
Die leere Zentrale. Berlin, ein Bild aus dem deutschen Nachkrieg
Eine literaturgeschichtliche Begehung- Autor:innen:
- Verlag:
- 2024
Zusammenfassung
Ein vergessenes Stück Literaturgeschichte der Stadt Berlin Unter der Leitmetaphorik der leeren Zentrale wird erstmals nicht nur das Ruinenfeld des Nachkriegsberlin mittels eines stadtarchäologischen Zugangs erschlossen, sondern ein literaturgeschichtliches Terrain aus dem Schutt der Überlieferung geholt, das sich sukzessive als Denkfeld sui generis erschließt. Durch dieses Feld zieht sich ein epochaler Riss, der auf neuen Deutungswegen durchwandert wird, um, - u. a. anhand von Archivbeständen - übersehene wirkungsgeschichtliche Linien für ein anderes Verständnis der deutschen Nachkriegsliteratur zugewinnen. Im Zeichen der Neuorientierung wird Berlin als inoffizieller locus communis gedeutet, der von West und Ost - wie vom Exil - als Suchpunkt für persönliche wie geschichtliche Erfahrungen angesteuert wurde. Der Ort brachte so unterschiedliche Schriftsteller:innen wie Wolfgang Koeppen, Günther Anders, Marie Luise Kaschnitz oder Peter Huchel ins Zwiegespräch. Zur Ausgrabung dieses Berliner Mosaiks aus poetischen Bruchstücken bedient sich die Arbeit eines eigenen hermeneutisch-phänomenologischen Verfahrens, das aus der Kraft des Unbegrifflichen, der Unhintergehbarkeit der Bilder und Erfahrungen jener Nachkriegsflaneure, ihre Befunde zieht.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2024
- ISBN-Print
- 978-3-8353-5622-1
- ISBN-Online
- 978-3-8353-8595-5
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 622
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
- Einleitung: Unterwegs zur leeren Zentrale. Parcours des Buchs Kein Zugriff Seiten 9 - 40
- 1. Die Leere vor der Leere: Loerke, Benn und die Saison in der Hölle Kein Zugriff
- 2. Kessels Januskopf Berlin: Der städtische Robinson und sein Dämon der Idylle Kein Zugriff
- 3. Zeitgegend Tiergarten: Vom Ambivalent-Werden des Topos zum Schweigen Kein Zugriff
- 4. Die Muschel am Ohr: Kaschnitz’ Rückkehr in den Berliner Hort des Unrealisierten Kein Zugriff
- 5. Alter Westen oder Im Winkel des abgebrochenen Lebens: Über einen allegorischen Bereich der Stadt Kein Zugriff
- 6. Koeppens Berlin im Anderswo: Der Autor in der Fremde und der Schatten der Stadt Kein Zugriff
- 7. Das Bild vom Romanischen Café: Fokuspunkt der Dispersion, offenes Sinnversprechen Kein Zugriff
- 8. Stehengebliebenes, Liegengebliebenes: Koeppens Berliner Werkkrypta und die Form der leftovers Kein Zugriff
- 9. Krypta, leere Zentrale. Exkurs über eine Leitmetaphorik Kein Zugriff
- 10. Gombrowicz im Zentrum der Katastrophe: Ein polnischer Patient zu Gast in Westberlin Kein Zugriff
- 11. Zwischen Anhalter Trumm und Potsdamer Fraktal: Begehung zweier verstörender Plätze Kein Zugriff
- 12. Ihlenfelds »Stadtmitte«: Umwege eines Scherbensammlers Kein Zugriff
- 13. Engführung Friedrichstraße oder Erinnerung an ein Labyrinth Kein Zugriff
- 14. Bobrowski, der eingemauerte Orpheus und sein Schattenland Kein Zugriff
- 15. Huchel auf dem Steinpfad oder der Sturz ins Schweigen Kein Zugriff
- 16. Hamburger, Tiefenlotungen eines Niemandslandbewohners Kein Zugriff
- Schluss: Rückkehr ins Delta der leeren Zentrale oder Vom Einsammeln der Bilder Kein Zugriff Seiten 553 - 568
- Literatur Kein Zugriff Seiten 569 - 611
- Filme und Audio-Material Kein Zugriff Seiten 612 - 612
- Archive und Nachlässe Kein Zugriff Seiten 613 - 613
- Appendix Loerke Kein Zugriff Seiten 614 - 614
- Dank Kein Zugriff Seiten 615 - 616
- Register Kein Zugriff Seiten 617 - 622




