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Monographie Kein Zugriff

Politisches Spielen

Grundlegungen für eine Theorie politischer Handlungskreativität
Autor:innen:
Verlag:
 2019

Zusammenfassung

Allzu leicht erweckt der Mensch als homo ludens Misstrauen, sobald man ihn in der Rolle des Politikers erahnt. Wie ein Erkunden seiner elementar politischen Handlungspotentiale durch tradierte Verengungen des Worts Spielen verhindert wird, die mitunter Rückgriffe der politischen Sprache auf Spiele-Vor-Bilder (z. B. Schach oder Poker) bewirken – dies weist die Autorin durch einen neuartigen Ansatz der systematischen Begriffsanalyse nach. Demgegenüber könne ein Allgemeinbegriff »politischen Spielens«, der das spielanthropologische Spiel-Raum-Primat und den politikwissenschaftlich vorherrschenden ökonomisierten Spielbegriff überwindet, unseren Blick für jene originäre Kreativität spielend entfalteter politischer Handlungen stärken, an die bereits Platon, Schiller, Plessner und Huizinga heranführten. Darin wird das Spielen in der Politik als eine höchst spezifische und voraussetzungsvolle Erscheinung begreifbar, die weder mit der Vorstellung von Politik als bloßem Spiel noch mit einem auf Zweckrationalität oder das Freund-Feind-Schema begrenzten Begriff des Politischen vereinbar ist: als ein Handlungsmodus, dessen primärer Sinn darin besteht, selbst in hochantagonistischen Ernstsituationen die Chance für einen zweckgelösten Freiraum der respektvollen Kommunikation allererst zu eröffnen und damit die Genese unvorhersehbarer Beziehungen mit zukunftsfähigem Verbindlichkeitspotential zu befördern.

