Sich vor unsäglichen Gefühlen schützen
Ein Gespräch über Sucht, die Rolle der Sprache und eine politische Psychoanalyse- Autor:innen:
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- Reihe:
- Forum Psychosozial
- Verlag:
- 2026
Zusammenfassung
Roland Voigtel versteht Sucht als ein unbewusstes Abwehrsystem gegen das Erleben unerträglicher, auf frühe Bindungsstörungen zurückgehender Gefühle, die von den Betroffenen nur schwer in Worte gefasst werden können. Er erläutert das in unserer Gesellschaft zentrale Persönlichkeitsideal der Autonomie, das für Menschen mit Abhängigkeitsstörungen nicht zu erreichen ist. Simon Scharfs Fragen fokussieren insbesondere die emotionale Beziehung zwischen Therapeut*in und Patient*in, führen Voigtel aber auch zu vertiefenden Überlegungen zum politischen Potenzial seines Suchtkonzepts sowie zum Selbstverständnis der aktuellen Psychoanalyse und ihrer geringen gesellschaftlichen Einmischungslust. Am markanten Beispiel Sucht wird die ungemeine gesellschaftspolitische Tragweite und Anwendungsfähigkeit psychoanalytischer Konzepte über klinische Phänomene hinaus aufgezeigt. Das Gespräch eröffnet zeitdiagnostische Dimensionen, bleibt aber bei alldem praxisnah. Die dynamische und tastende Gesprächsform unterläuft den Zwang einer systematischen Darstellung und erlaubt ein lebendiges, fast spielerisches Einsteigen in komplexe psychische und sozialanalytische Zusammenhänge.
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Bibliographische Angaben
- Auflage
- 1/2026
- Copyrightjahr
- 2026
- ISBN-Print
- 978-3-8379-3510-3
- ISBN-Online
- 978-3-8379-6452-3
- Verlag
- Psychosozial-Verlag, Gießen
- Reihe
- Forum Psychosozial
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 136
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Inhalt Kein Zugriff
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 7 - 12
- Eigene »Suchtzeiten« und der »exklusive Club der Psychoanalyse« Kein Zugriff
- Die Unsicherheit der Psychoanalyse und das Netz der Abstraktionen Kein Zugriff
- Begegnung im Modus der Solidarität: Worte für Gefühle finden Kein Zugriff
- Theorie als kommunikative Brücke und die Gefahren der Moral Kein Zugriff
- Nicht-auflösbare kindliche Verlassenheitsangst und die lebenslange Arbeit am minderwertigen Selbst Kein Zugriff
- Trauerarbeit und die schrittweise Entwicklung von Selbstfürsorge Kein Zugriff
- Lernende »Nachsozialisation« in der Gruppe und verfahrensübergreifende Übungen Kein Zugriff
- Neoliberale Vereinzelung und vertiefte Spannungen in der Gesellschaft »zahlungsfähiger Bedürfnisse« Kein Zugriff
- Das selbstverantwortliche Individuum als eine historische Form der Psyche Kein Zugriff
- Das Gesellschaftliche im Patienten und die Frage therapeutischer Moral Kein Zugriff
- Digitalisierung und gegenwärtige Erziehung als Suchtverstärker? Kein Zugriff
- Nachwort Kein Zugriff Seiten 121 - 124
- Ausgewählte und weiterführende Literatur Kein Zugriff Seiten 125 - 130
- Die Gesprächspartner Kein Zugriff Seiten 131 - 134






