
Evidenz im wissenschaftlichen Ethos
Normative Voraussetzungen und Konsequenzen von Evidenz-Praktiken- Autor:innen:
- Verlag:
- 2025
Zusammenfassung
Wissenschaftliche Evidenz verweist auf verlässliches und methodisch abgesichertes Wissen, auf dessen Grundlage Überzeugungen, Entscheidungen und Handlungen gerechtfertigt werden können. Ihre Bedeutung im modernen Wissenschaftsverständnis ist jedoch ambivalent und umstritten. Daniel Füger untersucht, wie Evidenz ihre legitimierende Kraft gewinnt. Dazu nimmt er deren historische Genese in den Blick, insbesondere in der Etablierung (vor-)moderner Wissenschaftspraktiken in der Chemie. Unter Berücksichtigung feministischer Wissenschaftsphilosophie zeigt Füger auf, dass Evidenz nicht allein auf epistemischen Verfahren beruht, sondern auf die Interaktion wissenschaftlicher wie gesellschaftlicher Akteur:innen angewiesen ist. Damit erweist sich Evidenz nicht als wertneutral: Sie ist normativ begründet, hat normative Folgen und ist durch die enge Verknüpfung zum wissenschaftlichen Ethos geprägt. Eine wissenschaftsphilosophisch wie gesellschaftlich höchst relevante Studie – nicht zuletzt im Kontext der COVID-19-Pandemie.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2025
- ISBN-Print
- 978-3-95832-414-5
- ISBN-Online
- 978-3-7489-5586-3
- Verlag
- Velbrück Wissenschaft, Weilerswist
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 324
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 9 - 20
- 1.1 Evidenz-Praktiken Kein Zugriff
- 1.2 Etymologie und rhetorische Funktion der Evidenz Kein Zugriff
- 1.3 Evidenz und evidence – Übersetzungsprobleme? Kein Zugriff
- 1.4 Evidenz-Agnostizismus Kein Zugriff
- 1.5 Evidenz unter Spannung Kein Zugriff
- 2.1 Evidenz, Fakt und Beweis Kein Zugriff
- 2.2 Evidenzbasierte Medizin Kein Zugriff
- 2.3 Evidenzbasierte Pädagogik, Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung Kein Zugriff
- 2.4 Evidenzbasierte Politik Kein Zugriff
- 2.5.1 Evidenz als technischer Begriff Kein Zugriff
- 2.5.2 Evidenz als Rhetorik Kein Zugriff
- 2.5.3. Narrative Funktion der Evidenz Kein Zugriff
- 2.6 Paradigma, Appell- und Setzungscharakter der Evidenz Kein Zugriff
- 3.1.1 Evidenz in der Chemie des 17. und 18. Jahrhunderts Kein Zugriff
- 3.1.2 Natural philosophy, natural history und Chymie Kein Zugriff
- 3.2 Die Herausbildung der Chemie Kein Zugriff
- 3.3.1. Reduktionismus und Holismus Kein Zugriff
- 3.3.2 Chemie und praktische Philosophie Kein Zugriff
- 4.1.1 René Descartes Kein Zugriff
- 4.1.2 Francis Bacon Kein Zugriff
- 4.2 Institutionalisierung – Royal Society und Académie des sciences Kein Zugriff
- 4.3 Auswirkungen auf Evidenz Kein Zugriff
- 4.4 Wissenschaftliches Selbstverständnis Kein Zugriff
- 4.5 Evidenz in der (Vor-)Moderne in Philosophie und Naturwissenschaft Kein Zugriff
- 5.1 Alchemie Kein Zugriff
- 5.2.1 Entwicklung in der Chemie Kein Zugriff
- 5.2.2 Affinitätschemie, Säure und Salze Kein Zugriff
- 5.2.3 Chemische Anknüpfungen an Newton und Descartes Kein Zugriff
- 5.3.1 Die wissenschaftliche Revolution der antiphlogistischen Chemie? Kein Zugriff
- 5.3.2 Lavoisiers Probleme und Mangel an Evidenz Kein Zugriff
- 5.4 Was hat das mit Evidenz zu tun? Kein Zugriff
- 6.1 Geschichtsschreibung und Geschichtsphilosophie Kein Zugriff
- 6.2 Chemie und Bürgertum – Chemie im Nutzen der Ökonomie und Politik Kein Zugriff
- 6.3 Darstellung und Ästhetik der Evidenz Kein Zugriff
- 6.4 Prinzipien in der Chemie Kein Zugriff
- 6.5 Systematik quantitativer Evidenz Kein Zugriff
- 6.6 Experimente und Öffentlichkeit Kein Zugriff
- 6.7 Evidenzkonstruktion Kein Zugriff
- 7.1 17. Jahrhundert: Institutionalisierung und Sprache in Frankreich Kein Zugriff
- 7.2. Chemische Fachsprache und die Rolle der Schriftlichkeit Kein Zugriff
- 7.3 Nomenklatur der Chemie Kein Zugriff
- 7.4 Voraussetzungen und Konsequenzen von Sprache und Wissenschaft Kein Zugriff
- 8.1 Was sind Werte? Kein Zugriff
- 8.2.1 Die Konstruktion von Evidenz Kein Zugriff
- 8.2.2 Die politische Rolle wissenschaftlicher Evidenz Kein Zugriff
- 8.2.3 Evidenz innerhalb eines legitimierenden Netzwerks Kein Zugriff
- 8.2.4 Evidenz, Kommunikation und Macht Kein Zugriff
- 8.2.5. Die ästhetische Dimension der Evidenz Kein Zugriff
- 8.3.1 Ethik und Wissenschaft: Das scientific ethos Kein Zugriff
- 8.3.2 Evidenz im scientific ethos: Konstruktionsprozess im Hintergrund Kein Zugriff
- 8.4.1 Legitimation: Appell- und Setzungscharakter Kein Zugriff
- 8.4.2. Evidenz, Werte und Autorität Kein Zugriff
- 9.1 Kritik und Evidenz Kein Zugriff
- 9.2 Evidenz zwischen Relativismus, Realismus, Relationalismus und Pluralismus Kein Zugriff
- 9.3.1 Offenheit und Pluralismus Kein Zugriff
- 9.3.2 Transparenz Kein Zugriff
- 9.3.3 Reflexivität Kein Zugriff
- 9.3.4 Ethos Kein Zugriff
- 9.3.5 Handlung statt Metaphysik Kein Zugriff
- 9.3.6 Politik Kein Zugriff
- Fazit: Stabilisierung durch Evidenz Kein Zugriff Seiten 290 - 294
- Abbildungen Kein Zugriff Seiten 295 - 295
- Literatur Kein Zugriff Seiten 296 - 324


