Jahrbuch der Luria-Gesellschaft 2022
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- Verlag:
- 2023
Zusammenfassung
Die Luria-Gesellschaft e.V. führt ihren Namen in memoriam Alexander Romanowitsch LURIA (Lurija), 1902-1977, der mit Lev S. VYGOTSKIJ und Alexej N. LEONT'EV die kulturhistorische Psychologie und die Tätigkeitstheorie begründete.Die Luria-Gesellschaft verfolgt den Zweck, das wissenschaftliche Erbe dieser Theorien zu sichern und inhaltlich weiterzuentwickeln. Die zentrale Aufgabe dieser Konzeption besteht in der Überwindung einer dualistischen, funktionalistischen und reduktionistischen Auffassung des Menschen und seines Bewusstseins. Dies kann nicht abgelöst von der Entwicklung der Kategorie Tätigkeit eingelöst werden, die als tätige Wechselbeziehung in der sozialen Auseinandersetzung mit der Welt, als Ausdruck des sinn- und systemhaften Aufbaus der psychischen Prozesse in der Entwicklung der Subjektivität verstanden wird.Kulturhistorisches und tätigkeitstheoretisches Herangehen an die Psyche setzt das Erkennen der Wechselbeziehungen zwischen der biologischen, psychischen und sozialen Ebene des ganzheitlichen Menschen voraus und reduziert diesen weder auf Psychologie und Biologie noch auf Soziologie.Die Eigenständigkeit der psychischen Funktionen als menschliches Erleben und menschliches Bewusstsein sind reale Momente des motivierten und emotional begründeten Tätigkeitsvollzuges der Persönlichkeit. Sie sind eingebunden in die menschlichen Lebensbedingungen und -beziehungen, die sie hervorbringen und die von ihnen hervorgebracht werden. Mit Alexander R. LURIA, dem Begründer der Neuropsychologie: »Die gesellschaftlichen Formen des Lebens zwingen das Gehirn, auf neue Weise zu arbeiten, sie lassen qualitativ neue funktionelle Systeme entstehen«.Das Jahrbuch der Luria Gesellschaft ist dieser Konzeption verpflichtet. Seine Inhalte orientieren sich an dem methodologischen und wissenschaftlichen Erbe der kulturhistorischen Schule/Tätigkeitstheorie und dessen Relevanz für die gegenwärtigen humanwissenschaftlichen Probleme und Fragestellungen.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2023
- ISBN-Print
- 978-3-96543-392-2
- ISBN-Online
- 978-3-96543-393-9
- Verlag
- Lehmanns, Berlin
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 158
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Preface Kein Zugriff Seiten 2 - 8
- Lurijas Beitrag zur Theorie der geistigen Behinderung Kein Zugriff Seiten 9 - 41
- Lurija und die Kinderneuropsychiatrie Kein Zugriff Seiten 42 - 53
- Der Materie-Bewusstsein-Dualismus und seine dialektische Aufhebung in Lurijas Syndromanalyse Kein Zugriff Seiten 54 - 67
- Lurija und Vygotskij – Sprache als Erbe und Bedingung Kein Zugriff Seiten 68 - 85
- Romantische Wissenschaft heute Kein Zugriff Seiten 86 - 101
- »Analyse durch Synthese« – zu Entwicklung und Aufbau funktioneller Hirnsysteme Kein Zugriff Seiten 102 - 106
- Die Aktualität Lurijas für die klinischen neuropsychologische Arbeit und Ausbildung - zum 120. Geburtstag A. R. Lurijas Kein Zugriff Seiten 107 - 136
- Rezension: Elena Aleksandrovna Lurija: Moj otec A. R. Lurija [Mein Vater A. R. Lurija]. Hrsg. A. Ja. Fridenštejn. Moskva: Gnozis, 1994 Kein Zugriff Seiten 137 - 156
- Autorinnen und Autoren Kein Zugriff Seiten 157 - 158





