schluss Kein Zugriff Seiten 172 - 175
- Danksagung Kein Zugriff Seiten 175 - 176
- Anmerkungen Kein Zugriff Seiten 176 - 189
- Register Kein Zugriff Seiten 189 - 189