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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2019
ISBN-Print
978-3-495-48952-9
ISBN-Online
978-3-495-81749-0
Verlag
Karl Alber, Baden-Baden
Sprache
Deutsch
Seiten
384
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
  2. Danksagung Kein Zugriff Seiten 9 - 10
  3. Inhalt Kein Zugriff Seiten 11 - 16
    1. Ausgangsfragen und Erkenntnisgegenstand Kein Zugriff
    2. Problemstellung, Untersuchungsgegenstand und Hypothese Kein Zugriff
    3. Untersuchungsziel und Untersuchungsansatz Kein Zugriff
        1. 1.1.1. Spielraum-zentrierte Allgemeinbegriffe des Spiels am Beispiel von Fink, Caillois und Popitz Kein Zugriff
        2. 1.1.2. Spiel-Raum – Spiel-Handlung – Spiel-Welt Kein Zugriff
        1. 1.2.1. Ankerstellen des „spieltheoretischen“ Spielbegriffs Kein Zugriff
        2. 1.2.2. Negation eines Begriffs der Spiel-Handlung im politisierten Handlungsbegriff Spiel Kein Zugriff
        1. 1.3.1. Ein phänomenologischer Erklärungsansatz Kein Zugriff
        2. 1.3.2. Zwei einander ausschließende Lösungswege und Fortgang der Untersuchung Kein Zugriff
        1. 2.1.1. Gefahr einer verabsolutierenden Bedeutungsengführung in der Rede vom Spiel im Allgemeinen Kein Zugriff
        2. 2.1.2. Bedeutungsweite Kein Zugriff
        3. 2.1.3. Von spilan zum zäunenden Handeln Kein Zugriff
        1. 2.2.1. Interdependenz in der Differenz von Substantiv und Verb Kein Zugriff
        2. 2.2.2. Spielen im intransitiven oder transitiven Wortgebrauch Kein Zugriff
        3. 2.2.3. Lorenz’ Unterscheidung einer typisierenden von einer modalen Grundauffassung des Spielens Kein Zugriff
      1. 3.1. Fragen nach dem Zweck oder nach dem Sinn Kein Zugriff
        1. 3.2.1. Von der jugendlichen Verhaltensdynamik zum Spiel Kein Zugriff
        2. 3.2.2. Spielend zur Spielsphäre Kein Zugriff
        3. 3.2.3. Zur pathisch-sozialen Kreativität des Spielens ohne Spiel-Raum Kein Zugriff
        1. 3.3.1. Rollenspielen als spielendes Instrumentalisieren Kein Zugriff
        2. 3.3.2. Facetten des Spielens als bezugsuniversale Umgangsweise Kein Zugriff
        3. 3.3.3. Zur verhalten-sozialen Kreativität des Spielens ohne Spiel-Raum Kein Zugriff
      2. 3.4. Das Eigentümliche des ›Spielens‹ in seinem Heraustreten aus dem Schatten des Spiels Kein Zugriff
    1. 4. ›Spielen‹ in modaler philosophisch-anthropologischer Auslegung als ein Ansatz zur Reflexion von politischen Handlungsmöglichkeiten Kein Zugriff
    1. 1. Zur Einführung in den Themenkreis: Der grenzüberschreitend spielende Mensch in Platons Dialogen Kein Zugriff
        1. 2.1.1. Begrenztheit der Vernunft als Quelle politischen Handelns Kein Zugriff
        2. 2.1.2. Der Spieltrieb als Partner politischer Vernunft Kein Zugriff
        3. 2.1.3. Spielen als Modus politisch-ästhetischen Handelns – Zwei Ausprägungen, ein Ziel Kein Zugriff
        4. 2.1.4. Mit der Schönheit nur spielen als ein Prinzip politischer Inklusion oder: Spielend entfalteter politischer Handlungssinn 1 Kein Zugriff
        5. 2.1.5. Ein integrativer Denkweg – doch in Konfliktumgehung Kein Zugriff
        1. 2.2.1. Politischer Spielgeist wider den sozialen Radikalismus Kein Zugriff
        2. 2.2.2. Vom Spieltrieb des Lebens zum Spiel der Gesellschaft Kein Zugriff
        3. 2.2.3. Politisch handeln für ein diplomatisches Spiel Kein Zugriff
        4. 2.2.4. Gegenseitigkeit als ein Prinzip politischer Inklusion oder: Spielend entfalteter politischer Handlungssinn 2 Kein Zugriff
        5. 2.2.5. Ein integrativer Denkweg – doch in Negation der Verständigungsdimension politischen Handelns Kein Zugriff
        1. 2.3.1. Spielen als eine Urform sozialen Handelns Kein Zugriff
        2. 2.3.2. Spiel und Kultur als Zwei-Einheit Kein Zugriff
        3. 2.3.3. Der Agon als Realisationsprinzip politischen Handelns Kein Zugriff
        4. 2.3.4. Das agonalisierte soziale Spiel als ein Prinzip politischer Inklusion oder: Spielend entfalteter politischer Handlungssinn 3 Kein Zugriff
        5. 2.3.5. Ein integrativer Denkweg – doch in Ausgrenzung des anderen Kein Zugriff
      1. 2.4. Zwei-einheitlich gewobene Denkfiguren mit gemeinsamer Kernstruktur Kein Zugriff
      1. 1.1. Drei Kriterien der Vermittelbarkeit von Spielanthropologie und politischem Handlungsbegriff Kein Zugriff
      2. 1.2. Facetten des politischen Anfangens von Neuem mit Arendt aufnehmen Kein Zugriff
      3. 1.3. ›Politisches Spielen‹ – Eine Perspektivierung Kein Zugriff
        1. 1. Sequenz: Eine gesellige Zusammenkunft am Abend Kein Zugriff
        2. 2. Sequenz: Unerwarteter Situationswandel durch Breschnew Kein Zugriff
        3. 3. Sequenz: Schmidt erhebt das Wort ohne zwingende Gründe Kein Zugriff
        4. 4. Sequenz: Unmittelbare und zeitlich verzögerte ‚Folgen‘ Kein Zugriff
        1. 2.2.1. Politisch vereinnahmender Schein? Kein Zugriff
        2. 2.2.2. Aufbruch des Scheins eines konfliktentlasteten Handlungsraums? Kein Zugriff
        3. 2.2.3. Beantwortung des Widerstands durch politisch spielendes Eröffnen eines zwanglosen Darstellungsraums? Kein Zugriff
        4. 2.2.4. Die neue Respektbeziehung als Breschnews Beitrag? Kein Zugriff
      1. 2.3. Der Entstehungsprozess politischer Respektbeziehungen als ein in Frage kommender Ort ›politischen Spielens‹ Kein Zugriff
      1. 3.1. Der staatliche Amtsträger in statu ludendi Kein Zugriff
      2. 3.2. Das Mehr des Weniger Kein Zugriff
      3. 3.3. Nicht das Neue, sondern der andere Kein Zugriff
  4. Schluss: Für eine Erforschung des menschlichen ›Spielen‹-Könnens aus politischer Sicht Kein Zugriff Seiten 363 - 365
  5. Siglen Kein Zugriff Seiten 366 - 366
  6. Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 367 - 384

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